ALLPLAN 2025‑1: Smartes BIM für digitale Baustellen

KI in der österreichischen Bauindustrie: Digitale BaustellenBy 3L3C

ALLPLAN 2025‑1 stärkt smarte BIM-Workflows, Interoperabilität und Cloud-Lizenzen – und legt damit die Basis für KI-gestützte, digitale Baustellen in Österreich.

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Warum ALLPLAN 2025‑1 für digitale Baustellen entscheidend ist

Österreichische Bauunternehmen verlieren im Schnitt 20–30 % ihrer Produktivzeit durch Medienbrüche, Doppelarbeit und Abstimmungsfehler zwischen Planung, Statik und Baustelle. Genau hier setzt ALLPLAN 2025‑1 an – und zwar mit smarter Cloud-Integration, besserer Interoperabilität und klar fokussierten Workflows für BIM und KI-gestützte Prozesse.

Für alle, die sich mit KI in der österreichischen Bauindustrie, digitalen Baustellen und BIM befassen, ist dieses Service-Release mehr als nur ein „Update“. Es ist ein Baustein für eine durchgängige, datengetriebene Bauabwicklung – von der Planung über die Tragwerksbemessung bis zur Ausführung.

In diesem Beitrag schauen wir uns an, was hinter ALLPLAN 2025‑1 steckt, wie insbesondere BIMPLUS, SAF, der FRILO‑Connector und das neue Cloud-Lizenzmanagement zusammenspielen – und vor allem, wie österreichische Planungsbüros, Generalunternehmer und Bauherren diese Funktionen konkret für effizientere, KI-fähige Workflows nutzen können.


1. Smarte Workflows als Basis für KI auf der Baustelle

Digitale Baustellen funktionieren nur dann, wenn die zugrundeliegenden Planungs- und Datenprozesse stabil, durchgängig und maschinenlesbar sind. ALLPLAN 2025‑1 stärkt genau diese Grundlage.

Kernpunkt: Das Service-Release verknüpft Cloud, BIM-Modell, Statik und Dokumente enger miteinander. Dadurch stehen konsistente Daten für KI-Anwendungen – etwa für Bauablauf-Simulationen, Kollisionsprüfungen oder Sicherheitsanalysen – jederzeit zur Verfügung.

Was bedeutet das für österreichische Projektteams?

  • Weniger Medienbrüche zwischen CAD, Statik, CDE und Dokumentenmanagement
  • Saubere Datenbasis für KI-Algorithmen (z.B. Risikoprognosen, Ressourcenoptimierung)
  • Schnellere Abstimmung zwischen Architektur, Tragwerksplanung und Bauausführung
  • Bessere Nachvollziehbarkeit von Planungsentscheidungen – wichtig für Gewährleistung und Behördenkommunikation

Gerade in Österreich, wo viele Projekte mit komplexen Genehmigungsverfahren, hohen Nachhaltigkeitsanforderungen und enger Terminlage laufen, ist ein stabiler digitaler Kern kein „Nice to have“, sondern ein Wettbewerbsvorteil.


2. SAF & BIMPLUS: Tragwerksdaten, die KI wirklich nutzen kann

Für digitale und KI-gestützte Baustellen sind Tragwerksdaten ein Schatz – sofern sie strukturiert vorliegen. ALLPLAN 2025‑1 setzt hier auf das Structural Analysis Format (SAF) und eine direkte Integration in BIMPLUS.

Was bringt das Structural Analysis Format (SAF)?

SAF ist ein offenes Austauschformat für Tragwerksdaten in BIM-Projekten. In ALLPLAN 2025‑1 bedeutet das konkret:

  • Direkter Import von SAF-Dateien nach BIMPLUS
  • Verfolgung und Verwaltung von SAF-Daten in Excel
  • Transparente Zuordnung von Statikobjekten zu BIM-Bauteilen

Für Tragwerksplaner:innen heißt das:

  • Statische Berechnungen können klar nachvollziehbar an das BIM-Modell gekoppelt werden.
  • Änderungen in der Statik lassen sich schneller erkennen und kommunizieren.
  • Die Datenstruktur ermöglicht es, KI-Modelle anzusetzen, etwa für automatische Plausibilitätschecks oder Variantenvergleiche.

Beispiel aus der Praxis

Stellen wir uns ein Wiener Bürohochhaus vor:

  1. Architektur und Tragwerk werden in ALLPLAN modelliert.
  2. Die statischen Systeme werden als SAF exportiert und in BIMPLUS integriert.
  3. Ein KI-Tool (on top der CDE) wertet die SAF- und BIM-Daten aus und erkennt kritische Lastpfade oder ungewöhnliche Materialverteilungen.
  4. Das Projektteam erhält konkrete Hinweise, wo Nachweise oder Details vertieft werden sollten.

Ohne ein standardisiertes Format wie SAF und die direkte Einbindung in BIMPLUS wäre ein solcher KI-Workflow kaum möglich.


3. FRILO‑Connector & BIMPLUS: Tragwerksplanung ohne Reibungsverlust

Der FRILO BIM‑Connector war bisher schon ein starkes Bindeglied zwischen Modell und Statik. Mit ALLPLAN 2025‑1 wird er durch die Integration in BIMPLUS noch relevanter.

Kernnutzen: Tragwerksplaner:innen greifen direkt auf 3D‑Modelle aus BIMPLUS zu – inklusive Modelle aus ALLPLAN, SDS2 und anderen kompatiblen Tools. IFC- und SAF-Dateien können direkt in FRILO importiert werden.

Konkrete Vorteile für den Alltag

  • Weniger manuelle Übertragungen: Statik-Modelle basieren direkt auf dem BIM-Modell.
  • Höhere Planungsgenauigkeit: Bauteile wie Balken und Stützen werden 1:1 aus dem Koordinationsmodell übernommen.
  • Schnellere Iterationen: Änderungen am Tragwerk lassen sich rasch wieder zurückspielen und visuell prüfen.

Für österreichische Ingenieurbüros, die oft parallel an mehreren Hochbau- und Infrastrukturprojekten arbeiten, reduziert das den Abstimmungsaufwand erheblich. Und es unterscheidet sie klar von Wettbewerbern, die noch mit losen IFC-Exports und PDF-Plänen hantieren.

Warum das für KI-Anwendungen wichtig ist

Je enger Statik-Software wie FRILO und CDEs wie BIMPLUS verzahnt sind, desto einfacher lassen sich:

  • Automatische Qualitätsprüfungen (z.B. Konsistenz Geometrie vs. Statik)
  • Lastfall-Analysen in Kombination mit Bauphasenmodellen
  • Vorhersagemodelle für Materialbedarf und Kosten

umsetzen. Kurzum: Der FRILO‑Connector macht Tragwerksplanung nicht nur effizienter, sondern auch KI-fähig.


4. BIMPLUS & ALLPLAN Exchange: 2D, 3D und Dokumente in einem Datenraum

Die direkte Verbindung von BIMPLUS und ALLPLAN Exchange ist eines der stillen, aber extrem wirksamen Highlights von ALLPLAN 2025‑1.

Worum geht’s?

  • BIMPLUS ist die Kollaborationsplattform für 3D‑Modelle und BIM-Daten.
  • ALLPLAN Exchange ist die Dokumentenmanagement-Plattform für Pläne, PDFs und andere Dateien.

Mit dem neuen Release können Anwender:innen:

  • 2D‑Pläne, Dokumente und 3D‑Modelle synchronisieren
  • Projektrelevante Informationen über die Funktion „Kopieren aus Exchange“ direkt nach BIMPLUS übertragen

Nutzen für digitale Baustellen in Österreich

  • Die Baustelle hat einen zentralen Datenraum für Modelle und Pläne.
  • Bauleiter:innen können aktuelle Pläne und Modelle auf Tablets oder im Baubüro einsehen – ohne manuelles Nachziehen.
  • KI-gestützte Auswertungen (z.B. Soll-Ist-Vergleiche, Fortschrittsbewertung anhand von Modellständen) basieren auf vollständigen Daten, nicht nur auf 3D.

Gerade bei öffentlichen Bauprojekten in Österreich, bei denen Dokumentation und Nachweisführung streng geprüft werden, ist diese integrierte Sicht ein starkes Argument.


5. Cloud-Lizenzmanagement: Flexibel für hybride Teams und Partner

Digitale Baustellen und KI-Projekte scheitern oft nicht an der Technik, sondern an der Organisation: zu wenig Lizenzen, zu starre Modelle, keine Transparenz über die Nutzung.

ALLPLAN 2025‑1 führt ein Cloud-basiertes Lizenzmanagement ein, das genau diese Hürde adressiert.

Was das neue Lizenzmanagement kann

  • Lizenzen werden zentral im Lizenzmanagement-Dashboard in ALLPLAN Connect verwaltet.
  • Nutzung lässt sich in Echtzeit beobachten und steuern.
  • Temporäre Projektpartner, externe Planer oder Teams auf der Baustelle können flexibel ein- und ausgebunden werden.

Für österreichische Bauunternehmen mit verteilten Teams – etwa Zentrale in Wien, Planung in Graz, Baustellen in Tirol und internationale Partner – ist das ein echter Produktivitätshebel.

Organisatorische Effekte

  • Weniger Stillstand, weil „Lizenz fehlt“.
  • Bessere Auslastung der vorhandenen Software-Budgets.
  • Einfachere Abrechnung von Projekt- oder JV-Strukturen, bei denen mehrere Unternehmen gemeinsam planen.

Und: Wer KI-Piloten mit ausgewählten Projekten testen will, kann gezielt Lizenzen und Rollen freischalten, ohne die komplette Lizenzlandschaft umzustellen.


6. Wie österreichische Unternehmen ALLPLAN 2025‑1 strategisch nutzen können

Die Funktionen von ALLPLAN 2025‑1 sind kein Selbstzweck. Sie zahlen direkt auf eine digitale und KI-fähige Bauabwicklung ein. Drei strategische Empfehlungen:

6.1 BIM- und KI-Roadmap mit SAF und BIMPLUS aufsetzen

  • Definieren Sie ein Pilotprojekt (z.B. ein Wohnbau oder ein kleines Infrastrukturprojekt) als Testfeld.
  • Nutzen Sie SAF + BIMPLUS als verbindlichen Standard für Tragwerksdaten.
  • Evaluieren Sie parallel KI-Use-Cases, z.B. automatische Kollisions- und Plausibilitätsprüfungen.

6.2 Tragwerksplanung neu organisieren

  • Binden Sie Tragwerksplaner:innen früh in den BIM-Prozess ein – mit FRILO‑Connector und SAF statt klassischem 2D-Austausch.
  • Vereinbaren Sie klare Modellabgabe-Standards (LOD, Attributierung, SAF-Struktur).
  • Nutzen Sie BIMPLUS als gemeinsame Plattform für Freigaben und Reviews.

6.3 Digitale Baustelle konsequent mit Daten versorgen

  • Verknüpfen Sie ALLPLAN Exchange und BIMPLUS so, dass Baustellenzugang zu allen freigegebenen Informationen haben.
  • Schulen Sie Bauleiter:innen im Umgang mit Modellen statt nur Plänen.
  • Prüfen Sie gezielt KI-Anwendungen für Sicherheitsüberwachung, Baufortschritt und Ressourcenmanagement, basierend auf den konsistenten Daten aus ALLPLAN 2025‑1.

Wer diesen Dreiklang verankert, schafft die Grundlage, um 2026 und darüber hinaus ernsthaft mit KI-gestützten Baustellenprozessen zu arbeiten – statt nur darüber zu reden.


Fazit: ALLPLAN 2025‑1 als Sprungbrett für KI im österreichischen Bau

ALLPLAN 2025‑1 ist kein spektakuläres Marketing-Feuerwerk, sondern ein substanzielles Update für smarte Workflows und Interoperabilität. Mit SAF, BIMPLUS‑Integration, FRILO‑Connector, Exchange-Verknüpfung und Cloud-Lizenzmanagement entsteht eine Infrastruktur, die digitale Baustellen und KI-Anwendungen im österreichischen Bau erst praktikabel macht.

Wer jetzt in diese Struktur investiert, reduziert Fehler, beschleunigt Abstimmungen und schafft eine Datenbasis, auf die sich in den nächsten Jahren intelligente Assistenzsysteme, Automatisierung und vorausschauende Analysen aufsetzen lassen.

Wenn Sie planen, Ihre Projekte 2026 konsequent digital und KI-unterstützt abzuwickeln, ist die Frage nicht, ob Sie sich mit ALLPLAN 2025‑1 beschäftigen sollten – sondern, bei welchem Projekt Sie anfangen.

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