Exkalibur.ai macht aus natürlicher Sprache in Minuten lauffähige Web-Apps – mit Schweizer Hosting und voller Datenhoheit. Spannend für Retail, Spitäler und Verwaltung.
Exkalibur.ai: Schweizer Vibe Coding statt monatelanger Entwicklung
Die meisten Softwareprojekte im Mittelstand laufen aus dem Ruder – zu teuer, zu spät, zu kompliziert. Gleichzeitig erwarten Kund:innen im Schweizer Einzelhandel, in Spitälern oder in der Verwaltung heute digitale Services, die so flüssig funktionieren wie eine Banking-App. Genau in dieser Lücke positioniert sich Exkalibur.ai, eine neue Schweizer Plattform für sogenanntes Vibe Coding.
Hier ist der Kern: Aus einer Idee in natürlicher Sprache wird in wenigen Minuten eine lauffähige Webanwendung – mit Datenspeicherung in der Schweiz und vollem Code-Eigentum beim Kunden.
In diesem Beitrag schauen wir uns an, wie Exkalibur.ai funktioniert, für wen sich die Plattform eignet, was das für Schweizer Unternehmen im Handel und im öffentlichen Sektor bedeutet – und worauf Sie beim Einstieg achten sollten.
Was ist Vibe Coding – und was macht Exkalibur.ai anders?
Vibe Coding beschreibt einen Ansatz, bei dem man keinen Code mehr schreibt, sondern seine „Absicht“ in Alltagssprache formuliert. Die Plattform übersetzt diese Beschreibung mithilfe von KI automatisch in:
- UX-Design und Oberflächen
- Backend-Logik und Datenbankstruktur
- Technische Architektur und Deployment
Exkalibur.ai, entwickelt von Digital Solutions aus Porrentruy, geht dabei einige Schritte, die es fĂĽr den Schweizer Markt besonders spannend machen:
- Schweizer SaaS-Plattform mit Hosting in der Schweiz
- Datenhoheit und Souveränität: keine Monetarisierung der Kundendaten
- Code gehört dem Kunden: frei nutz-, veränder- und migrierbar
- Flexible Bereitstellung: Schweizer Cloud, On-Premise oder lokale Infrastruktur
Das Ergebnis ist kein „Spielzeug-Prototype“, sondern eine technisch saubere Webanwendung, die Sie weiterentwickeln oder in bestehende Systeme integrieren können.
Von der Idee zur fertigen Anwendung in Minuten
Der Prozess mit Exkalibur.ai ist bewusst so gestaltet, dass Fachbereiche ohne Programmierkenntnisse starten können – und Profis später übernehmen, falls nötig.
Schritt 1: Idee in Alltagssprache beschreiben
Nutzer:innen geben schriftlich oder per Spracheingabe ein, was sie brauchen, zum Beispiel:
„Ich brauche eine einfache App, mit der Filialleiter:innen in unseren Läden tägliche Umsätze, Lagerbestände und Personaleinsatz erfassen und als PDF-Report exportieren können.“
Die KI analysiert diese Beschreibung und leitet daraus:
- benötigte Masken und Screens ab
- Datenfelder, Validierungsregeln und Rollen
- Workflows (z.B. Freigabe durch Vorgesetzte, Exportfunktionen)
Schritt 2: Automatische Generierung von Design, Code und Architektur
Auf Basis dieser „Vibes“ erzeugt Exkalibur.ai in Echtzeit:
- UI-Design im gängigen Web-Standard
- Applikationslogik inkl. Formularlogik, Validierungen, einfache Workflows
- Datenmodell (Tabellen, Relationen, Basis-Security)
- Deployment-Skripte, um die Anwendung sofort bereitzustellen
Das passiert, während Sie zusehen – Änderungen an der Beschreibung führen direkt zu neuen Vorschlägen.
Schritt 3: Sofortiges Deployment und Nutzung
Ist der Entwurf stimmig, wird die Anwendung automatisch deployed. FĂĽr viele interne Tools ist sie damit sofort produktiv nutzbar, etwa fĂĽr:
- Prototypen im Controlling oder Marketing
- Simple interne Portale im Einzelhandel
- Formular- und Workflow-Anwendungen in Spitälern und Gemeinden
Besonders wichtig: Der generierte Code gehört vollständig dem Kunden. Sie können ihn exportieren, in ein Git-Repository übernehmen, durch interne Entwickler anpassen oder auf eigene Server verschieben.
Preismodell: Token statt Projektpauschalen
Exkalibur.ai setzt auf ein Token-basiertes Modell, das vor allem fĂĽr KMU sehr transparent ist:
- Jeder Projekt-„Lauf“ benötigt eine gewisse Zahl an Tokens
- Der Verbrauch hängt von der Komplexität der Anwendung ab
- Einfache Apps starten ab 19 CHF – also weit unterhalb jedes klassischen Agenturprojekts
Hinzu kommt optional ein Wartungs- und Update-Abo, mit dem:
- Sicherheitsupdates eingespielt
- kleinere Anpassungen vorgenommen
- Plattform-Verbesserungen automatisch ĂĽbernommen werden
FĂĽr Einkaufsleiter:innen oder CIOs im Handel ergibt sich dadurch ein klar kalkulierbarer Rahmen: Prototyp in Tagen statt Pflichtenheft in Monaten, zu Kosten im unteren vierstelligen Bereich statt fĂĽnf- oder sechsstelliger Projektbudgets.
FĂĽr wen ist Exkalibur.ai interessant?
Digital Solutions hat die Plattform bereits bei Schweizer KMU, Spitälern und öffentlichen Verwaltungen pilotiert. Daraus lassen sich klare Einsatzfelder ableiten.
KMU und Schweizer Einzelhandel
Gerade Händler mit mehreren Filialen oder Franchisepartnern stehen vor typischen Digitalisierungsaufgaben:
- Digitale Checklisten für Filialabläufe statt Papierordner
- Promo- und Aktionsplanung zwischen Zentrale und Filialen
- Einfache Loyalty- oder Kundenfeedback-Apps fĂĽr lokale Aktionen
- Inventur- und Lager-Tools fĂĽr kleinere Standorte ohne groĂźes ERP
Mit Vibe Coding können Fachabteilungen solche Anwendungen selbst beschreiben und innerhalb von Tagen testen. Entwickler:innen steigen dann dort ein, wo es um Integration mit Kassen, ERP oder CRM geht.
Ich sehe hier einen klaren Vorteil: Produktteams können direkt mit echten Nutzer:innen in den Läden testen, statt erst monatelang Spezifikationen zu schreiben.
Spitäler und Gesundheitswesen
Im Gesundheitsbereich wurden mit Exkalibur.ai bereits interne Prototypen erstellt, etwa fĂĽr:
- Erfassungs-Tools fĂĽr Pflegeteams
- Interne Kommunikations- und Ăśbergabe-Formulare
- Kleine Dashboards fĂĽr nicht-kritische Kennzahlen
Hier zählt besonders:
- Hosting in der Schweiz
- Optionen fĂĽr On-Premise-Betrieb in sensiblen Umgebungen
- Integration in bestehende Klinik-IT-Landschaften
NatĂĽrlich ersetzt das keine zertifizierten klinischen Kernsysteme. Aber fĂĽr nicht lebenswichtige, administrative Anwendungen kann Vibe Coding die IT-Abteilungen massiv entlasten.
Ă–ffentliche Verwaltung und Gemeinden
Viele Schweizer Gemeinden und Kantone kämpfen mit veralteten Formularen und fragmentierten Prozessen. Typische Einsatzfelder:
- Online-Formulare für Bewilligungen, Anträge, Reservationsprozesse
- Interne Workflows zwischen Abteilungen (z.B. Bau, Finanzen, Einwohnerdienste)
- Kleine BĂĽrgerportale fĂĽr lokale Services
Exkalibur.ai passt genau zur Strategie der digitalen Souveränität, die etwa der Kanton Jura verfolgt: Innovation vor Ort, Daten bleiben im Land, keine Abhängigkeit von US-Hyperscalern.
Warum digitale Souveränität hier kein Marketing-Buzzword ist
Viele KI-Tools fĂĽr Entwickler:innen laufen auf Infrastruktur ausserhalb der Schweiz und analysieren Kunden- und Projekttexte fĂĽr Trainingszwecke. FĂĽr sensible Branchen ist das schlicht ein Ausschlusskriterium.
Exkalibur.ai setzt bewusst dagegen:
- Datenhosting ausschlieĂźlich in der Schweiz
- Keine Monetarisierung von Kundendaten
- Optionen fĂĽr lokale oder On-Premise-Installation
- Architektur, die auf „enterprise ready“ ausgelegt ist – inkl. Banken und Spitälern
Gründer Xavier Van Nuvel bringt es sinngemäss auf den Punkt: Man will zeigen, dass solche Plattformen auch in der Schweiz gebaut und betrieben werden können, ohne Abhängigkeit von Big-Tech-Plattformen.
FĂĽr CIOs und Digital-Leads heisst das:
- Kürzere Risikoabwägungen in Bezug auf Datenschutz
- Bessere Argumente gegenüber Datenschutzbeauftragten und Aufsichtsbehörden
- Mehr Handlungsspielraum bei sensiblen Projekten
Wie Sie Vibe Coding sinnvoll in Ihre Organisation holen
Der grösste Fehler wäre, Exkalibur.ai als „No-Code-Spielwiese“ ohne Governance zu behandeln. Der Ansatz funktioniert am besten, wenn Fachbereiche und IT gezielt zusammenarbeiten.
1. Klein starten – aber strukturiert
Beginnen Sie mit einem klar abgegrenzten Use Case:
- Prototyp fĂĽr interne Reporting-App in einer Retail-Filialkette
- Formularworkflow in der Verwaltung (z.B. Parkplatz-Bewilligungen)
- Kleine Lager- oder Bestell-App fĂĽr eine Fachabteilung
Definieren Sie:
- Fachliche Ziele (Zeitersparnis, Transparenz, Fehlerreduktion)
- Verantwortliche im Fachbereich
- Technische Ansprechperson in der IT (Architektur, Security)
2. Fachabteilungen befähigen
Exkalibur.ai lebt davon, dass Nicht-Entwickler:innen Anforderungen in Alltagssprache formulieren. Nutzen Sie das:
- Kurze Workshops, in denen Fachleute lernen, gute Beschreibungen zu formulieren
- Beispiele und Templates („So beschreiben wir ein Formular“, „So definieren wir Rollen“)
- Gemeinsame Sessions, in denen Fachbereich und IT live mit der Plattform arbeiten
3. IT-Governance nicht vergessen
Auch wenn die HĂĽrde niedrig ist: Es bleibt Softwareentwicklung. Daher sollte die IT:
- Code-Exports prĂĽfen (Security, Architektur, Wartbarkeit)
- Standards definieren (z.B. Namenskonventionen, Logging, Schnittstellen)
- Klären, wann eine Vibe-Coding-App „nur“ ein Prototyp ist und wann sie produktiv geht
Die Realität: Vibe Coding ersetzt nicht Ihre Entwickler:innen – es verschiebt ihren Fokus. Weg von Formularklickerei, hin zu Architektur, Integration und Qualitätssicherung.
Was bedeutet das fĂĽr den Schweizer Einzelhandel konkret?
Für den Schweizer Retail, der im Kampagnenfokus „KI für Schweizer Einzelhandel“ steht, ist Exkalibur.ai mehr als nur ein weiteres IT-Tool. Es verändert, wie schnell Ideen aus der Fläche in digitale Lösungen übersetzt werden.
Einige pragmatische Effekte:
- Schneller Rollout von Pilotprojekten in ausgewählten Filialen
- Direktes Feedback von Mitarbeitenden: „Funktioniert die App im Ladenalltag?“
- Bessere Datengrundlagen fĂĽr Entscheidungen durch kleine, gezielte Tools
- Geringere Abhängigkeit von externen Agenturen, insbesondere für interne Prozesse
Aus meiner Sicht entsteht dadurch ein Wettbewerbsvorteil, der sich ziemlich schnell in Zahlen ausdrücken lässt: Wer iterativ digitale Hilfsmittel für Verkauf, Logistik und Filialbetrieb baut, optimiert Margen, reduziert Fehler und steigert Servicequalität spürbar.
Fazit: Vibe Coding als Schweizer Antwort auf lange IT-Projekte
Exkalibur.ai zeigt, dass KI-gestützte Softwaregenerierung und digitale Souveränität sich nicht ausschliessen. Im Gegenteil: Für Schweizer Unternehmen – besonders im Einzelhandel, Gesundheitswesen und öffentlichen Sektor – entsteht eine sehr konkrete Option, schneller, günstiger und datenschutzkonform zu digitalisieren.
Wer jetzt startet, sollte klein, aber konsequent denken:
- Einen klaren Pilot-Use-Case definieren
- Fachabteilungen aktiv in die Beschreibung der Anforderungen einbinden
- IT frĂĽhzeitig als Partner fĂĽr Architektur und Sicherheit dazuholen
Die spannende Frage für die nächsten Jahre lautet nicht mehr, ob KI beim Programmieren hilft, sondern wer es schafft, diese neuen Werkzeuge strategisch klug einzusetzen – und dabei die Hoheit über Daten und Prozesse zu behalten.