BKI Positionen 13: Datengrundlage fĂĽr KI & Baustelle 4.0

KI in der deutschen Bauindustrie: Baustelle 4.0••By 3L3C

BKI Positionen 13 liefert die Datengrundlage, damit KI, BIM und AVA im Bau realistisch rechnen. So nutzen Planer und Bauunternehmen die Baupreise 2025/2026 strategisch.

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Warum „BKI Positionen 13“ 2026 plötzlich strategisch wichtig ist

Die meisten Bauunternehmen und Planungsbüros kämpfen aktuell mit demselben Problem: Baupreise explodieren, Projekte werden immer komplexer, gleichzeitig sollen Termine und Budgets „bitgenau“ eingehalten werden. Und parallel rollt die nächste Welle der Digitalisierung an: BIM, KI, Baustelle 4.0.

Hier wird eine unscheinbare Produktmeldung interessant: Das Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern (BKI) stellt seit 11/2025 die Software „BKI Positionen 13“ mit den Baupreisen 2025/2026 bereit. Auf den ersten Blick „nur“ ein weiterer Preisspiegel. In Wahrheit ist es ein zentrales Puzzleteil, wenn Sie KI-gestützte Projektplanung, AVA und BIM wirklich verlässlich nutzen wollen.

In dieser Ausgabe unserer Reihe „KI in der deutschen Bauindustrie: Baustelle 4.0“ schauen wir uns an, warum strukturierte Baupreisdaten wie BKI Positionen 13 der Treibstoff für intelligente Systeme sind – und wie Sie die Software heute schon in AVA, BIM und KI-Workflows einbinden können.


Was BKI Positionen 13 konkret leistet – und warum das für KI entscheidend ist

BKI Positionen 13 liefert standardisierte, statistisch abgesicherte Baupreise mit Min-/Mittel-/Max-Werten für über 30.000 Positionen in 100 Leistungsbereichen – inklusive Regionalfaktoren 2026. Genau diese Struktur macht die Daten für KI, BIM und AVA so wertvoll.

Die wichtigsten Funktionen im Ăśberblick

„BKI Positionen 13“ bietet unter anderem:

  • Statistische Baupreise mit marktĂĽblichen Preisspannen (Min-/Mittel-/Max) je Position
  • Ăśber 30.000 aktuelle Baupreise aus abgerechneten Bauvorhaben in 100 Leistungsbereichen
  • Aktuelle Baukosten-Regionalfaktoren 2026 fĂĽr jeden Stadt- und Landkreis, inkl. Inselfaktoren Nord- und Ostsee
  • Zusätzliche Regionalfaktoren fĂĽr Ă–sterreich und Europa
  • GAEB 3.3-Schnittstelle mit GUID fĂĽr BIM-konforme Exporte in AVA-Programme
  • Export nach Excel in mehreren Ausgabeformaten

FĂĽr klassische AVA ist das schon stark. FĂĽr Baustelle 4.0 ist es mehr:

Ohne saubere, normierte und aktuelle Kostendaten ist jede KI im Bau nur ein Ratespieler mit schöner Oberfläche.

Genau hier setzt BKI Positionen 13 an: Es bringt Ordnung, Struktur und Aktualität in den Preis-Dschungel – und schafft damit eine belastbare Datengrundlage für automatisierte LV-Erstellung, KI-gestützte Kostenschätzung und datengetriebene Termin- und Ressourcenplanung.


Neue Leistungsbereiche: Wie BKI die Themen der Energiewende und Nachhaltigkeit abbildet

Die Ergänzungen in BKI Positionen 13 zeigen sehr klar, wohin sich der Markt bewegt: Holzbau, TGA, PV, Elektromobilität, Regenwassermanagement, Dachbegrünung. Genau diese Themen tauchen auch in nahezu jedem Förderprogramm und jeder ESG-Diskussion auf.

Zimmer- und Holzbau: Datenbasis fĂĽr COâ‚‚-optimiertes Bauen

Neu sind u. a. Positionen im Zimmer- und Holzbau, etwa:

  • Holzdächer
  • Hohlkastenelemente

Wer KI nutzen will, um den COâ‚‚-FuĂźabdruck unterschiedlicher Bauweisen zu vergleichen, braucht nicht nur Ă–kobilanzdaten, sondern auch realistische Kostendaten pro Bauteil.

Beispiel:

  • Ein KI-Tool liest Ihr Holzbau-BIM-Modell aus.
  • Ăśber die GUIDs werden passende BKI-Positionen gematcht.
  • Die KI kann Varianten wie Sparrendach vs. Hohlkastenelemente automatisch bepreisen und Termin- sowie Ressourcenbedarf ableiten.

Ohne standardisierte Positionen – keine saubere Automatisierung.

TGA, PV und Elektromobilität: Ohne aktuelle Preise keine tragfähige Wirtschaftlichkeitsrechnung

In der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) enthält BKI Positionen 13 jetzt u. a. neue Positionen für:

  • Photovoltaikanlagen
  • Ladestationen fĂĽr Elektrofahrzeuge
  • Erweiterung von Batteriespeichern

Für KI-gestützte Wirtschaftlichkeitsberechnungen (CAPEX/OPEX, Amortisation, dynamische Simulationen) sind aktuelle CAPEX-Kostendaten Pflicht. Wenn Planungsbüros hier noch mit alten Excel-Listen arbeiten, kann keine KI der Welt verlässliche Prognosen liefern.

KI-Use-Case:

  • Ein Planer erstellt mehrere TGA-Varianten (PV-Größe, Ladeleistung, Batteriekapazität).
  • Eine KI rechnet automatisch Baukosten + Betriebskosten + Einsparungen durch.
  • Grundlage: Aktuelle BKI-Preise pro Position, verknĂĽpft ĂĽber GUID und GAEB.

Regenwasserrückhaltung und Dachbegrünung: ESG-Kennzahlen treffen Kostenrealität

Ebenfalls neu bzw. erweitert in BKI Positionen 13:

  • Leistungen zur RegenwasserrĂĽckhaltung
  • Bewässerungssysteme fĂĽr Vegetationsflächen
  • Regenwasserspeicher im Bereich Freianlagen
  • Erweiterte Positionen fĂĽr DachbegrĂĽnung (Retentionselemente, Dränschichten, Drosseln)

Gerade Städte und kommunale Auftraggeber verlangen heute klare Aussagen zu:

  • Regenwassermanagement
  • Ăśberflutungsschutz
  • Hitze- und Klimaanpassung

Für KI-gestützte Stadt- und Quartiersplanung sind diese Positionen Gold wert. Systeme können Varianten für Freianlagen, Gründächer und Speichersysteme automatisch bepreisen und in Lebenszyklusmodelle integrieren.


GAEB 3.3, BIM & KI: Wie BKI Positionen 13 nahtlos in digitale Workflows passt

Der eigentliche Hebel von BKI Positionen 13 liegt nicht nur in den Preisen, sondern in der Art, wie sie sich technisch anbinden lassen. GAEB 3.3 mit GUID-UnterstĂĽtzung macht den Unterschied.

GAEB 3.3 inkl. GUID: BrĂĽcke zwischen BIM-Modell und LV

Die Software exportiert die Positionen ĂĽber GAEB 3.3 mit GUID. Das hat zwei groĂźe Effekte:

  1. BIM-konforme Ăśbergabe an marktĂĽbliche AVA-Programme
  2. Stabile Identifizierbarkeit von Positionen ĂĽber den gesamten Planungs- und Bauprozess

Das ermöglicht z. B. folgende KI-Szenarien:

  • Automatische Ableitung eines Leistungsverzeichnisses aus einem BIM-Modell
  • Kontinuierliche Kostenschätzung in Echtzeit, wenn sich das Modell ändert
  • Abgleich von Soll- und Ist-Kosten auf Basis derselben GUIDs während der BauausfĂĽhrung

Kurz gesagt:

Wer KI und BIM ernst meint, kommt um eine GAEB- und GUID-fähige Preisdatenbank wie BKI Positionen 13 kaum herum.

Excel-Export: Pragmatiker-Tool und Trainingsbasis fĂĽr KI

Der Export nach Excel ist auf den ersten Blick „oldschool“, in der Praxis aber extrem nützlich:

  • Schnelle Ad-hoc-Auswertungen in kleineren BĂĽros
  • Erstellung eigener Benchmark-Tabellen
  • Nutzung als Trainingsdatensatz fĂĽr interne KI-Modelle

Viele Unternehmen starten ihre KI-Projekte sowieso mit Excel-Daten, bevor sie direkt ins AVA-System gehen. Saubere, bereits strukturiert vorliegende BKI-Daten sparen dabei Monate an Vorarbeit.


Qualitätssicherung: Warum geprüfte Positionen für KI wichtiger sind als je zuvor

KI verstärkt nicht nur gute, sondern auch schlechte Daten. Wenn die Datengrundlage fehlerhaft ist, produziert KI nur „schöne, falsche Antworten“ – im Bau kann das teuer werden.

BKI setzt bei Positionen 13 auf:

  • Fachkundige Autoren mit Praxiserfahrung
  • Externe Qualitätskontrolle durch Fachverbände
  • Neu dabei: der Fachverband Fliesen und Naturstein im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes

FĂĽr die Baustelle 4.0 bedeutet das:

  • Weniger Dubletten und WidersprĂĽche in den Leistungsbeschreibungen
  • Höhere Rechtssicherheit bei Ausschreibung und Abrechnung
  • Bessere Basis fĂĽr automatisches Matching von Positionen auf Modellbauteile

Aus meiner Sicht wird dieser Punkt oft unterschätzt: Viele KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an chaotischen und ungeprüften Datenbeständen. Wenn Sie stattdessen auf geprüfte, standardisierte Positionen setzen, sinkt Ihr Projektrisiko massiv.


Praktische Einsatzszenarien: So nutzen BĂĽros und Bauunternehmen BKI Positionen 13 im KI-Kontext

Damit das nicht abstrakt bleibt, hier ein paar typische Szenarien aus der Praxis.

1. Schnellere und zuverlässigere Kostenschätzung in frühen Leistungsphasen

  • Architekt importiert BKI Positionen 13 in sein AVA- oder BIM-Tool.
  • Auf Basis von Bauteilkatalogen und Raumtypen werden automatisch geeignete Positionen vorgeschlagen.
  • Eine KI schätzt Gesamtbaukosten mit Min-/Mittel-/Max-Werten und weist Risiken transparent aus.

Vorteil: Auftraggeber bekommen schon in Lph 2–3 realistische Bandbreiten statt „Pi-mal-Daumen“-Schätzungen.

2. KI-gestĂĽtzte Variantenplanung fĂĽr Energiewende-MaĂźnahmen

  • TGA-Planer legt mehrere Varianten an: unterschiedliche PV-Größen, Ladeinfrastruktur, Batteriespeicher.
  • KI verknĂĽpft technische Parameter mit den passenden BKI-Positionen.
  • Ergebnis: Kostenvergleich, COâ‚‚-Effekt, Amortisationsdauer – alles auf Basis derselben Datengrundlage.

Gerade bei der aktuellen Förderdynamik schaffen solche Workflows einen echten Wettbewerbsvorteil.

3. Termin- und Ressourcenplanung mit realistischen Kostendaten

  • Bauunternehmen nutzt BKI-Preise als Basis fĂĽr Produktivitätskennzahlen (z. B. €/m², Std./m²).
  • KI-Systeme können daraus Kapazitäten, Kolonnenstärken und Maschinenbedarf ableiten.
  • In Verbindung mit Baustellen-IoT und Fortschrittsmeldungen entstehen dynamische Soll-Ist-Vergleiche.

Ohne verlässliche Einheitspreise und Mengenansätze wären diese Funktionen reine Theorie.


Was Sie jetzt konkret tun sollten

Wer Baustelle 4.0 nicht nur als Buzzword sehen will, braucht eine klare Datenstrategie. BKI Positionen 13 ist ein pragmatischer Einstiegspunkt, weil Sie damit sofort sichtbare Mehrwerte in AVA, BIM und KI-Workflows erzielen.

Sinnvolle nächste Schritte:

  1. Lizenz/Version wählen
    Entscheiden Sie, ob fĂĽr Ihr BĂĽro Neubau, Altbau oder die Gesamtausgabe sinnvoll ist.

  2. Anbindung an vorhandene Systeme prĂĽfen

    • UnterstĂĽtzt Ihre AVA-Software GAEB 3.3 inkl. GUID?
    • Gibt es eine direkte Importfunktion fĂĽr BKI-Daten?
  3. Pilotprojekt definieren
    Starten Sie mit einem Projekt, z. B.:

    • Wohnbauprojekt mit starkem Holzbauanteil
    • Gewerbebau mit PV, Ladeinfrastruktur und DachbegrĂĽnung
  4. KI-Anwendungsfall auswählen

    • Automatisierte Kostenschätzung aus dem BIM-Modell
    • Variantenvergleich fĂĽr TGA/Energiewende-MaĂźnahmen
    • FrĂĽhwarnsystem fĂĽr Kosten- und Terminabweichungen
  5. Datenpflege als Prozess verankern
    BKI-Daten sind ein starker Startpunkt. Ergänzen Sie diese nach und nach mit unternehmensinternen Erfahrungswerten – aber bitte genauso strukturiert.

Wer diese Schritte geht, merkt schnell: KI im Bau ist kein Science-Fiction-Thema, sondern hängt zu 80 % von sauberen, aktuellen und normierten Daten ab. Genau da setzt BKI Positionen 13 an – und macht aus der Produktmeldung ein strategisches Werkzeug für jede Organisation, die Baustelle 4.0 ernst nimmt.