Google December 2025 Core Update: Was Marketing jetzt ändern muss

KI für Marketing & Vertrieb: Der deutsche LeitfadenBy 3L3C

Google rollt das December 2025 Core Update und zahlreiche Mini-Core-Updates aus. Erfahre, wie sich SEO, KI-Suche und Leadgenerierung jetzt strategisch neu aufstellen müssen.

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Google December 2025 Core Update: Was Marketing jetzt ändern muss

Die meisten Unternehmen merken ein Google Core Update zuerst im Reporting, nicht in der offiziellen Ankündigung: Rankings springen, Traffic schwankt, Kampagnen-ROAS bricht ein – oft alles gleichzeitig. Genau das steht uns mit dem Google December 2025 Core Update in den nächsten Wochen bevor.

Dieses Update ist mehr als „nur ein weiteres“ Algorithmus-Tuning. Google bestätigt erstmals schriftlich, dass ständig Mini-Core-Updates im Hintergrund laufen. Parallel wird die AI-Sucherfahrung massiv ausgebaut – mit mehr Links, Filtern und KI-Zusammenfassungen von Inhalten. Wer für SEO, Marketing oder Vertrieb verantwortlich ist, muss das strategisch einordnen.

In diesem Beitrag zeige ich dir:

  • was das December 2025 Core Update konkret bedeutet,
  • warum Mini-Core-Updates deine bisherigen „SEO-Rhythmuspläne“ zerstören,
  • wie sich AI Overviews, AI Mode und News-Zusammenfassungen auf deinen Traffic auswirken,
  • und welche Maßnahmen du jetzt für SEO, Content und Leadgenerierung angehen solltest.

1. Was am December 2025 Core Update wirklich wichtig ist

Das December 2025 Core Update wird laut Google bis zu drei Wochen brauchen, bis es komplett ausgerollt ist. In dieser Zeit sind Ranking-Schwankungen normal – gerade über Weihnachten und den Jahreswechsel, wenn eigentlich viele Teams in den Feiertagsmodus schalten.

Der Kern des Updates bleibt der gleiche:

Google will „relevante, zufriedenstellende Inhalte für Suchende aus allen Arten von Websites“ besser sichtbar machen.

Übersetzt für Marketing & Vertrieb heißt das:

  • Inhalte, die konkret Probleme lösen, werden gestärkt.
  • Oberflächlicher, generischer Content ohne eigene Perspektive wird tendenziell verlieren.
  • Eindeutige thematische Positionierung und klare Zielgruppenfokussierung zahlen sich stärker aus.

Roll-out über die Feiertage: Warum das heikel ist

Der Roll-out fällt bewusst in eine Phase, in der viele Unternehmen langsamer unterwegs sind. Für datengetriebenes Marketing ist das schwierig:

  • Kampagnen-Optimierungen basieren auf historischen Daten – die sind in einem Update-Zeitraum verzerrt.
  • Jahresplanung 2026 basiert auf Traffic- und Conversion-Daten Q4 2025 – genau dort „rauscht“ gerade der Algorithmus.

Mein Rat: Nutze Dezember und Januar als Beobachtungs- und Analysephase, nicht für hektische Website-Umbauten. Wer jetzt panisch alles umstellt, weiß am Ende nicht, ob der Effekt vom Update oder von den eigenen Änderungen kommt.

2. Mini-Core-Updates: Warum der alte „SEO-Takt“ nicht mehr funktioniert

Die eigentliche Zeitenwende steckt nicht im großen December-Update, sondern in dem, was Google parallel bestätigt:

Google aktualisiert seine Suchalgorithmen ständig mit kleineren Core-Updates, die nicht mehr angekündigt werden.

Der entscheidende Satz aus der Developer-Dokumentation lautet sinngemäß:

Du musst nicht auf ein großes Core Update warten, um Verbesserungen zu sehen. Wir führen laufend kleinere Core Updates durch, die nicht angekündigt werden.

Was das für deine SEO-Strategie bedeutet

Früher haben viele Unternehmen so gearbeitet:

  1. „Großes“ Core Update kommt.
  2. Rankings brechen ein.
  3. SEO-Agentur wird nervös, Audit wird gestartet.
  4. Maßnahmenplan, Relaunch, Content-Überarbeitung – bis zum nächsten Update.

Dieser Rhythmus ist tot.

Stattdessen brauchst du eine kontinuierliche GEO-Strategie (Generative Engine Optimization), also eine permanente Optimierung für klassische Suche und AI-Sucherfahrungen:

  • Kontinuierliches Monitoring: Wöchentliche und monatliche Auswertungen in der Search Console (die es jetzt endlich gibt) sind Pflicht, nicht „nice to have“.
  • Iteratives Content-Updating: Inhalte werden nicht alle zwei Jahre überarbeitet, sondern in kleinen Sprints alle paar Wochen angepasst.
  • Testing-Mentalität: Änderungen immer mit Datum und Annotationen dokumentieren, um Auswirkungen sauber analysieren zu können.

Gute SEO – oder genauer: gute GEO – heißt 2026 deshalb:

Deine Inhalte sind so hilfreich, konkret und vertrauenswürdig, dass dich weder große noch kleine Updates nervös machen.

3. AI Overviews, AI Mode & News: Wie KI-Suche deinen Traffic verändert

Parallel zu den Core Updates schraubt Google massiv an der AI-Sucherfahrung. Für viele Publisher, SaaS-Anbieter und B2B-Unternehmen ist das die eigentliche Baustelle, denn hier wird entschieden, wie viel Klicks überhaupt noch bei dir ankommen.

Was sich konkret ändert

Google baut seine KI-Suchergebnisse in mehreren Dimensionen aus:

  • Mehr Inline-Links im AI Mode: KI-Antworten enthalten häufiger sichtbare Links zu Quellen.
  • Web Guide / neue Link-Organisation: Klassische blaue Links werden in Themenblöcken, Guides oder Quellen-Clustern organisiert.
  • Preferred Sources: Nutzer können bevorzugte Quellen festlegen – ein Vorteil für starke Marken.
  • KI-Zusammenfassungen bei Google News: Artikel werden in der Übersicht automatisiert zusammengefasst.
  • AI Overviews & AI Mode wachsen zusammen: Die Grenze zwischen „normaler“ Suche und KI-Modus verwischt.

Das klingt nach mehr Sichtbarkeit, aber viele Analysen zeigen bereits:

  • Click-Through-Rates sinken, wenn Nutzer:innen ihre Antwort schon in der KI-Box bekommen.
  • Informational Queries („was ist…“, „wie geht…“) erzeugen häufiger Zero-Click-Searches.

Wo trotzdem Chancen für Marketing & Vertrieb entstehen

Trotz berechtigter Sorgen gibt es klare Hebel, um von der KI-Suche zu profitieren:

  1. Expertenstatus aufbauen
    Inhalte, die klare Standpunkte, eigene Daten, Praxisbeispiele und Meinungen enthalten, haben bessere Chancen, als Quelle zitiert zu werden – sowohl in AI Overviews als auch in klassischen Snippets.

  2. Transaktionale und problemnahe Inhalte stärken
    KI beantwortet zwar generische Fragen, aber bei:

    • Preisvergleichen
    • Anbieterbewertung
    • Implementierungsfragen
    • ROI-Berechnungen führt kaum ein Weg an konkreten Anbieter-Websites vorbei.
  1. Lead-Strategie anpassen
    Wenn weniger Traffic ankommt, muss mehr aus jedem Besuch herausgeholt werden:
    • klar sichtbare, relevante Lead-Magneten (Checklisten, Kalkulatoren, Templates),
    • direkte Terminbuchung für Sales,
    • konsequentes Tracking von Micro-Conversions (Scroll, Video-Views, Tool-Nutzung).

Wer SEO heute nur am organischen Traffic misst, sieht nur die halbe Wahrheit. Entscheidend ist, wie viele qualifizierte Kontakte und Opportunities aus diesem Traffic entstehen.

4. Neue Search-Console-Funktionen: Pflichtwerkzeug für GEO

Google unterstützt Website-Betreiber:innen gerade so gut wie nie – man muss die Werkzeuge nur aktiv nutzen. Die Google Search Console spielt dabei eine zentrale Rolle.

Diese Neuerungen helfen dir direkt beim Umgang mit dem December 2025 Core Update und den Mini-Updates:

Wöchentliche und monatliche Views

Statt nur Tagesdaten kannst du jetzt aggregierte Wochen- und Monatsansichten nutzen. Das ist Gold wert, um:

  • Update-Effekte von normalen Tages- oder Wochen-Schwankungen zu trennen,
  • saisonale Muster (z. B. vor und nach Weihnachten, Jahresbudget-Ende, Messezeiten) besser zu erkennen,
  • Reportings für Management und Vertrieb verständlicher aufzubereiten.

Custom Annotations

Du kannst nun eigene Anmerkungen direkt in der Search Console hinterlegen, zum Beispiel:

  • „Neue Produktkategorie live“
  • „Content-Hub zu KI im Vertrieb gelauncht“
  • „Pricing-Seite neu strukturiert“

In Kombination mit Core Updates erkennst du deutlich schneller, ob Ranking-Veränderungen von Google oder von eigenen Maßnahmen kommen. Für datengetriebenes Marketing ist das ein massiver Vorteil.

KI-gestützte Analysen in der Search Console

Mit KI-Prompts in der Search Console kannst du dir Analysen passend zu deinen Fragen ausgeben lassen, etwa:

  • „Welche Seiten haben seit dem 05.12. Einbrüche bei nicht-branded Anfragen?“
  • „Welche Landingpages gewinnen bei Suchanfragen rund um ‚KI im Vertrieb‘?“

Das unterstützt genau die Art von GEO-Denken, die du brauchst: weg von Bauchgefühl, hin zu kontinuierlichen, datenbasierten Optimierungs-Loops.

5. Konkreter Maßnahmenplan für Marketing, SEO & Vertrieb

Theorie ist schön – entscheidend ist, was du ab heute anders machst. Hier ein praxisnaher Fahrplan für die nächsten 6–8 Wochen.

Schritt 1: Beruhigen, beobachten, dokumentieren (Woche 1–3)

  • Keine übereilten Struktur-Rebuilds oder Domainwechsel.
  • Search-Console-Daten auf Wochenbasis auswerten.
  • Custom Annotations setzen: Start des December 2025 Core Updates, eigene Maßnahmen, Kampagnenstarts.
  • Wichtigste SEO-KPIs im Blick:
    • organischer Traffic nach Seitentyp (Blog, Produkt, Kategorie, Hub),
    • nicht-branded Keywords,
    • CTR-Veränderungen bei KI-nahen Suchanfragen.

Schritt 2: Content-Qualität radikal prüfen (Woche 2–6)

Wähle deine 10–20 wichtigsten Seiten für Markenaufbau & Leadgenerierung und beantworte ehrlich:

  • Liefert diese Seite konkreten Mehrwert, den KI nicht einfach aus bestehenden Quellen nachbauen kann?
  • Sind Beispiele, Daten, Cases, Meinungen enthalten – oder nur generische Ratgebertexte?
  • Ist klar, für wen der Inhalt geschrieben ist (Rolle, Branche, Unternehmensgröße)?

Optimierungsansätze:

  • Inhalte stärker an Use Cases orientieren (z. B. „KI im Vertrieb für mittelständische Maschinenbauer“ statt nur „KI im Vertrieb“).
  • Eigene Erfahrungswerte, Zahlen, Learnings einbauen.
  • Interne Verlinkung zu passenden Tiefen-Inhalten und Produktseiten verbessern.

Schritt 3: GEO für AI-Suche mitdenken (laufend)

Für Generative Engine Optimization solltest du systematisch:

  • FAQs und PAA-Fragen („People also ask“ typischer Fragen) im Content klar und prägnant beantworten.
  • Snackable Statements und Zahlen einbauen, die sich gut für KI-Zitate eignen.
  • Deine Marke als verlässliche Quelle positionieren – z. B. durch:
    • konsistente Autor:innenprofile,
    • Fachserien, Studien, Benchmarks,
    • wiedererkennbare Thesen und Standpunkte.

Schritt 4: Leads absichern, wenn der Traffic wackelt

Weil du den Traffic durch AI Overviews nicht komplett kontrollierst, musst du das, was auf deiner Seite ankommt, maximal nutzen:

  • Conversion-Optimierung auf wichtigen Landingpages (klare nächste Schritte, weniger Ablenkung, schnell erfassbarer Nutzen).
  • Mehr Low-Commitment-Angebote: Testzugänge, Newsletter mit konkretem Nutzen, kurze Webinare, Assessments.
  • Enge Abstimmung zwischen Marketing und Vertrieb: Welche Inhalte bringen wirklich Opportunities? Wo springen Leads ab? Welche Suchanfragen haben die beste Abschlussquote?

So verbindest du Google-Updates mit dem Kampagnenziel der Kampagne „KI für Marketing & Vertrieb: Der deutsche Leitfaden“: nicht nur mehr Besucher:innen – sondern mehr kaufbereite Kontakte.

Fazit: Core Updates kommen und gehen – gute GEO bleibt

Das Google December 2025 Core Update macht eines deutlich: Es gibt keine ruhigen Phasen mehr, in denen man SEO „mal eben“ neu aufsetzt. Mit den laufenden Mini-Core-Updates und der immer stärkeren KI-Suche wird kontinuierliche Generative Engine Optimization zur Pflicht.

Wer hilfreiche, differenzierte Inhalte für echte Menschen erstellt, seine Daten versteht und seine Website als Lead-Maschine denkt, muss vor Core Updates deutlich weniger Angst haben – egal ob groß angekündigt oder still im Hintergrund.

Die spannende Frage für 2026 lautet nicht mehr: „Wie komme ich auf Position 1?“ Sondern: „Wie werde ich zur Quelle, der sowohl Menschen als auch KI vertrauen – und wie mache ich daraus messbaren Umsatz?“

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