Was Google 2025 sucht – und was Marketer daraus lernen

KI für Marketing & Vertrieb: Der deutsche Leitfaden••By 3L3C

Die Google-Suchtrends 2025 zeigen, was Deutschland wirklich bewegt. So nutzt du diese Daten mit KI, um Marketing und Vertrieb punktgenau auf deine Zielgruppen auszurichten.

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Was Google 2025 über deutsche Kund:innen verrät

Über fünf Billionen Suchanfragen pro Jahr, KI-Features direkt in der Suche und ein deutscher Spitzenbegriff namens „Bundestagswahl“: Die Google-Suchtrends 2025 sind weit mehr als ein buntes Sammelsurium kurioser Fragen. Sie sind ein ziemlich ehrliches Protokoll dessen, was Menschen wirklich beschäftigt – politisch, emotional, im Alltag.

Für Marketing und Vertrieb ist das ein Geschenk. Wer die Trending Searches versteht, bekommt kostenlose Marktforschung in Echtzeit: Welche Ängste, Wünsche und Fragen haben deine Zielgruppen? Wofür geben sie Geld aus? Wo suchen sie gerade Orientierung?

In dieser Ausgabe von „KI für Marketing & Vertrieb: Der deutsche Leitfaden“ schauen wir uns die deutschen Google-Suchtrends 2025 an – und übersetzen sie in konkrete Strategien für KI-gestütztes Marketing, Content und Vertrieb.


1. Suchtrends 2025: FĂĽnf harte Fakten fĂĽr Marketer

Die Google-Listen fĂĽr 2025 zeigen ein klares Muster: Information, Sicherheit und Orientierung dominieren.

Kernsignale aus den Trending Searches

Wenn man die unterschiedlichen Kategorien bĂĽndelt, kristallisieren sich fĂĽnf zentrale KundenbedĂĽrfnisse heraus:

  1. Politische und wirtschaftliche Sicherheit
    Begriffe wie Bundestagswahl, Schuldenbremse, Spitzensteuersatz, Wohngeld 2026, Rente 2026 oder US-Zölle zeigen: Menschen wollen verstehen, wie Entscheidungen ihre finanzielle Zukunft beeinflussen.

  2. Alltag meistern statt Expertenwissen anlesen
    Fragen wie „Wie funktioniert eine Steuererklärung?“, „Wie funktioniert die Bundestagswahl?“, „Wie funktioniert ein E‑Rezept?“ oder „Wie funktioniert Altersteilzeit?“ deuten auf ein Publikum, das komplexe Themen in einfacher Sprache braucht.

  3. Recht & Regeln: Was ist erlaubt?
    Die Kombination aus Darf…? und Dürfen…?-Fragen („Dürfen Kinder mit in die Wahlkabine?“, „Darf man am 1. Mai Rasen mähen?“, „Dürfen Ausländer in Deutschland wählen?“) zeigt, wie stark Menschen unsicher sind – rechtlich, sozial, kulturell.

  4. Kaufinteresse und Preissensibilität
    Die Liste „Wie viel kostet …?“ mit Begriffen wie Labubu, iPhone 17, Nintendo Switch 2, ChatGPT Plus, GTA 6 oder sogar Atomkraftwerk ist für Marketer Gold wert: hier wird ganz konkret nach Preis und Investitionshöhe gefragt.

  5. KI ist vom Buzzword zum Werkzeug geworden
    Suchanfragen wie „Gartenplanung mit KI“, „Kann KI Excel-Tabellen erstellen?“ und Trending-Tools wie Nano Banana, DeepSeek, NotebookLM, Apple Intelligence, Perplexity, ChatGPT, Sora, Copilot zeigen: KI ist im Alltag angekommen – aber viele wissen noch nicht genau, wie sie sie einsetzen sollen.

Für Marketing- und Vertriebs-Teams heißt das: Wer diese fünf Felder in seiner Kommunikation abdeckt, ist 2026 deutlich näher an den echten Fragen seiner Kund:innen als die Konkurrenz.


2. Von „Warum“ bis „Wie viel kostet“: So denken deine Zielgruppen

Die Struktur der Google-Trends ist spannender als die Begriffe selbst. Denn sie offenbart die Denkmuster, in denen Menschen suchen – und genau diese Muster solltest du in deinem Content und deinen KI-Workflows abbilden.

a) „Warum…?“ – der Bedarf nach Einordnung

„Warum greift Israel den Iran an?“, „Warum ist die Luftqualität so schlecht?“, „Warum steigen die Bauzinsen?“ – das ist kein „Nice to know“. Das ist ein Hilferuf nach Kontext.

FĂĽr Marketing bedeutet das:

  • Erkläre nicht nur das Was, sondern immer auch das Warum dahinter.
  • Nutze KI-gestĂĽtzte Content-Analyse, um „Warum“-Suchanfragen in deiner Branche zu clustern (z. B. „Warum ist XY so teuer?“, „Warum brauchen wir …?“).
  • Baue Content-Formate wie „Warum sich [Thema] 2026 verändert“ oder „Warum [Branchenproblem] viele Unternehmen Geld kostet“.

Praxisbeispiel:
Ein SaaS-Anbieter für Buchhaltung kann aus „Warum ist die Steuer so hoch?“ und „Was ist der Spitzensteuersatz?“ eine Erklärserie mit KI-unterstützter Visualisierung (Charts, Rechner, interaktive FAQs) entwickeln – die KI bereitet Daten auf, das Marketing-Team schärft Story und Ton.

b) „Wie funktioniert…?“ – perfekter Stoff für edukativen KI-Content

„Wie funktioniert die Bundestagswahl?“, „Wie funktioniert eine Steuererklärung?“, „Wie funktioniert die Abnehmspritze?“ – das sind genau die Fragen, für die KI im Marketing extrem stark ist.

So setzt du das sinnvoll ein:

  • Lass ein KI-Modell aus Fachtexten strukturierte Schritt-fĂĽr-Schritt-Anleitungen generieren.
  • Ergänze sie menschlich um Beispiele, Vergleiche, Tonalität und deutsche Besonderheiten.
  • Nutze diese Inhalte in Blog, Lead-Magneten, interaktiven Guides und im Vertrieb (Sales-Enablement).

KI nimmt dir die erste 70%-FleiĂźarbeit (Struktur, Rohtext, Varianten), dein Team liefert die 30%, die Vertrauen aufbauen.

c) „Darf man…?“ – Autorität und Vertrauen aufbauen

Wenn Menschen fragen „Darf der Papst eine Frau haben?“, „Darf Deutschland Atomwaffen besitzen?“, „Dürfen Ausländer in Deutschland wählen?“, „Darf man im Gefängnis wählen?“, dann suchen sie nicht nur Information, sondern Sicherheit.

Ăśbertragen auf dein Business:

  • Erstelle klare Inhalte zu Regeln, Grenzen, Risiken, Compliance in deinem Markt.
  • Lass KI wiederkehrende rechtliche FAQs aus Vertriebs- und Support-Tickets herausfiltern.
  • Formuliere anschlieĂźend mit Fachabteilung oder Kanzlei rechtlich saubere Antworten – und nutze diese als Authority-Content.

Gerade im deutschen Markt, in dem Sicherheit und Regelkonformität hoch bewertet werden, kann das dein wichtigster Differenzierungsfaktor werden.

d) „Wie viel kostet…?“ – Suchintention mit Kaufabsicht

Sobald „Wie viel kostet“ ins Spiel kommt, reden wir über konkrete Kaufentscheidungen oder zumindest ernsthaftes Interesse.

Hier machen viele Unternehmen denselben Fehler: Sie verstecken Preise oder bleiben vage. Die Google-Trends zeigen aber klar: Menschen wollen Zahlen sehen.

Nutze das aktiv:

  • Erstelle Preis-Leitfäden („Was kostet [Leistung] 2026 wirklich?“).
  • Nutze KI, um dynamisch Pricing-Szenarien und Rechenbeispiele zu generieren (z. B. ROI-Rechner, Total-Cost-of-Ownership-Simulationen).
  • Biete interaktive Kalkulatoren an, die auf deinen KI-Modellen basieren, aber von dir inhaltlich kontrolliert werden.

Gerade im KI-Umfeld („Wie viel kostet ChatGPT Plus?“, „Wie viel kostet ein Atomkraftwerk?“) ist Transparenz ein Wettbewerbsvorteil.


3. Virale Trends, Gen Z und Labubu: Reine Spielerei oder echter ROI?

Action-Figure-Trend, Labubu, 67-Trend, Anxiety-Trend, Gen Z Stare, Workation Mallorca, „Urlaub in Holland mit Kindern“ – auf den ersten Blick wirkt das wie TikTok-Fieber in Listenform. Für KI-gestütztes Marketing steckt hier aber eine sehr klare Chance drin.

Trendthemen als Testlabor fĂĽr KI-Content

Virale Suchbegriffe eignen sich hervorragend fĂĽr schnelle KI-Experimente:

  • Social-Posts zu Trendthemen automatisch vorformulieren lassen (Tonality Guide pro Zielgruppe hinterlegen).
  • Blog-Snippets zu „Anxiety-Trend“, „Workation Mallorca“ oder „Income Stacking der Gen Z“ erstellen und testen, was bei deiner Audience zieht.
  • KI-gestĂĽtzte Themenanalyse: Welche Trends haben Ăśberschneidungen mit deinem Angebot? (z. B. Anxiety-Trend + Mental-Health-App, Workation-Trend + HR- oder Office-Lösungen).

Der Punkt ist: Nicht jeder Trend muss bespielt werden. Aber KI macht es billig und schnell, Ideen zu testen, ohne dein Team zu ĂĽberlasten.

Gen Z: Daten statt BauchgefĂĽhl

Die Trends rund um Gen Z („Gen Z Stare“, Tanken-Angst, Income Stacking) zeigen, wie stark diese Zielgruppe ökonomisch unter Druck steht – und wie intensiv sie online nach Orientierung sucht.

Wer an Gen Z verkauft, sollte:

  • KI-gestĂĽtzte Social Listening-Setups aufbauen (vor allem TikTok, Instagram, Reddit-ähnliche Foren).
  • Text- und Video-Feedback clustern lassen: Welche Themen triggern Angst? Welche geben Sicherheit oder Status?
  • Angebote und Pricing-Modelle testen, die dieser Realität Rechnung tragen (z. B. Micro-Abos, flexible Bundles, Pay-per-Use).

Ich bin überzeugt: Unternehmen, die Gen Z nur als „schwierig“ abstempeln, verlieren in den nächsten fünf Jahren massiv Marktanteile.


4. KI-Fragen 2025: Was Kund:innen von dir erwarten

„Kann KI lügen?“, „Kann KI Excel-Tabellen erstellen?“, „Kann KI Texte zusammenfassen?“, „Kann KI gefährlich werden?“, „Kann KI eine Steuererklärung machen?“ – das sind nicht nur Tech-Fragen, das sind Vertrauensfragen.

Was diese Fragen ĂĽber den Markt verraten

Drei Dinge werden glasklar:

  1. KI wird als Werkzeug wahrgenommen, nicht mehr nur als Trend. Leute erwarten konkrete Hilfe (Excel, Arduino-Sketch, PowerPoint, Steuererklärung).
  2. Es gibt massive Unsicherheit, wo die Grenzen liegen (Lügen, Denken, Gefährlichkeit, Gedanken lesen).
  3. Kund:innen wissen, dass sie KI brauchen – aber sie wissen nicht, welches Tool wofür taugt (Nano Banana, DeepSeek, NotebookLM, Apple Intelligence, Perplexity, ChatGPT, Sora, Copilot …).

Wenn du KI im Marketing oder Produkt einsetzt und das nicht ehrlich erklärst, wirkt das 2026 schlicht unseriös.

So baust du mit KI-Fragen Vertrauen auf

Ein praktikabler Dreischritt fĂĽr Marketing & Vertrieb:

  1. Fragen sammeln

    • Support-Tickets, Sales-Gespräche, Chat-Transkripte, Social-Kommentare auswerten.
    • KI nutzen, um alle KI-bezogenen Fragen automatisch zu taggen und zu clustern.
  2. Transparente Antworten formulieren

    • Klar sagen, was eure KI kann – und was nicht.
    • Beispiele zeigen: „So unterstĂĽtzt dich unser KI-Modul bei XY“, keine leeren Versprechen.
  3. Antworten ĂĽberall verwerten

    • FAQ-Bereich, Produktseiten, Onboarding-Mails, Sales-Decks, Webinare.
    • KI nutzen, um Formate zu variieren (Kurzfassung, Deep Dive, Video-Skript, Social-Karussell), nicht um Inhalte schönzureden.

Die Unternehmen, die jetzt offen mit KI umgehen, werden in AI Overviews und KI-Suchmaschinen künftig deutlich häufiger als vertrauenswürdige Quelle zitiert werden.


5. Wie du Google-Trends systematisch in KI-Marketing verwandelst

Die Suchtrends 2025 sind ein Momentbild. Was zählt, ist: Baust du daraus einen wiederholbaren Prozess?

Schritt 1: Suchintentionen nach Customer Journey sortieren

Ordne Trending Searches grob in die Stufen deiner Customer Journey ein:

  • Awareness: „Was ist die Schuldenbremse?“, „Was ist Bubatz?“, „Was ist ein NDA?“
  • Consideration: „Wie funktioniert eine Steuererklärung?“, „Wie funktioniert die Abnehmspritze?“
  • Conversion: „Wie viel kostet …?“, „Wie beantrage ich …?“, „Wie kĂĽndige ich …?“

Lass eine KI die Suchbegriffe deiner Branche automatisch clustern und den Phasen zuordnen. Das ist der Rohstoff fĂĽr eine Journey-basierte Content- und Kampagnenplanung.

Schritt 2: Content mit KI skalieren – ohne Einheitsbrei

Nutze KI immer dort, wo Wiederholung im Spiel ist:

  • FAQ-Varianten („Wie funktioniert…?“, „Warum…?“, „Was ist…?“)
  • Branchen-spezifische Erklärtexte mit lokalen Beispielen (deutsche Gesetze, deutsche Feiertage, deutsche Gepflogenheiten – man denke an „Darf man am Karfreitag Wäsche waschen?“).
  • Snippets fĂĽr AI Overviews und KI-Suchen: prägnante, faktenreiche Absätze mit klaren Aussagen.

Wichtig: Der Ton bleibt menschlich. Die besten Markeninhalte 2026 werden hybrid entstehen – KI sorgt für Struktur und Tempo, Menschen für Relevanz, Haltung und Nuancen.

Schritt 3: Vertrieb mit Suchdaten schärfen

Die Google-Trends liefern auch starke Impulse fĂĽr den Vertrieb:

  • „Wie funktioniert Altersteilzeit?“, „Wird 2026 die Rente erhöht?“ – ideal fĂĽr B2B-Vertreibende in HR, Benefits, Versicherungen.
  • „Wie funktioniert ein E‑Rezept?“ – Steilvorlage fĂĽr HealthTech und Apothekenlösungen.
  • „Wie funktioniert Cum-Ex?“ – Ansatzpunkt fĂĽr Banken, Steuer- und Compliance-Lösungen, um Vertrauen zurĂĽckzugewinnen.

Lass KI Sales-Decks, E‑Mail-Sequenzen und Gesprächsleitfäden generieren, die direkt auf diese Suchfragen einzahlen. Deine Teams wirken dann nicht mehr wie Produkt-Drücker, sondern wie Berater:innen, die genau wissen, was Menschen gerade beschäftigt.


Fazit: Suchtrends sind dein KI-Kompass fĂĽr 2026

Die Google-Suchtrends 2025 zeigen sehr deutlich, wie Deutschland tickt: zwischen politischer Unsicherheit, Alltagsüberforderung, Preissensibilität und vorsichtiger Faszination für KI.

FĂĽr alle, die Marketing und Vertrieb mit KI aufbauen oder ausbauen wollen, heiĂźt das:

  • Nutze Suchtrends als rasiermesserscharfen Reality-Check: Was Menschen fragen, ist wichtiger als das, was du intern diskutierst.
  • Baue KI-Prozesse auf, die diese Fragen in strukturierte, vertrauenswĂĽrdige Inhalte und Sales-Argumente ĂĽbersetzen.
  • Positioniere deine Marke als Begleiter durch Unsicherheit: erklärend, ehrlich, konkret.

Wer 2026 im deutschen Markt vorne sein will, braucht keine lauteren Versprechen, sondern bessere Antworten – und genau die liefern dir Suchtrends plus KI, wenn du sie klug kombinierst.