ALLPLAN 2026 & KI: Die Baustelle wird wirklich digital

KI für Marketing & Vertrieb: Der deutsche LeitfadenBy 3L3C

ALLPLAN 2026 verbindet BIM, KI und nachhaltiges Design zu durchgängigen Workflows – von Entwurf über Statik und Bewehrung bis zur Fertigteilplanung.

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ALLPLAN 2026 & KI: Die Baustelle wird wirklich digital

2024 lag die Produktivität der Bauwirtschaft in Österreich laut WIFO noch immer rund 20–30 % hinter anderen Branchen. Gleichzeitig steigen Materialpreise, Fachkräftemangel und der Druck zur CO₂-Reduktion. Genau an dieser Stelle wird Software wie ALLPLAN 2026 spannend – vor allem, wenn man ernsthaft über digitale Baustellen und KI im Bauwesen nachdenkt.

Die neue Version ist mehr als nur ein weiteres BIM-Update. Sie verbindet Modellierung, Analyse, Bewehrung, Fertigteilplanung und Kollaboration mit Automatisierung, KI-Unterstützung und Nachhaltigkeitsbewertung. Für österreichische Planungsbüros, Ingenieure, Fertigteilwerke und Bauunternehmen ist das ein Hebel, um Projekte schneller, präziser und transparenter abzuwickeln – von der Vorplanung bis zur Ausführung.

In diesem Beitrag schauen wir uns praxisnah an, wie ALLPLAN 2026 den gesamten Projektlebenszyklus unterstützt, welche Rolle KI und nachhaltiges Design spielen und wo sich gerade für Unternehmen in Österreich ganz konkrete Vorteile auf der Baustelle ergeben.

1. Warum integrierte Workflows zur Überlebensfrage werden

Die zentrale Stärke von ALLPLAN 2026 ist der durchgängige Workflow: Entwurf, Statik, Bewehrung, Fertigteilplanung und Bauausführung laufen im selben digitalen Ökosystem.

Für die Praxis bedeutet das:

  • weniger Medienbrüche zwischen Planung, Fertigteilwerk und Baustelle
  • weniger manuelle Nacharbeit nach Planänderungen
  • weniger Fehler durch doppelte Dateneingabe
  • mehr Transparenz in der Kommunikation mit Bauherr, Behörde und Partnern

Fragmentierte Prozesse kosten Geld – täglich

Viele österreichische Büros arbeiten noch so:

  • Entwurf in einem CAD-System
  • Statik in eigenen Insel-Lösungen
  • Fertigteilplanung wieder in einem anderen Tool
  • Datenübergabe an die Baustelle per PDF und E-Mail

Die Folge sind inkonsistente Datenstände und teure Schleifen: Änderungen an der Trasse, am Tunnelquerschnitt oder an der Bewehrung wandern nicht sauber durch alle Disziplinen. Genau hier setzt ALLPLAN 2026 an – mit:

  • zentralem BIM-Modell und erweiterten IFC4-/IFC4.3-Schnittstellen
  • IDS-basiertem Attributimport für bessere Datenqualität und Compliance
  • Cloud-Referenzen (IFC-XRef über BIMPLUS) für eine gemeinsame Datenumgebung
  • einem kostenlosen Model Viewer für alle, die nur schauen, nicht modellieren

Die Realität: Wer 10 % der Planungszeit durch klarere Workflows und weniger Nacharbeit einspart, gewinnt auf einem mittelgroßen Infrastrukturprojekt schnell Wochen im Terminplan.

2. Nachhaltiges Design: CO₂-Bewertung schon im Vorentwurf

Nachhaltigkeit ist in Österreich längst kein „Nice to have“ mehr. ÖGNB, klimaaktiv, EU-Taxonomie – überall geht es um CO₂, Lebenszyklus und Ressourceneffizienz. ALLPLAN 2026 bringt hier einen klaren Vorteil: Frühzeitige, datenbasierte Entscheidungen statt Bauchgefühl.

Preoptima CONCEPT: CO₂-Bilanz, bevor das BIM-Modell steht

Über die Integration von Preoptima CONCEPT lassen sich Massiv- oder Volumenmodelle direkt aus ALLPLAN exportieren, um:

  • den CO₂-Fußabdruck eines Entwurfs ohne fertiges BIM-Modell abzuschätzen
  • verschiedene Material- und Geometrie-Varianten zu vergleichen
  • den Lebenszyklus (Betrieb, Instandhaltung, Rückbau) mitzudenken

Typisches Szenario für ein Wiener Wohnbauprojekt:

  • Variante A: Massivbauweise mit Standardbeton
  • Variante B: Hybridbauweise mit höherem Vorfertigungsgrad
  • Variante C: andere Geschosshöhen, andere Hüllflächen

Statt rein über Baukosten zu diskutieren, liegen innerhalb von Stunden CO₂-Vergleiche auf dem Tisch. Bauherren, Städte und Länder verlangen diese Zahlen zunehmend – wer sie bereits in der Vorplanung liefern kann, ist klar im Vorteil.

GIS- und GeoPackage-Daten: Standortqualität realistisch bewerten

Mit GeoPackage DataExchange fließen GIS-Daten aus der EU direkt in ALLPLAN:

  • Höhenmodelle und Geländeinformationen
  • Flächennutzungs- und Raumordnungsdaten
  • Umwelt- und Lärminformationen

Gerade bei Infrastrukturprojekten – etwa neuen Gemeindestraßen, Ortsumfahrungen oder Radwegen – wird die Trassenfindung damit deutlich fundierter. Planer können schon in frühen Phasen beurteilen:

  • Welche Linienführung minimiert Erdbewegung und Versiegelung?
  • Wie wirkt sich die Lage auf Lärm und Umwelt aus?
  • Wo ist der Eingriff in bestehende Infrastruktur am geringsten?

3. KI-Assistent & digitale Kollaboration: Wissen dort, wo gearbeitet wird

Der neue AI-Assistent in ALLPLAN 2026 ist spannend für alle, die mit komplexen Normen und Workflows zu tun haben – also praktisch jede Planungsabteilung.

Was der KI-Assistent konkret bringt

Der Assistent, erreichbar über die Connect-Plattform, unterstützt:

  • bei Fragen zu Baunormen, AEC-Standards und Best Practices
  • mit Vorschlägen zur Raum- und Grundrissplanung
  • bei der Entwicklung von Codierungserweiterungen und Workflows

Er ist 24/7 in mehreren Sprachen verfügbar. Für ein mittelgroßes Büro heißt das: Ein Teil des Wissens, das bisher bei zwei erfahrenen Senior-Planern „im Kopf“ lag, wird direkt im Tool abrufbar.

KI ersetzt kein Ingenieurwissen, aber sie reduziert Suchzeiten dramatisch.

Statt 30 Minuten in Normen und Handbüchern zu blättern, bekommt man in Sekunden eine fundierte Richtung – und kann sich auf fachliche Entscheidungen konzentrieren.

Model Viewer & XRef-Manager: Alle sehen dasselbe Modell

Für die digitale Baustelle ist entscheidend, dass alle Beteiligten auf denselben Datenstand zugreifen:

  • Bauleiter:in auf der Baustelle
  • Projektsteuerung beim Auftraggeber
  • externe Prüfer und Fachplaner

Mit dem browserbasierten ALLPLAN Model Viewer können IFC-Modelle ohne lokale Installation visualisiert werden. In Kombination mit:

  • verbessertem XRef-Manager für klare Dateistrukturen
  • Cloud Reference über BIMPLUS als IFC-XRef-Typ

entsteht ein durchgängiger Informationsfluss. Für österreichische Projekte mit vielen KMU-Partnern ist das entscheidend: Niemand muss teure Volllizenzen kaufen, nur um das Modell zu sehen.

4. Architektur & Infrastruktur: Von Freiformtreppe bis Tunnelquerschnitt

ALLPLAN 2026 stärkt sowohl den Hochbau als auch die Infrastrukturplanung. Entscheidend ist, dass die Verbesserungen praktisch Zeit sparen und Fehler verringern.

Architektur: schneller vom Entwurf zur ausführungsreifen Planung

Wichtige Punkte für Architekturbüros:

  • Freiformtreppen lassen sich effizienter planen und anpassen
  • ein erweitertes Tool für mehrschichtige Decken unterstützt komplexe Aufbauten (Fundamente, Dämmung, Gelände)
  • die Modellierung von Oberflächen wird flexibler und genauer

Das zahlt sich aus bei:

  • anspruchsvollen Treppenhäusern in Wohnbauten oder Hotels
  • Projekten mit komplexen Geländesituationen, etwa alpinen Lagen
  • Sanierungen, bei denen Bestands- und neue Schichten kombiniert werden

Weniger manuelle 2D-Nacharbeit, mehr konsistente 3D-Basis – und damit weniger Überraschungen auf der Baustelle.

Infrastruktur: parametrische Tunnel, Ebenen & Kreuzungen

Für Ingenieur- und Infrastrukturplaner sind die Neuerungen besonders relevant:

  • Parametrische Tunnelmodellierung kombiniert Trasse, Querschnitte, Bauphasen und Instandhaltung
  • die erweiterte Ebenenverwaltung erleichtert komplexe Projekte mit vielen Bauteilen
  • ein vereinheitlichtes Tool für die Geländemodellierung verbessert Erdbauprozesse
  • parametrische Straßenkreuzungen bilden realistische Kreuzungsgeometrien mit weniger Handarbeit ab

Gerade bei Projekten wie Ortsdurchfahrten, Landesstraßen oder kleineren Tunnelbauvorhaben in Österreich senkt das den Aufwand signifikant. Änderungen am Längsprofil laufen automatisiert in Querschnitte und Kreuzungen – statt jede Ansicht einzeln nachzuzeichnen.

5. Statik, Bewehrung und Fertigteile: Wo Automatisierung richtig Geld spart

Der größte Hebel für Produktivität im Bau liegt dort, wo viele wiederkehrende, fehleranfällige Detailaufgaben anfallen: Statik, Bewehrung und Fertigteilplanung.

Statische Analyse: vom SAF-Import zum 3D-Analysemodell

ALLPLAN 2026 verbessert die Verbindung zu FRILO und anderen Statiktools:

  • SAF-Dateien können in BIMPLUS eingelesen und direkt als 3D-Analysemodell visualisiert werden
  • Übergabe an den FRILO BIM Connector erfolgt ohne Medienbruch
  • neue Tools für mobile Lasten und Fußgängerbelastungen erweitern die Analyse

Für Brücken, Stege, Tribünen oder Fußgängerzonen in Bahnhöfen ist das ein deutlicher Qualitätsgewinn. Lastfälle, die früher mit viel Aufwand simuliert wurden, lassen sich schneller und reproduzierbarer abbilden.

Bewehrungsplanung: Automatisierung, wo sie wirklich Sinn macht

In der Bewehrung liefert ALLPLAN 2026 spürbare Arbeitserleichterung:

  • Automatisierte Stützenbewehrung übernimmt Layouts direkt aus Analyse und Entwurf
  • verbesserte Workflows für die Wandbewehrung beschleunigen die Detaillierung
  • höhere Präzision bei kreisförmigen und spiralförmigen Strukturen
  • Platzierung der Bewehrung direkt in isometrischen Ansichten

Das reduziert Fehler bei Projekten wie:

  • Kreisverkehren mit Stahlbetonwänden
  • Silos, runden Wassertanks und Behältern
  • komplexen Treppenhäusern oder Kernzonen in Hochhäusern

Weniger Kollisionen, besseres Attribut-Management – und damit weniger Improvisation auf der Baustelle.

Fertigteilplanung & Stahlbau: durchgängiger vom Modell zur Produktion

Für Fertigteilwerke und Stahlbauer ist ALLPLAN 2026 besonders interessant, weil Entwurf und Fertigung enger zusammenrücken:

  • regelbasierte Bemaßung generiert produktionsreife Zeichnungen automatisch
  • lokale Ansichten werden bei Änderungen automatisch neu bemaßt
  • anpassbare Mengenermittlung liefert Stücklisten für ERP-Systeme und Kunden
  • benutzerdefinierte Profile und intelligente Verbindungen unterstützen den Stahlbau

In der Praxis bedeutet das:

  • weniger manuelle Detailarbeit in der Ausführungsplanung
  • weniger Rückfragen zwischen Planungsbüro und Werk
  • stabilere Schnittstelle zur Produktion (weniger Ad-hoc-Korrekturen)

Gerade österreichische Fertigteilhersteller, die mit knappen Margen arbeiten, können so Mitarbeiter von repetitiver Detailarbeit entlasten und Kapazität für technische Klärungen und Optimierungen freimachen.

6. Was heißt das konkret für die digitale Baustelle in Österreich?

Für die Kampagne „KI in der österreichischen Bauindustrie: Digitale Baustellen“ ist ALLPLAN 2026 ein sehr gutes Beispiel, wie sich Theorie in Praxis übersetzen lässt.

Drei direkte Nutzen für Unternehmen:

  1. Bessere Zusammenarbeit im Projektteam
    Architekt:in, Statik, Fertigteilwerk und Bauleitung arbeiten auf einem gemeinsamen digitalen Modell. Fehler durch Datenbrüche werden reduziert.

  2. Mehr Planungs- und Ausführungssicherheit
    Parametrische Modelle, automatisierte Bewehrung und regelbasierte Bemaßung verringern das Risiko von Planungsfehlern und Nachträgen.

  3. Nachhaltige und förderfähige Projekte
    Frühzeitige CO₂-Bewertung und GIS-Integration erleichtern die Erfüllung von ESG-Vorgaben, klimaaktiv-Kriterien und öffentlichen Förderbedingungen.

Wer heute in Österreich seine Baustellen wirklich digitaler machen will, kommt an integrierten BIM-Workflows und KI-gestützten Tools nicht mehr vorbei. ALLPLAN 2026 zeigt, wie das konkret aussehen kann – ohne Science-Fiction, sondern mit Funktionen, die ab heute produktiv einsetzbar sind.

Wer den nächsten Schritt gehen möchte, sollte prüfen:

  • Wo entstehen aktuell die meisten Planungsfehler und Medienbrüche?
  • Welche Workflows (z.B. Bewehrung, Fertigteile, Tunnel, Kreuzungen) lassen sich kurzfristig automatisieren?
  • Wie kann KI-Unterstützung im Büroalltag eingeführt werden, ohne das Team zu überfordern?

Die Unternehmen, die diese Fragen 2025 klar beantworten, werden 2026 auf der Baustelle spürbar entspannter arbeiten.

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