BKI Positionen 13 liefert aktuelle Baupreise 2025/2026 – die perfekte Datenbasis für BIM, AVA und KI auf der Baustelle 4.0. So nutzen Planer und Unternehmen das Tool.
Warum 2026 niemand mehr mit „Bauchgefühl“ kalkulieren sollte
In vielen Bauunternehmen entscheidet noch immer der erfahrenste Bauleiter aus dem Kopf, ob ein Angebot „passt“. Das hat jahrzehntelang funktioniert – bis Baupreise in wenigen Jahren um 30–40 % schwankten und Nachträge zur täglichen Realität wurden.
Gerade jetzt, zum Jahreswechsel 2025/2026, merken Planer und Ausführende: Wer Baukosten nicht datenbasiert steuert, verliert Marge, Zeit und Vertrauen beim Bauherrn. Genau hier setzen digitale Werkzeuge und KI-gestützte Prozesse der Baustelle 4.0 an – und aktuelle, verlässliche Baupreise sind das Fundament.
Mit der neuen Software „BKI Positionen 13“ stellt das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern ein Werkzeug bereit, das nicht nur Baupreise 2025/2026 liefert, sondern sich perfekt in moderne AVA-, BIM- und perspektivisch auch KI-Workflows integrieren lässt.
In diesem Beitrag zeige ich, warum diese Datenbasis für KI in der deutschen Bauindustrie so wichtig ist, wie Sie „BKI Positionen 13“ konkret in Planung und Ausschreibung nutzen können und wo daraus echte Wettbewerbsvorteile für Ihr Büro oder Ihr Bauunternehmen entstehen.
Was „BKI Positionen 13“ für Planung und Ausschreibung leistet
„BKI Positionen 13“ ist faktisch eine datengetriebene Baupreis-Plattform, optimiert für Ausschreibung, Kostenplanung und Terminplanung.
Die wichtigsten Funktionen im Ăśberblick:
- Ăśber 30.000 aktuelle Baupreise aus abgerechneten Bauvorhaben
- 100 Leistungsbereiche – vom Rohbau über Ausbau bis TGA und Freianlagen
- Statistische Baupreise mit Min-/Mittel-/Max-Werten pro Position
- Aktuelle Baupreisentwicklung im Markt berĂĽcksichtigt
- Regionale Baukostenfaktoren 2026 fĂĽr jeden Stadt- und Landkreis, inklusive Inseln sowie Faktoren fĂĽr Ă–sterreich und Europa
Das klingt zunächst nach „klassischer“ AVA-Unterstützung. In der Realität ist es mehr: Es ist eine strukturierte, qualitätsgesicherte Datenbasis, die sich hervorragend mit BIM und KI kombinieren lässt.
Warum die Min-/Mittel-/Max-Werte so wertvoll sind
Der größte Fehler in vielen Kostenberechnungen: Es wird mit einem einzigen Mittelwert gerechnet.
BKI stellt fĂĽr jede Position Markt-Preisspannen zur VerfĂĽgung:
- Mindestpreis (untere Marktgrenze)
- Mittelwert (typisches Marktniveau)
- Maximalpreis (obere Marktgrenze)
Damit lassen sich Szenarien abbilden:
- konservative Kalkulation (nahe Max-Wert fĂĽr frĂĽhe Projektphasen)
- realistische Angebotskalkulation (Mittelwert + Sicherheitszuschlag)
- Preisuntergrenze bei hartem Wettbewerb (nahe Min-Wert, aber bewusst)
Für KI-gestützte Kostenprognosen ist diese Spannen-Logik Gold wert: Trainierte Modelle können nicht nur einen Wert, sondern Risiko-Bänder ausgeben – genau das, was Bauherren heute verlangen.
Neue Leistungsbereiche: Baukosten-Update fĂĽr Energie, TGA und Klimaresilienz
„BKI Positionen 13“ bildet nicht einfach nur das Bekannte neu ab, sondern ergänzt genau die Leistungsbereiche, die 2026 in nahezu jedem Projekt eine Rolle spielen.
1. Zimmer- und Holzbau: Holzdächer und Hohlkastenelemente
Der Holzbau boomt – vom Einfamilienhaus bis zum mehrgeschossigen Wohnbau. Die neue Version enthält u. a.:
- Positionen für Holzdächer in verschiedenen Konstruktionsarten
- Hohlkastenelemente als tragende und dämmende Bauteile
Für Büros, die mit vorgefertigten Holzbauelementen planen oder hybride Tragwerke entwickeln, lässt sich der Kostenrahmen so deutlich präziser abbilden. In einer KI-gestützten Bemusterung könnte das System z. B. automatisch vergleichen, ob ein klassisches Massivdach oder ein Holzdach mit Hohlkastenelementen im jeweiligen Landkreis wirtschaftlicher ist.
2. TGA: Photovoltaik, Ladeinfrastruktur und Batteriespeicher
Klimaschutzgesetz, GEG, E-Mobilität – die TGA wird zur Kostentreiberin, wenn sie nicht sauber geplant wird. Neu sind u. a. Positionen für:
- Photovoltaikanlagen in verschiedenen Leistungsbereichen
- Ladestationen fĂĽr Elektrofahrzeuge (Einzellader, Ladeparks)
- Erweiterungen von Batteriespeichern
Das passt perfekt zum Ansatz Baustelle 4.0: Ein digitales Gebäudemodell, das von Beginn an mit realistischen Energie- und TGA-Kosten hinterlegt ist. KI-Tools können darauf aufsetzen und automatisch:
- Varianten mit unterschiedlichen PV-Größen vergleichen,
- die Wirtschaftlichkeit zusätzlicher Ladesäulen kalkulieren,
- Speicherkapazitäten gegenüber Lastprofilen bewerten.
3. Freianlagen: Regenwasserrückhaltung und Bewässerung
Extremwetter, Starkregen, Hitzeperioden – deutsche Kommunen und Bauherren müssen klimaresilient bauen. Neu in „BKI Positionen 13“ sind u. a.:
- Leistungen zur RegenwasserrĂĽckhaltung
- Bewässerungssysteme für Vegetationsflächen
- Regenwasserspeicher in verschiedenen Größen
Damit können Freianlagen nicht mehr „Pi mal Daumen“ gerechnet werden. Ein digitaler Zwilling der Außenanlagen – verknüpft mit BKI-Positionen – liefert belastbare Werte für Regenrückhaltung, Speichergrößen und Begrünung.
4. Dachbegrünung: Retentionselemente, Dränschichten, Drosseln
Gründächer sind längst Standard in vielen Bebauungsplänen. Neu sind genaue Positionen für:
- Retentionselemente zur Wasserspeicherung
- Dränschichten mit unterschiedlichen Leistungsdaten
- Drosseln zur Abflussbegrenzung
Das ermöglicht eine feine Kostendifferenzierung zwischen einfachem Extensivdach und hoch leistungsfähigen Retentionsdächern. In der Baustelle 4.0 lässt sich das mit Regendaten, Abflusskennwerten und BI-Modellen koppeln – die Grundlage für KI-gestützte Nachweise und Kostenprognosen.
Regionale Baukostenfaktoren als Schlüssel für präzise KI-Prognosen
Ein Bauunternehmen in MĂĽnchen kalkuliert anders als eines in Mecklenburg-Vorpommern. Trotzdem werden in vielen Tools immer noch bundesweite Durchschnittspreise verwendet.
„BKI Positionen 13“ geht einen anderen Weg und liefert Baukosten-Regionalfaktoren 2026:
- fĂĽr jeden Stadt- und Landkreis in Deutschland
- Inselfaktoren fĂĽr Nord- und Ostsee
- ergänzend Faktoren für Österreich und Europa
Konkreter Nutzen in der Praxis
- Ein Architekturbüro in Stuttgart kann früh simulieren, wie sich ein identisches Projekt in Leipzig oder Hamburg kostenmäßig auswirkt.
- Ein Generalunternehmer mit mehreren Niederlassungen steuert Verkaufspreise standortspezifisch und reduziert Fehlkalkulationen.
- Ein KI-System, das Mengen aus BIM-Modellen ausliest, kann automatisch regionale Faktoren anwenden und so realistische Kostenspannen pro Standort ausgeben.
Für KI in der deutschen Bauindustrie sind solche strukturierten Regionaldaten essenziell. KI ist nur so gut wie die Daten, die sie bekommt – und regionale Baupreise sind einer der größten Hebel, um Prognosen praxisnah zu machen.
Qualitätssicherung: Warum geprüfte Texte für KI wichtiger sind als je zuvor
Baukosten hängen nicht nur vom Preis, sondern auch von der genauen Leistungsbeschreibung ab. Zwei scheinbar ähnliche Positionstexte können am Ende völlig unterschiedliche Qualitäten, Ausführungsstandards und Folgekosten bedeuten.
„BKI Positionen 13“ setzt hier auf ein zweistufiges Qualitätskonzept:
- Fachkundige Autoren mit Praxiswissen formulieren die Leistungsbeschreibungen.
- Externe Qualitätskontrolle durch Fachverbände – neu dabei: der Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes.
Das Ergebnis sind standardisierte, belastbare Positionstexte. FĂĽr moderne Tools ist das enorm wichtig:
- AVA-Software nutzt diese Texte fĂĽr automatisierte Leistungsverzeichnisse.
- BIM-Systeme können sie über GUIDs eindeutig zu Bauteilen zuordnen.
- KI-Modelle brauchen konsistente, saubere Textstrukturen, um später sinnvolle Vorschläge, Vergleiche oder Optimierungen machen zu können.
Kurz gesagt: Ohne saubere Leistungsdaten ist jede KI nur ein Ratespieler.
GAEB 3.3, BIM und KI: So fĂĽgt sich BKI nahtlos in Ihre Software-Landschaft
Für die Baustelle 4.0 reicht es nicht, wenn Software „irgendwie“ digital ist. Sie muss sprechen können – mit AVA, BIM, Kalkulation, Controlling und perspektivisch auch mit KI-Diensten.
„BKI Positionen 13“ unterstützt dafür zentrale Schnittstellen:
GAEB-Schnittstelle mit BIM-konformem Export
- GAEB 3.3 Export mit GUID-UnterstĂĽtzung
- Import in marktĂĽbliche AVA-Programme ohne Nacharbeit
- saubere Ăśbergabe von BKI-Positionen in BIM-Workflows
Damit können Sie z. B. wie folgt arbeiten:
- Mengen kommen aus dem BIM-Modell.
- AVA-Software weist per GUID passende BKI-Positionen zu.
- Baukosten werden auf Basis der aktuellen BKI-Preise 2025/2026 berechnet.
- Eine KI-Schicht kann diese Daten später auswerten, Szenarien rechnen und Risiken markieren.
Export nach Excel fĂĽr flexible Auswertungen
Neben GAEB unterstĂĽtzt die Software verschiedene Excel-Exporte. Das ist vor allem dann interessant, wenn:
- interne Controlling- oder BI-Tools genutzt werden,
- eigene Dashboards fĂĽr Angebotspipeline und Margen erstellt werden,
- Prototypen fĂĽr KI-Auswertungen oder Machine-Learning-Modelle entstehen.
Ich habe in mehreren Büros gesehen, wie mit genau solchen Excel-Exports erste KI-Pilotprojekte gestartet wurden: Modelle lernen, welche Positionen unter welchen Rahmenbedingungen kritisch sind, wo Nachträge drohen oder welche Gewerke regelmäßig Budgetgrenzen sprengen.
Praxis-Ansatz: Wie Sie „BKI Positionen 13“ jetzt konkret nutzen können
Wer das Thema Baukosten-Digitalisierung ernst meint, sollte strukturiert vorgehen. Ein möglicher Fahrplan für 2026:
Schritt 1: Standard etablieren
- „BKI Positionen 13“ als Referenzdatenbank im Büro oder Unternehmen definieren.
- Einheitliche Regeln: Welche Preisvariante (Min/Mittel/Max) in welcher Projektphase?
- Schulung von Planung, Einkauf und Bauleitung auf die neuen Leistungsbereiche (TGA, Regenwasser, DachbegrĂĽnung, Holzbau).
Schritt 2: BIM- und AVA-Integration aufsetzen
- AVA-Programme konsequent per GAEB 3.3 mit GUID an BKI anbinden.
- In BIM-Tools Mappings anlegen: Bauteil → BKI-Position.
- Pilotprojekte wählen, bei denen Mengen konsequent aus dem Modell kommen.
Schritt 3: Regionale Faktoren aktiv nutzen
- FĂĽr alle Standorte die passenden Regionalfaktoren 2026 hinterlegen.
- Bei Angeboten bewusst mit Szenarien arbeiten (heutiges Niveau, mögliches Steigen/Sinken).
- Intern Benchmarks aufbauen: Welche Projekte lagen nach BKI-Kalkulation später tatsächlich im Rahmen?
Schritt 4: KI-Potenziale heben
Auch wenn viele Büros noch nicht mit eigener KI arbeiten, können Sie die Weichen jetzt stellen:
- strukturiert Daten sammeln (LV, Vergaben, Nachträge, Ist-Kosten),
- Kostenverläufe mit BKI-Preisen vergleichen,
- typische Risiko-Positionen identifizieren.
Später lassen sich daraus KI-Modelle ableiten, die z. B. automatisch warnen:
„Achtung, bei dieser Kombination aus Gewerk, Region und Bauart lag Ihr Büro in 70 % der Fälle über der ursprünglichen Kostenberechnung.“
Genau das ist Baustelle 4.0: nicht nur digital ausschreiben, sondern datenbasiert entscheiden.
Fazit: Baukosten-Daten heute, KI-Vorsprung morgen
Die neue Version „BKI Positionen 13“ mit Baupreisen 2025/2026 ist weit mehr als ein Update einer klassischen Kalkulationshilfe. Sie ist eine strategische Datenbasis für alle, die ernsthaft in Richtung KI, BIM und Baustelle 4.0 gehen wollen.
Wer jetzt:
- standardisierte, geprĂĽfte Leistungsbeschreibungen nutzt,
- aktuelle Marktpreise mit Min-/Mittel-/Max-Werten einsetzt,
- regionale Baukostenfaktoren konsequent einbindet
schafft die Grundlagen, auf denen KI-Systeme ab 2026 wirklich Mehrwert liefern können – von präziseren Kostenprognosen über Risikoanalysen bis hin zu automatisierten Optimierungsvorschlägen.
Wenn Sie Ihre Planung, Ausschreibung und Kalkulation im kommenden Jahr zukunftsfähig aufstellen wollen, ist der nächste logische Schritt: Baukostenprozesse konsequent digitalisieren und an qualitätsgesicherte Daten wie „BKI Positionen 13“ anbinden.
Die spannende Frage für Ihr Unternehmen lautet: Wollen Sie warten, bis andere mit KI und Daten den Markt neu sortieren – oder gehören Sie zu denen, die 2026 diese Daten schon aktiv für sich arbeiten lassen?