Exkalibur & KI: Wie Vibe Coding Schweizer Retail beschleunigt

KI in der Schweizer Industrie: Präzision mit Intelligenz••By 3L3C

Exkalibur zeigt, wie KI-gestütztes Vibe Coding Software in Minuten baut. Was der Schweizer Retail daraus für Bestände, Pricing und Customer Insights lernen kann.

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Exkalibur & KI: Wie Vibe Coding Schweizer Retail beschleunigt

2025 ist das Jahr, in dem Schweizer Firmen gemerkt haben: KI ist kein Laborprojekt mehr, sondern ein Produktivitätswerkzeug. Während Grosskonzerne an komplexen Plattformen bauen, zeigt ein KMU aus dem Jura sehr konkret, wohin die Reise geht: mit vibe coding und natürlicher Sprache direkt zu lauffähiger Software.

Dieser Ansatz ist nicht nur spannend für Entwickler. Er ist hochrelevant für den Einzelhandel, der mit dünnen Margen, Fachkräftemangel und ständigem Innovationsdruck kämpft. Wer heute in der Filiale oder im E‑Commerce noch monatelang auf individuelle Tools wartet, verliert Geschwindigkeit – und damit Umsatz.

In diesem Beitrag schauen wir uns die Schweizer Plattform exkalibur.ai an, ordnen sie in die Serie „KI in der Schweizer Industrie: Präzision mit Intelligenz“ ein und übersetzen das Prinzip auf Retail-Anwendungen: von Bestandsmanagement über Pricing bis hin zu Customer Insights.


Was exkalibur.ai konkret kann – in Klartext

Exkalibur.ai ist eine SaaS-Plattform aus Porrentruy, die aus einer Beschreibung in natĂĽrlicher Sprache eine fertige Webanwendung erzeugt.

Der Ablauf ist erstaunlich simpel:

  1. Beschreibung eingeben – schriftlich oder mündlich (z.B. „Ich brauche ein Dashboard für meine Filialbestände mit Warnungen bei Unterbeständen“).
  2. KI analysiert & entwirft – Design, Architektur und Code werden in Echtzeit generiert.
  3. Automatisches Deployment – die Anwendung wird direkt bereitgestellt.
  4. Code gehört dem Kunden – er kann angepasst, exportiert oder auf eigener Infrastruktur betrieben werden.

Die Abrechnung läuft über ein Token-Modell:

  • Einstieg ab etwa 19 CHF fĂĽr eine einfache Anwendung
  • höherer Verbrauch bei komplexeren Projekten
  • optionales Abo fĂĽr Wartung und Updates

Getestet wurde die Plattform bereits bei PME, Spitälern und öffentlichen Verwaltungen, vor allem für interne Tools und Prototypen. Digital Solutions betont ausdrücklich: Das Ziel ist Beschleunigung, nicht das Ersetzen von Entwicklern.

„Wir sehen exkalibur.ai als Mittel, Projekte zu beschleunigen, ohne die Arbeit der Entwickler zu ersetzen.“ – Thomas Engler, Director Development

Gerade für die Schweizer Industrie und den Retail ergibt das Sinn: KI übernimmt Routinen, Menschen kümmern sich um Fachlogik, Prozessdesign und Qualität.


Vibe Coding: Warum natĂĽrliche Sprache ein Produktionsfaktor wird

Der entscheidende Punkt bei exkalibur.ai ist nicht nur KI im Hintergrund, sondern die Schnittstelle: natürliche Sprache. Das verändert, wer Softwareprojekte überhaupt starten kann.

Vom Lastenheft zum gesprochenen „Wunschzettel“

Traditionell sieht ein kleines IT-Projekt im Handel so aus:

  • Fachabteilung formuliert Anforderungen
  • langwierige Abstimmungen mit IT / externem Dienstleister
  • Umsetzung ĂĽber Wochen oder Monate

Mit Vibe Coding passiert Folgendes:

  • Filialleiterin, Category Manager oder Logistikverantwortlicher beschreibt direkt das gewĂĽnschte Tool
  • die KI generiert einen ersten, lauffähigen Prototypen in Minuten
  • danach wird iterativ verfeinert – idealerweise mit UnterstĂĽtzung der IT

Das verschiebt die Rolle der IT im Unternehmen: Weg von „Ticket-Fabrik“, hin zu Architekt, Qualitätskontrolle und Governance.

Warum das perfekt zur Schweizer Präzisionskultur passt

Die Serie „KI in der Schweizer Industrie: Präzision mit Intelligenz“ dreht sich darum, wie Unternehmen präzise, wiederholbare Prozesse mit KI intelligent erweitern. Vibe Coding ist genau das:

  • Präzision: Anforderungen werden Schritt fĂĽr Schritt konkretisiert, die KI setzt sie schnell um.
  • Intelligenz: Standardmuster (z.B. CRUD-Apps, Dashboards, Formulare) sind bereits „eingelernt“ und werden automatisch korrekt gebaut.

Für Schweizer Unternehmen mit hohem Qualitätsanspruch ist das attraktiv – wenn Governance, Datensicherheit und Architektur stimmen. Exkalibur adressiert das mit:

  • Datenhosting in der Schweiz
  • Optionen fĂĽr On-Premises oder lokale Infrastruktur
  • Fokus auf Souveränität und keine Datenmonetarisierung

Was der Schweizer Retail konkret aus Exkalibur lernen kann

Die spannende Frage ist nicht: „Soll ich exakt diese Plattform nutzen?“ Die spannendere Frage ist: „Welche Retail-Prozesse könnte ich mit einem ähnlichen KI-Ansatz massiv beschleunigen?“

1. Bestandsmanagement & Nachschubplanung

Ein typisches Problem im Einzelhandel: Excel-Wildwuchs, Insel-Tools, manuelle Auswertungen. Mit einem Vibe-Coding-Ansatz lassen sich in kurzer Zeit maĂźgeschneiderte Tools bauen, zum Beispiel:

  • Dashboard, das alle Filialbestände zusammenfĂĽhrt
  • Farbcodierte Warnungen bei Unter- oder Ăśberbestand
  • einfache Web-Formulare fĂĽr Korrekturbuchungen

Ein Category Manager könnte sagen:

„Erstelle mir eine Web-App, die mir pro Filiale die Top 50 SKU nach Abverkauf zeigt, Bestände in Rot markiert, wenn sie unter 3 Verkaufstagen liegen, und mir einen Excel-Export bereitstellt.“

Die KI baut das GrundgerĂĽst, die IT prĂĽft Datenanbindung, Performance und Rechtekonzept.

2. Preis- und Aktionssteuerung

Dynamic Pricing muss nicht gleich vollautomatisch und hochkomplex sein. Viele Händler würden schon profitieren von:

  • einem einfachen Aktionsplaner mit Kalender, Filialansicht, Genehmigungsworkflow
  • einer Preisänderungs-App, die Plausibilitätschecks und Marge vor/nach Anpassung anzeigt

Mit Vibe Coding lassen sich solche Tools innerhalb weniger Tage statt Monate aufsetzen – und später professionell weiterentwickeln.

3. Customer Insights & Filialreports

Viele Retailer sitzen auf Daten, haben aber keine Zeit oder Kapazität für jedes Reporting ein BI-Projekt aufzusetzen. Vibe Coding kann helfen bei:

  • Dashboards fĂĽr Filialleiter (Umsatz, Frequenz, Conversion, Retouren)
  • einfachen NPS- oder Kundenfeedback-Tools fĂĽr Mitarbeiter
  • Ad-hoc-Tools fĂĽr A/B-Tests in Kampagnen

Wieder das Muster: Fachabteilung beschreibt, KI generiert, IT härtet ab.


Souveräne KI-Plattformen: Warum Standort und Governance zählen

FĂĽr den Schweizer Retail ist ein Punkt bei KI-Plattformen zentral: Wo liegen die Daten und wer hat Zugriff? Gerade mit Kunden-, Zahlungs- und Bewegungsdaten ist der regulatorische und reputative Druck hoch.

Exkalibur setzt genau hier an:

  • Hosting in der Schweiz
  • keine Monetarisierung von Kundendaten
  • Varianten fĂĽr Cloud, interne Server oder lokale Infrastruktur

FĂĽr Handelsunternehmen bedeutet das:

  • Weniger Compliance-Reibung mit Datenschutz, Rechtsabteilung und Betriebsrat
  • bessere Argumente gegenĂĽber Kunden (Stichwort Vertrauen)
  • langfristig mehr strategische Unabhängigkeit von grossen Hyperscalern

Ich bin überzeugt: Souveräne KI wird für den Schweizer Markt ein echter Wettbewerbsvorteil. Wer früh auf Lösungen setzt, die in bestehende Governance-Modelle passen, spart sich später teure Umbauten.


Wie Retailer praktisch einsteigen können – ohne Chaos in der IT

KI-Projekte scheitern selten an der Technologie, sondern fast immer an Erwartungsmanagement und fehlender Struktur. Hier ein pragmatischer Fahrplan, wie ein Händler aus den Lehren von exkalibur.ai Kapital schlagen kann.

Schritt 1: Ein klar abgegrenztes Pilotprojekt wählen

Geeignete Kandidaten sind:

  • interne Tools ohne direkten Kundenzugang
  • klar messbarer Nutzen (z.B. Zeitersparnis in Stunden pro Woche)
  • ĂĽberschaubare Nutzerzahl (z.B. 10–50 Personen)

Typische Beispiele:

  • Tool fĂĽr Filialinventur-Vorbereitung
  • internes Mängel- und Reparatur-Tracking fĂĽr Filialen
  • simple Promotions-Dokumentation (Wer macht welche Aktion wo?)

Schritt 2: Fachabteilung + IT als Tandem

Vibe Coding lädt dazu ein, „einfach mal loszubauen“. Das ist verlockend, führt aber schnell zu Schatten-IT.

Besser:

  • Fachbereich beschreibt den Use Case in Alltagssprache
  • KI erzeugt den ersten Prototypen
  • IT prĂĽft Architektur, Sicherheit, Schnittstellen
  • dann erst wird produktiv gerollt

So bleibt die Präzision der Schweizer Industrie gewahrt, während die Intelligenz der KI Produktivität bringt.

Schritt 3: Messen, dokumentieren, skalieren

Wer Exkalibur-ähnliche Plattformen nutzt, sollte früh Kennzahlen definieren:

  • Wie viele Stunden manueller Arbeit spart das Tool?
  • Wie stark sinken Fehlerquoten (z.B. bei Beständen)?
  • Wie schnell kann ein neuer Prototyp bereitgestellt werden?

Diese Zahlen sind Gold wert, wenn es darum geht, KI im Unternehmen strategisch zu verankern – und intern Budgets zu rechtfertigen.


Ausblick: Vom Prototyp zur KI-gestĂĽtzten Retail-Plattform

Exkalibur.ai ist ein gutes Beispiel dafür, wie Schweizer KI-Innovation ganz praktisch aussieht: weg von Buzzwords, hin zu Werkzeugen, die Probleme in Stunden statt Wochen adressieren – und dabei Datenhoheit in der Schweiz sichern.

FĂĽr den Einzelhandel heisst das:

  • NatĂĽrliche Sprache wird zur neuen Schnittstelle zwischen Fachabteilung und IT.
  • Vibe Coding reduziert die HĂĽrde, digitale Ideen zu testen.
  • Souveräne KI-Plattformen passen zur Schweizer Kultur von Präzision, Datenschutz und Verlässlichkeit.

Wer heute mit kleinen, gut gewählten Projekten startet, baut sich einen Vorsprung auf – nicht nur technologisch, sondern organisatorisch. Die spannende Frage für 2026 lautet daher weniger: „Welche KI-Plattform ist die richtige?“, sondern:

Welche Retailprozesse wollen Sie als erste so präzise beschleunigen, dass Ihre Konkurrenz nur noch hinterherkommt?