Vibe Coding aus der Schweiz: Exkalibur.ai fĂĽr Industrie & Handel

KI in der Schweizer Industrie: Präzision mit Intelligenz••By 3L3C

Exkalibur.ai bringt Vibe Coding in die Schweiz: KI-generierte Anwendungen aus natürlicher Sprache, mit Datensouveränität – ideal für Industrie und Handel.

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Warum Exkalibur.ai fĂĽr die Schweizer Industrie spannend ist

Entwicklungsprojekte in Schweizer Unternehmen dauern oft Monate, kosten sechsstellige Beträge und sind chronisch unterbesetzt. Gleichzeitig wächst der Druck: kürzere Entwicklungszyklen, mehr Individualisierung, höhere Qualitätsanforderungen – besonders in der Schweizer Präzisionsindustrie und im Detailhandel.

Hier kommt Exkalibur.ai ins Spiel, eine neue Schweizer Plattform für sogenanntes Vibe Coding: Aus einer Beschreibung in natürlicher Sprache entsteht automatisch eine lauffähige Webanwendung – inklusive Design, Architektur und Deployment. Und das mit Datenhaltung in der Schweiz.

In dieser Ausgabe unserer Serie «KI in der Schweizer Industrie: Präzision mit Intelligenz» schauen wir uns an, was hinter Exkalibur.ai steckt, wie es funktioniert und warum der Ansatz für Hersteller, Logistiker und Einzelhändler hochinteressant ist.


Was Exkalibur.ai konkret leistet

Exkalibur.ai ist eine SaaS-Plattform aus Porrentruy, entwickelt von Digital Solutions. Die Idee:

Von der Idee zur fertigen Anwendung in wenigen Minuten – allein über Sprache oder Text.

Von der Beschreibung zur Anwendung

Der Ablauf ist relativ simpel:

  1. Beschreibung eingeben – schriftlich oder per Sprache: z.B. „Ein internes Tool zur Erfassung von Maschinenstillständen mit Auswertung nach Linie, Schicht und Ursache“.
  2. KI-gestützte Generierung – die Plattform erstellt in Echtzeit:
    • UI-Design
    • Backend-Logik
    • Datenbankstruktur
    • technische Architektur
  3. Automatischer Rollout – die Anwendung wird direkt bereitgestellt und kann genutzt, angepasst oder in bestehende Systeme integriert werden.

Wichtig für Unternehmen: Der generierte Code gehört dem Kunden. Er kann exportiert, intern weiterentwickelt und auf eigener Infrastruktur betrieben werden.

Preismodell und Betrieb

Exkalibur.ai arbeitet mit einem Token-System:

  • Jede Anwendung „verbraucht“ Tokens, abhängig von der Komplexität.
  • Einstiegspreis liegt bei 19 CHF fĂĽr eine einfache App.
  • Ein optionales Abo deckt Wartung und Updates der generierten Anwendungen ab.

Beim Betrieb ist das Thema Souveränität zentral:

  • Hosting in Schweizer Rechenzentren
  • Alternativ: Installation auf internen Servern oder lokaler Infrastruktur
  • Keine Monetarisierung der Kundendaten, Fokus auf Datenschutz und Schweizer Compliance

Für Branchen wie MedTech, Maschinenbau, Banken, Versicherer oder den Schweizer Detailhandel ist genau diese Kombination aus KI-Automatisierung und Datensouveränität ein starkes Argument.


Vibe Coding: Warum Sprache plötzlich zur Programmiersprache wird

Vibe Coding bezeichnet die Idee, Software aus einer Stimmung bzw. Absicht heraus mit natĂĽrlicher Sprache zu beschreiben, statt mit klassischem Code zu arbeiten.

Was macht Vibe Coding anders als Low-Code?

Low-Code-Plattformen kennen wir seit Jahren. Der Unterschied zu Exkalibur.ai und ähnlichen KI-Werkzeugen:

  • Low-Code: Der Nutzer klickt Oberflächen zusammen, konfiguriert Workflows, lernt die Plattformlogik.
  • Vibe Coding mit KI: Der Nutzer beschreibt, was er braucht. Die KI entscheidet, wie es technisch umgesetzt wird.

Das senkt die Einstiegshürde enorm – gerade für Fachabteilungen in Produktion, Qualitätssicherung, Logistik oder Filialorganisation, die keine Zeit haben, erst eine Plattform zu erlernen.

Beispiel aus der Präzisionsindustrie

Nehmen wir einen Fertiger von Präzisionsteilen im Jura:

  • Problem: Qualitätsdaten werden noch in Excel gefĂĽhrt, Auswertungen erfolgen manuell, Ursachenanalysen dauern Tage.
  • Ansatz mit Exkalibur.ai:
    • Beschreibung eingeben: „Qualitätsdashboard fĂĽr Drehteile mit Anzeige von Ausschuss pro Maschine, Los und Operator; Ampellogik bei Ăśberschreitung von Toleranzen; Export fĂĽr QS-Reports.“
    • Die Plattform generiert eine Web-App, die Messdaten visualisiert, Filter anbietet und Reports erstellt.

Der Digitalisierungsverantwortliche spart sich die komplette „erste Runde“ Spezifikation–Ausschreibung–Prototyp–Nachbesserung und hat innerhalb von Stunden etwas, das mit realen Daten getestet werden kann.


Praktische Einsatzszenarien fĂĽr Industrie und Handel

Die Stärke von Exkalibur.ai liegt nicht in der Entwicklung komplexer ERP-Systeme, sondern in der schnellen Erstellung von Spezialwerkzeugen, die sonst oft nie umgesetzt werden.

1. Qualitätskontrolle & Traceability

In der Schweizer Präzisionsindustrie ist Nachvollziehbarkeit Pflicht. Typische Use Cases:

  • Digitale Erfassung von PrĂĽfprotokollen an der Linie
  • Traceability-Apps, die Seriennummern mit Chargen, Maschinen und PrĂĽfstatus verknĂĽpfen
  • Dashboards fĂĽr ErststĂĽckfreigaben oder SPC-Auswertungen

Mit Vibe Coding können QS-Teams beschreiben:

„Ich brauche eine App, in der der Mitarbeiter an der Maschine das Teil scannt, Messwerte eingibt, Fotos von Auffälligkeiten anhängt und die Daten automatisch an die QS übermittelt werden.“

Die Plattform erstellt Oberfläche, Datenmodell und Basislogik, statt dass ein Entwicklerteam Wochen mit Formular-Design und Datenbanktabellen verbringt.

2. Vorausschauende Wartung & Shopfloor-Transparenz

Viele Unternehmen sammeln bereits Sensordaten, nutzen sie aber kaum. Exkalibur.ai kann helfen, leichte Anwendungen um diese Daten herum zu bauen:

  • Apps zur Meldung von Störungen mit Kategorisierung nach Ursache
  • Frontends fĂĽr Wartungspläne, die aus bestehenden Systemen Daten anzeigen
  • einfache Tools, um Machine-Learning-Ergebnisse (z.B. Restlebensdauer) fĂĽr Instandhalter sichtbar zu machen

Gerade bei Predictive Maintenance ist die Lücke selten das Modell, sondern die fehlende Benutzeroberfläche im Alltag der Techniker. Vibe Coding schliesst genau diese Lücke.

3. Prozessoptimierung im Schweizer Detailhandel

Die Kampagne „KI für Schweizer Einzelhandel: Retail Innovation“ zielt genau auf solche Anwendungsfälle:

  • Filialprozesse: Apps zur Erfassung von RegallĂĽcken, Retouren oder Verderb mit automatischer Auswertung pro Filiale.
  • Lager & Logistik: Tools fĂĽr Kommissionier-Qualität, manuelle Bestandskorrekturen, Fotodokumentation bei Warenschäden.
  • Kundenservice: Kleine Web-Apps fĂĽr Terminbuchung, Click&Collect-Koordination oder Promotions-Feedback.

Exkalibur.ai kann hier als Brücke zwischen Zentrale und Filiale dienen: Fachverantwortliche formulieren den Bedarf („wir brauchen eine Anwendung, in der Filialleiter wöchentlich ihre Aktionsflächen dokumentieren…“), die Plattform erstellt schnell ein Tool, das später von der IT-Abteilung gehärtet und integriert wird.


Wie sich Exkalibur.ai in bestehende IT-Landschaften einfĂĽgt

Viele KI-Tools scheitern nicht an der Technologie, sondern an Integration, Governance und Security. Exkalibur.ai adressiert diese Punkte explizit.

Enterprise Ready – was heisst das konkret?

Nach Angaben von Digital Solutions wurde die Architektur so konzipiert, dass sie in kritische Umgebungen integrierbar ist – genannt werden ausdrücklich Banken und Spitäler. Übertragen auf Industrie und Handel bedeutet das:

  • Anbindung an bestehende Identity- und Access-Management-Systeme
  • Betrieb im Schweizer Cloud- oder On-Prem-Umfeld
  • Trennung von Entwicklungs- und Produktionsumgebungen
  • Nachvollziehbarkeit der generierten Artefakte

Für CIOs, die KI-Generierung in die Unternehmens-IT holen wollen, ist das entscheidend. Niemand will eine Schatten-IT aus „KI-bastelten Tools“, deren Herkunft unklar ist.

Rollenmodell: Wer macht was?

Ich habe bei erfolgreichen Einführungen von ähnlichen Plattformen gesehen, dass ein klares Zusammenspiel funktioniert:

  • Fachabteilungen: formulieren Anforderungen in natĂĽrlicher Sprache, validieren Prototypen, testen mit echten Nutzern.
  • IT / Digital Unit: verantwortet Plattformbetrieb, Sicherheitsrichtlinien, Datenanbindung, Code-Review der generierten Anwendungen.
  • Management: definiert Leitplanken, in welchen Bereichen Vibe Coding erwĂĽnscht ist (z.B. interne Tools ja, kundenkritische Prozesse erst nach Review).

So wird aus Exkalibur.ai kein Ersatz für Entwickler, sondern ein Beschleuniger für genau die Projekte, die sonst immer „nach hinten geschoben“ werden.


Souveränität, Datenschutz und Schweizer Standortvorteil

Die Diskussion um digitale Souveränität ist in der Schweiz keine Theorie mehr, sondern längst strategisches Thema – insbesondere bei Industrieunternehmen mit Schutzrechten, Rezepturen oder sensiblen Produktionsdaten.

Exkalibur.ai setzt hier klare Akzente:

  • Datenstandort Schweiz als Standard
  • keine Weitergabe oder Monetarisierung von Nutzungs- und Anwendungsdaten
  • Optionen fĂĽr besonders sensible Umgebungen (z.B. On-Premises)

Für viele Firmen ist das die Voraussetzung, überhaupt über KI-gestützte Entwicklungsplattformen nachzudenken. Gerade wenn es um Betriebsdaten, Qualitätsdaten oder Kundendaten im Handel geht, ist ein Schweizer Anbieter mit lokaler Hosting-Option ein deutlicher Pluspunkt gegenüber globalen Hyperscalern.


Wie Sie den Einstieg mit Exkalibur.ai strategisch angehen

Wer Vibe Coding nutzen will, sollte nicht einfach „ein bisschen herumprobieren“, sondern gezielt starten. Drei Schritte haben sich als pragmatischer Weg bewährt:

1. Geeignete Pilotfälle auswählen

Gut geeignet sind:

  • klar abgegrenzte Prozesse mit MedienbrĂĽchen (Papier, Excel, E-Mail)
  • interne Tools ohne direkten Kundenzugang
  • Bereiche mit hohem manuellem Reporting-Aufwand

Beispiele:

  • Erfassung von UmrĂĽstzeiten und Störungen in der Fertigung
  • digitale SchichtĂĽbergaben in Produktion oder Filiale
  • einfache QS-Checklisten mit Foto-Funktion

2. Fachanwender aktiv einbinden

Der Mehrwert entsteht, wenn Fachwissen direkt in der Beschreibung steckt. Statt ein klassisches Lastenheft zu schreiben, formulieren Fachleute ihren Bedarf direkt in Exkalibur.ai – gern iterativ:

  • Version 1: Grobe Beschreibung
  • Version 2: Ergänzung von Feldern, Auswertungen, Rollen
  • Version 3: Feinschliff nach erstem Praxistest

So nähern Sie sich sehr schnell einer Lösung, die die Realität im Betrieb wirklich trifft.

3. Governance & Qualität definieren

Damit das skalierbar bleibt, braucht es ein schlankes Rahmenwerk:

  • Wann darf eine App produktiv genutzt werden?
  • Wer prĂĽft Security, Datenschutz und Integrationen?
  • Wie werden generierte Apps dokumentiert?

Die gute Nachricht: Weil der Code dem Kunden gehört, können bestehende Code-Review- und Testprozesse weiterverwendet werden. Die KI nimmt Arbeit ab, nicht Verantwortung.


Ausblick: KI als Standardwerkzeug der Schweizer Präzisionswirtschaft

Exkalibur.ai zeigt, wie KI in der Schweizer Industrie und im Handel konkret Mehrwert schafft: weniger Spezifikationsrunden, schnellere Prototypen, mehr Freiraum fĂĽr Ingenieure und Entwickler, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Für die Schweizer Präzisionsindustrie bedeutet das:

  • schneller reagierende Qualitätsprozesse
  • flexible digitale Werkzeuge entlang der gesamten Wertschöpfungskette
  • bessere Nutzung vorhandener Produktions- und Sensordaten

Für den Schweizer Detailhandel eröffnet Vibe Coding die Möglichkeit, filialnahe Prozesse viel schneller zu digitalisieren und lokale Besonderheiten abzubilden – ohne jahrelange IT-Projekte.

Wer KI heute nur als Thema für Chatbots und Marketing sieht, greift zu kurz. Die spannendsten Effekte entstehen dort, wo Fertigung, Logistik und Verkauf gemeinsam mit der IT solche Plattformen nutzen, um ihre Arbeit präziser, transparenter und effizienter zu machen.

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, ein kleines, aber konkretes Experiment zu starten – und zu testen, wie sich natürliche Sprache in Ihrem Unternehmen schon 2026 in funktionierende Software verwandeln kann.