Wie der DIGITAL FUTUREcongress Schweizer KMU und Handwerksbetrieben hilft, Cloud, Sicherheit, Anwendungen, Transformation und Energie pragmatisch zu nutzen.
Warum der DIGITAL FUTUREcongress für Schweizer KMU zählt
Im deutschsprachigen Raum schätzen Studien, dass rund 60–70 % der KMU noch keine klare Digitalisierungsstrategie haben – gleichzeitig steigen die Erwartungen der Kundschaft jedes Jahr. Genau an diesem Spannungsfeld setzt der DIGITAL FUTUREcongress (DFC) an.
Der Kongress vernetzt Anbieter, Expert:innen und Unternehmen rund um Themen wie Cloud Computing, Sicherheit, Anwendungen, digitale Transformation und Energie. Was auf den ersten Blick wie eine klassische IT-Messe wirkt, ist in Wahrheit ein Strategiewerkzeug – besonders für Schweizer Handwerksbetriebe und KMU, die Digitalisierung pragmatisch angehen wollen.
Ich zeige dir, wie du den DIGITAL FUTUREcongress und seine Themen gezielt fĂĽr dein Unternehmen nutzen kannst: nicht als IT-Spielwiese, sondern als Fahrplan fĂĽr mehr Effizienz, bessere Kundenbeziehungen und zukunftssichere Prozesse.
1. DIGITAL FUTUREcongress: Von der Messe zum Strategie-Baukasten
Der DIGITAL FUTUREcongress ist kein Einzel-Event, sondern eine Initiative rund um die smarte, digitale DACH-Region – mit starkem Bezug zur Schweiz. Er bündelt:
- Experten- und Marktplattformen (Cloud, Security, Anwendungen, Energie, Transformation)
- Anbieter aus Praxisfeldern wie CRM, ERP, eCommerce, IT-Security, Energie, Bildung, E-Government
- Austauschformate zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden
Warum das fĂĽr Schweizer KMU relevant ist
Für viele kleinere Unternehmen ist die digitale Landschaft unübersichtlich: Hunderte Tools, widersprüchliche Empfehlungen, wenig Zeit. Der DFC setzt hier an und strukturiert das Thema entlang von fünf Säulen:
- Cloud Computing – Technologie-Basis
- Sicherheit & Datenschutz – Vertrauensbasis
- Anwendungen – konkrete Arbeitserleichterung
- Digitale Transformation – Organisation & Prozesse
- Energie – infrastrukturelle Grundlage
Die Realität: Wer seine Digitalisierung konsequent an diesen fünf Bereichen ausrichtet, reduziert Komplexität drastisch. Du musst nicht alles gleichzeitig lösen, sondern kannst Schritt für Schritt vorgehen.
2. Cloud Computing: Solide Basis statt Tool-Wildwuchs
Cloud Computing ist die technische Grundlage fast jeder digitalen Lösung – vom Handwerker-ERP über CRM bis zur Terminplanung. Ohne Cloud musst du ständig Kompromisse eingehen: kein mobiler Zugriff, hohe Hardwarekosten, schwierige Backups.
Was Cloud fĂĽr einen Schweizer Handwerksbetrieb konkret bedeutet
FĂĽr einen Malerbetrieb, eine Schreinerei oder ein Elektro-Unternehmen kann Cloud-Technologie u.a. heissen:
- Angebots- und Rechnungsstellung direkt vor Ort beim Kunden auf dem Tablet
- Gemeinsame Kalender fĂĽr Monteure, automatisch mit Navigation
- Fotos von Baustellen zentral im Kunden-Dossier gespeichert
- Zugriff auf alle Dokumente im Homeoffice oder unterwegs
Pragmatisch umgesetzt sieht ein erster Schritt so aus:
- Unterlagen zentralisieren: Weg von USB-Sticks und verstreuten Excel-Dateien, hin zu einem Cloud-Speicher mit klarer Ordnerstruktur.
- Kernsoftware cloudfähig machen: CRM, ERP oder Branchensoftware so wählen, dass sie im Browser oder via App läuft.
- Schnittstellen prüfen: E-Mail, Buchhaltung, Zeiterfassung – je weniger Medienbrüche, desto weniger Fehler.
Der DIGITAL FUTUREcongress und die verknüpften Cloud-Marktplätze liefern hier Transparenz: Wer sind seriöse Anbieter? Wer kennt Schweizer Anforderungen? Welche Lösungen skalieren mit, wenn dein Betrieb wächst?
Cloud ist kein Selbstzweck. Sie ist die Voraussetzung dafĂĽr, dass digitale Prozesse ĂĽberhaupt sauber zusammenspielen.
3. Sicherheit & Datenschutz: Vertrauen ist kein „Nice to have“
Cyberangriffe auf KMU nehmen jedes Jahr zu, weil Angreifer genau wissen: Viele kleinere Betriebe haben schwache Passwörter, ungeschützte E-Mail-Systeme und keine klaren Prozesse. Gleichzeitig verschärfen sich Datenschutzanforderungen in der Schweiz und der EU.
Was Sicherheit im KMU-Alltag wirklich heisst
Sicherheit beginnt nicht bei der teuren Firewall, sondern bei fĂĽnf simplen Fragen:
- Wer hat auf welche Daten Zugriff? (Rollen und Rechte)
- Sind Passwörter und Logins professionell gelöst? (z.B. Passwortmanager, Zwei-Faktor-Authentisierung)
- Gibt es funktionierende Backups? (regelmässig getestet, nicht nur „irgendwo in der Cloud“)
- Wie gehen wir mit Kundendaten um? (Speicherort, Zugriffsprotokoll, Löschkonzept)
- Weiss das Team, wie Phishing aussieht? (kurze Schulungen, klare Ansprechperson)
Der DIGITAL FUTUREcongress greift diese Fragen ĂĽber seine Security-Finder- und Expertenplattformen auf. FĂĽr Schweizer Betriebe ist besonders relevant:
- Lösungen, die Schweizer oder EU-Datenschutzrecht ernst nehmen
- Anbieter, die KMU-fähige Sicherheitskonzepte bieten – also praxistauglich, nicht nur für Grosskonzerne
- Kooperationen z.B. mit Armee-Cyber-Defence, Verbänden und Datenschutzbehörden
Mein Rat:
Behandle IT-Sicherheit wie die Gebäudeversicherung: Du hoffst, sie nie zu brauchen – aber ohne sie ist jeder Brand existenzbedrohend.
Starte mit einem Mini-Sicherheitsaudit:
- Passwort-Status + 2FA aktivieren
- Backup-Konzept dokumentieren
- Verantwortliche Person fĂĽr IT-Security benennen
Danach kannst du gezielt nach Security-Anbietern suchen, die auf KMU und Schweizer Rahmenbedingungen spezialisiert sind.
4. Anwendungen & digitale Prozesse: Von Insellösungen zu durchgängigen Abläufen
Die meisten Unternehmen beginnen ihre Digitalisierung mit Einzellösungen: ein Tool für Rechnungen, eines für Angebote, ein drittes für Zeiterfassung. Das funktioniert am Anfang, wird aber schnell zum Problem.
Der DIGITAL FUTUREcongress setzt hier mit Plattformen rund um CRM, ERP, eCommerce, MarTech und Branchensoftware an. Ziel: Anwendungen so auszuwählen, dass sie wirklich Prozesse abbilden – nicht nur bunte Oberflächen liefern.
Typische Digital-Potenziale in Handwerk und KMU
Drei Bereiche, in denen ich immer wieder ungenutztes Potenzial sehe:
-
Kundenbeziehungen (CRM)
- Alle Kundendaten an einem Ort – inkl. Offerten, Aufträge, Reklamationen
- Erinnerungen fĂĽr Wartungsarbeiten, Garantiefristen, Service-Termine
- Segmentierte Mailings statt Massenmails „an alle“
-
Auftragsabwicklung & Planung
- Digitale Auftragszettel statt Papier und WhatsApp-Screenshots
- Zeiterfassung pro Auftrag direkt auf dem Smartphone
- Automatische Ăśbergabe an Fakturierung und Buchhaltung
-
Verkauf & Online-Kanäle
- Einfacher Webshop fĂĽr Standardprodukte oder Ersatzteile
- Online-Terminbuchung fĂĽr Beratung oder Vor-Ort-Besuche
- Standardisierte Offertenvorlagen mit wenigen Klicks
Der DFC und seine Marktplätze helfen dir, im Dschungel der Anbieter zu unterscheiden:
- Welche Lösungen sind für KMU/Handwerk gedacht, nicht nur für Konzerne?
- Welche Systeme unterstützen Mehrsprachigkeit und schweizerische Eigenheiten (Währungen, Mehrwertsteuer, Formulare)?
- Welche Anbieter haben Referenzen in deiner Branche?
Mein Ansatz fĂĽr KMU:
- Ein klarer Hauptprozess definieren (z.B. von Kundenanfrage bis Zahlungseingang).
- Prüfen, welche Schritte heute manuell, fehleranfällig oder doppelt gemacht werden.
- Tools nur dann einfĂĽhren, wenn sie diesen konkreten Prozess verbessern.
5. Digitale Transformation & Energie: Ohne Organisation und Strom läuft nichts
Digitale Transformation klingt gross, ist aber im Kern: Wie arbeiten Menschen, Prozesse und Technologien sinnvoll zusammen? Der DIGITAL FUTUREcongress verweist hier auf Partner, die Organisation, IT-Management, Governance und Recht kombinieren.
Organisatorische Hausaufgaben fĂĽr KMU
Wer Digitalisierung ernst meint, kommt um drei organisatorische Punkte nicht herum:
-
Verantwortung klären
- Wer ist intern für digitale Themen zuständig? (auch wenn es nur 20 % Pensum sind)
- Wer entscheidet über Tools, Budgets und Prioritäten?
-
Mitarbeitende mitnehmen
- Kurze Schulungen statt dicker HandbĂĽcher
- Frühzeitige Einbindung bei Tool-Auswahl („Wer muss täglich damit arbeiten?“)
- Offenheit fĂĽr Feedback und Verbesserungen
-
Recht und Compliance beachten
- Datenschutz (CH/EU), Archivierungspflichten, VertragsprĂĽfung mit IT-Anbietern
- Klare Vereinbarungen zu Support, VerfĂĽgbarkeit und Datenhoheit
Parallel dazu rückt das Thema Energie stärker in den Fokus: Rechenzentren, Glasfaser, stabile Netze, eigene PV-Anlagen auf dem Betriebsdach – alles Elemente, die Digitalisierung erst ermöglichen.
FĂĽr Schweizer Unternehmen heisst das konkret:
- Standortwahl, Internetanbindung und Notstromversorgung prĂĽfen
- Optionen für energieeffiziente IT und lokale Rechenzentren abwägen
- Eigenproduktion (Solarstrom) mit digitalen Verbrauchsdaten koppeln
Der DIGITAL FUTUREcongress bündelt hierzu Energie-, Infrastruktur- und Technologieanbieter, die zeigen, wie digitale und energetische Transformation zusammengehören.
Wer heute digital plant, sollte Energie immer mitdenken – sonst wird aus Wachstum schnell ein Kosten- und Stabilitätsrisiko.
6. Wie du den DIGITAL FUTUREcongress gezielt fĂĽr dein Unternehmen nutzt
Viele Unternehmen besuchen Messen und Kongresse ohne klaren Plan – und kommen mit einem Stapel Broschüren zurück, der nie gelesen wird. Für den DFC lohnt sich ein andersherum gedachtes Vorgehen:
Schritt 1: Eigene Digitalbaustellen benennen
Bevor du dich mit Angeboten befasst, beantworte intern drei Fragen:
- Wo verlieren wir heute am meisten Zeit durch manuelle Arbeit?
- Wo passieren die meisten Fehler (z.B. falsche Rechnungen, doppelte Datenerfassung)?
- Wo könnten wir mit besserer Digitalisierung schneller Umsatz generieren (z.B. Online-Anfragen, schnellere Offerten)?
Diese Antworten bestimmst du idealerweise gemeinsam mit denjenigen, die täglich im operativen Geschäft stehen.
Schritt 2: DFC-Themen gezielt auswählen
Ordne deine Baustellen den fünf DFC-Säulen zu:
- Technische Basis → Cloud Computing
- Vertrauen & Recht → Sicherheit & Datenschutz
- Effizienz im Alltag → Anwendungen (CRM/ERP/eCommerce)
- Organisation & Kultur → Digitale Transformation
- Infrastruktur & Kosten → Energie
So entsteht quasi dein persönlicher „Stundenplan“ für Gespräche, Fachbeiträge und Anbieterrecherche.
Schritt 3: Gespräche und Lösungen nach Nutzen bewerten
Wenn du am DFC (oder auf den zugehörigen Plattformen) mit Anbietern sprichst, konzentriere dich auf Fragen wie:
- Wie viele Arbeitsstunden pro Woche könnte diese Lösung realistisch einsparen?
- Wie gut passt sie zu unserer Unternehmensgrösse und Branche?
- Wie sieht ein typisches EinfĂĽhrungsprojekt aus (Dauer, Aufwand, interne Beteiligte)?
- Welche Referenzen in der Schweiz gibt es?
So verhinderst du, dass du dich von schicken Funktionen blenden lässt, die deinen Alltag nicht wirklich verbessern.
Fazit: Digitalisierung fĂĽr Schweizer KMU pragmatisch nutzen
Der DIGITAL FUTUREcongress ist weit mehr als ein weiterer IT-Event. Er strukturiert die digitale Welt entlang von fĂĽnf Bereichen, die fĂĽr Schweizer KMU und Handwerksbetriebe entscheidend sind: Cloud, Sicherheit, Anwendungen, Transformation und Energie.
Wer diese Struktur nutzt, kann Digitalisierung systematisch statt chaotisch angehen: erst die technische Basis, dann Sicherheit, dann Anwendungen, flankiert von Organisation und Energie-Themen. So entstehen Lösungen, die im Alltag funktionieren – nicht nur in Hochglanzpräsentationen.
Wenn du jetzt für dein Unternehmen denkst: „Wir müssten da eigentlich längst weiter sein“, dann ist das ein guter Moment, genau hinzuschauen. Starte mit deinen grössten Zeitfressern und Prozessbrüchen, ordne sie den DFC-Säulen zu und such dir dort gezielt Unterstützung.
Die entscheidende Frage für die nächsten Jahre lautet nicht: „Ob wir digitalisieren?“, sondern: „Wie schnell und wie klug?“