KI-gestützte Gästeintelligenz wird zum Erfolgsfaktor im Tourismus. Wie die HSMAI–TrustYou-Partnerschaft Hotels und Destinationen in Österreich konkret voranbringt.
Wie KI-Gästefeedback den Tourismus neu definiert
2025 lesen über 80 % der Reisenden Online-Bewertungen, bevor sie buchen – in Österreich liegt der Anteil laut Branchenumfragen sogar noch höher. Wer da nicht präzise versteht, was Gäste wirklich denken, verliert Umsatz. Genau hier setzt die neue strategische Partnerschaft zwischen HSMAI Europe und TrustYou für 2026–2027 an.
Für österreichische Hotels, Destinationen und Seilbahnen ist diese Kooperation ein deutliches Signal: KI-basierte Gästeintelligenz ist keine Spielerei mehr, sondern Kern der kommerziellen Strategie. Und sie entscheidet darüber, wer im umkämpften Winter- wie Sommergeschäft die Nase vorn hat.
In diesem Beitrag aus unserer Serie „KI im österreichischen Tourismus: Gästeerleben der Zukunft“ schauen wir uns an, was hinter dieser Partnerschaft steckt, warum KI-gestütztes Gästefeedback so mächtig ist – und wie Sie das Thema ganz praktisch für Ihr Haus oder Ihre Destination nutzen können.
Was die HSMAI–TrustYou-Partnerschaft wirklich bedeutet
Die Kurzfassung: TrustYou wird 2026 und 2027 Platinum Partner der HSMAI Europe Commercial Strategy Conference und gleichzeitig Data Insights Partner fĂĽr zahlreiche Programme in ganz Europa. Dahinter steckt mehr als ein Sponsorenlogo.
Konkret umfasst die Zusammenarbeit:
- Bereitstellung von Daten und Insights aus Millionen von Gästebewertungen
- aktive Teilnahme an Panels, Masterclasses und Advisory Boards
- gemeinsame Datenpublikationen („HSMAI Data Insights powered by TrustYou“)
- UnterstĂĽtzung lokaler Events und Weiterbildungsprogramme in Europa
Für die Branche ist das ein klares Zeichen: Gästeintelligenz und KI rücken ins Zentrum kommerzieller Entscheidungen. Preis, Produkt, Vertrieb, Marketing – alles wird in Zukunft stärker aus Sicht des Gastes gedacht und mit Daten belegt.
„Guest Intelligence ist die Grundlage der modernen Hotellerie“, sagt Steven Dow, Chief Revenue Officer von TrustYou. Treffender kann man es nicht formulieren.
Gerade für Touristiker in Österreich ist das spannend: Wir sitzen auf einem riesigen Schatz an Gästefeedback – von Booking & Co. über Google bis hin zu E-Mail-Umfragen – nutzen aber oft nur einen Bruchteil davon systematisch.
Was ist „Guest Intelligence“ – und warum ist KI dafür unverzichtbar?
Guest Intelligence bedeutet im Kern: alle verfügbaren Gästedaten so zusammenzuführen und auszuwerten, dass klare, handlungsrelevante Erkenntnisse entstehen. Das reicht von klassischen Bewertungen über Umfragen bis hin zu Social-Media-Kommentaren.
Ohne KI ist das kaum zu stemmen:
- Ein mittelgroßes österreichisches Hotel sammelt pro Jahr leicht 2.000–5.000 Rezensionen und Umfrageantworten.
- Eine Destination mit vielen Betrieben kommt schnell auf hunderttausende Texteinträge.
- Dazu kommen Sprachenmix (Deutsch, Englisch, Italienisch, Tschechisch …) und saisonale Schwankungen.
KI-gestĂĽtzte Analyse kann hier:
-
Stimmungen und Themen clustern
– Welche Aspekte werden positiv, welche negativ wahrgenommen (z.B. Frühstück, Sauberkeit, Wartezeiten an der Gondel)? -
Trends erkennen
– Verschiebt sich die Erwartung an Zimmerausstattung, Wellnessbereich oder digitale Services über die Saisonen hinweg? -
Relevante Hebel identifizieren
– Welche Verbesserungen bringen den größten Impact auf Bewertungsschnitt und Weiterempfehlung? -
Prognosen ermöglichen
– Wie wirkt sich eine wiederkehrende Beschwerde (z.B. Wartezeit beim Check-in) langfristig auf Auslastung und Preisniveau aus?
Die Realität ist: Excel und Bauchgefühl reichen nicht mehr. Wer ernsthaft an seiner Positionierung arbeiten will, braucht skalierbare KI-Werkzeuge, die Gästefeedback in Strategie übersetzen.
Konkrete Einsatzszenarien für österreichische Hotels und Destinationen
Für die Praxis im österreichischen Tourismus ist entscheidend, was man konkret mit solchen Daten machen kann. Drei typische Szenarien:
1. Qualität statt Rätselraten: Produkt gezielt verbessern
Angenommen, ein 4-Sterne-Haus in Tirol liegt seit Jahren stabil bei 4,3 von 5 Sternen, kommt aber nicht höher. Klassische Reaktion: „Wir müssen generell besser werden.“ Das ist zu unkonkret.
Mit KI-basierter Guest Intelligence lässt sich dagegen sehr präzise sehen:
- 31 % aller negativen Kommentare beziehen sich auf FrĂĽhstĂĽcksvielfalt im Winter
- 18 % auf WLAN-Qualität in den Zimmern
- 12 % auf lange Wartezeiten beim Check-in am Samstag
Mit diesen Infos können Sie:
- Buffetangebot in der Hochsaison gezielt ĂĽberarbeiten
- WLAN-Abdeckung pro Etage prĂĽfen und umbauen
- Check-in-Prozess mit Pre-Check-in-Formularen oder Self-Service entlasten
In vielen Häusern reicht eine fokussierte Maßnahme, um den Score um 0,1–0,2 Punkte zu verbessern – was sich unmittelbar auf Auslastung und erzielbare Preise auswirkt.
2. Revenue Management mit Gästedaten schärfen
Smartes Revenue Management im Jahr 2026 basiert nicht nur auf Nachfragekurven, sondern auch auf Gästeerwartungen.
Beispiele:
- Wenn KI-Analysen zeigen, dass Gäste die Lage und Ruhe eines Hauses im Salzkammergut als „herausragend“ bewerten, lässt sich in Spitzenzeiten ein höherer Preis durchsetzen als bei vergleichbaren Mitbewerbern mit durchschnittlicher Lagewahrnehmung.
- Häufen sich Beschwerden über veraltete Zimmer, ist ein aggressiver Preisaufschlag riskant – selbst bei hoher Nachfrage. Die Bewertungen könnten nachziehen und mittelfristig den ADR drücken.
Heißt: Bewertungen werden zum Korrektiv für Pricing-Entscheidungen und helfen, die Schmerzgrenze der Gäste präziser zu treffen.
3. Destination Marketing: Kampagnen aus Sicht der Gäste denken
Destinationen in Österreich geben jedes Jahr hohe Budgets für Kampagnen aus – mit Slogans wie „authentisch“, „genussvoll“, „familienfreundlich“. Die Frage ist: Sagen das die Gäste auch?
Mit KI-gestützter Auswertung von Gästebewertungen über alle Betriebe der Region hinweg lässt sich etwa erkennen:
- Welche Begriffe Gäste tatsächlich verwenden (z.B. „perfekt für kleine Kinder“, „Top-Bike-Region“, „kulinarische Highlights“)
- Welche Zielgruppen besonders positiv ĂĽber die Region sprechen
- Wo die größten „Pain Points“ liegen (z.B. ÖPNV in der Nebensaison, Parkplatzsituation, digitale Information vor Ort)
Tourismusverbände können so Botschaften, Bildwelten und Produktentwicklung deutlich stärker an der realen Gästeerfahrung ausrichten – statt nur an internen Wunschbildern.
KI, HSMAI Europe und die Zukunft des Gästeerlebens
Die HSMAI Europe positioniert sich seit Jahren als Kompetenzzentrum für Sales, Marketing und Revenue Management in der Hotellerie. Mit TrustYou als Data Insights Partner wird ein weiterer, wichtiger Baustein hinzugefügt: systematische Gästeintelligenz.
Für österreichische Betriebe hat das drei Folgen:
1. Mehr Wissen, weniger BauchgefĂĽhl
Durch gemeinsame Studien, Benchmarks und „HSMAI Data Insights powered by TrustYou“ wird es leichter, sich selbst im Markt einzuordnen:
- Wie steht mein Hotel im Vergleich zu ähnlichen Häusern in den Alpen da?
- Wo liege ich bei „Value for Money“, Frühstück, Zimmerqualität im europäischen Vergleich?
- Welche Themen gewinnen für Gäste europaweit an Bedeutung (z.B. Nachhaltigkeit, digitale Services, KI-gestützte Chatbots)?
Solche Benchmarks helfen, Investitionsentscheidungen (Renovierung, digitale Services, Personalaufbau) deutlich fundierter zu treffen.
2. Professionalisierung durch Education und Masterclasses
HSMAI ist stark in der Weiterbildung. Mit TrustYou an Bord ist zu erwarten, dass Masterclasses und Trainings rund um:
- KI im Revenue Management
- Reputationsmanagement und Gästefeedback
- Automatisierte Gäste-Kommunikation (z.B. KI-Chatbots, AI Agents)
noch praxisnäher und datengetriebener werden. Wer jetzt schon Teams auf diese Themen vorbereitet, wird 2026/2027 klar im Vorteil sein.
3. KI im Alltag: Von Chatbots bis zur Customer Data Platform
In der Pressemitteilung wird deutlich, dass TrustYou seine Customer Experience Platform, Customer Data Platform und AI Agents ins Spiel bringt. Ăśbersetzt heiĂźt das:
-
Customer Data Platform (CDP):
Gästedaten aus PMS, Buchung, Umfragen und Bewertungen werden in einem Profil zusammengeführt. So wissen Sie, was ein Stammgast wirklich schätzt – und können Angebote personalisiert ausspielen. -
AI Agents / Chatbots:
KI-gestützte Assistenten beantworten Anfragen vor, während und nach der Reise rund um die Uhr – in mehreren Sprachen. Für Betriebe in Tirol, Salzburg oder Kärnten mit vielen internationalen Gästen eine spürbare Entlastung der Rezeption. -
Customer Experience Platform:
Verbindet Touchpoints von der Inspiration über Buchung und Aufenthalt bis zur Nachkommunikation. So wird aus einzelnen Kontakten eine konsequente, durchgängige Gästeerfahrung.
Damit schließt sich der Kreis zum Serienthema „KI im österreichischen Tourismus: Gästeerleben der Zukunft“: KI ist kein isoliertes Tool, sondern das verbindende Gewebe zwischen Daten, Prozessen und Emotionen.
Wie Sie jetzt konkret starten können
Sie müssen nicht auf 2026 warten, um vom Trend zu profitieren. Drei pragmatische Schritte, mit denen Sie in Ihrem Betrieb oder Ihrer Destination sofort beginnen können:
1. Feedbackquellen bĂĽndeln
- Listen Sie alle Quellen auf, aus denen Sie Gästefeedback bekommen (Portale, Umfragen, E-Mails, Social Media).
- Prüfen Sie, welche davon Sie regelmäßig auswerten – und welche nur „im Vorbeigehen“ gelesen werden.
- Ziel: Ein zentrales Dashboard oder zumindest ein konsolidierter Monatsbericht.
2. Einfache KI-Analysen testen
- Nutzen Sie erste KI-Textanalysen, um wiederkehrende Themen, Stimmungen und Begriffe zu erkennen.
- Starten Sie mit einem klaren Zeitraum, z.B. letzte Wintersaison oder aktueller Sommer.
- Leiten Sie maximal drei konkrete MaĂźnahmen ab und verfolgen Sie, wie sich Bewertungen entwickeln.
3. Interne Verantwortung klären
- Benennen Sie eine Person (oder ein kleines Team), die/ das fĂĽr Guest Intelligence verantwortlich ist.
- Verknüpfen Sie dieses Thema mit Revenue Management und Marketing – nicht isoliert in der Rezeption.
- Legen Sie fixe Termine fest, an denen die wichtigsten Erkenntnisse ins Management-Meeting einflieĂźen.
Wer diese Basis legt, kann 2026 von neuen HSMAI-Formaten, europäischen Benchmarks und Tools wie TrustYou deutlich stärker profitieren – statt nur zuzuschauen.
Ausblick: Gästeerleben der Zukunft ist datengetrieben – aber zutiefst menschlich
Die Partnerschaft von HSMAI Europe und TrustYou zeigt sehr klar, wohin die Reise geht: Die Gewinner im Tourismus 2026+ sind jene Betriebe und Destinationen, die KI nutzen, um Gäste besser zu verstehen – nicht, um sie zu automatisieren.
FĂĽr Ă–sterreich heiĂźt das:
- Die berühmte Gastfreundschaft bleibt, was sie ist: menschlich, herzlich, persönlich.
- KI sorgt im Hintergrund dafür, dass diese Gastfreundschaft genau dort ansetzt, wo der Gast sie am meisten spürt: bei relevanten Angeboten, reibungslosen Abläufen und ehrlicher Aufmerksamkeit für seine Bedürfnisse.
Wer sein Unternehmen heute konsequent an Gästefeedback und Daten ausrichtet, wird 2026 nicht überrascht vor „KI im Tourismus“ stehen, sondern die Früchte ernten: stärkere Marken, loyalere Gäste und stabilere Erträge – Sommer wie Winter.
Wenn Sie für Ihr Haus oder Ihre Destination wissen wollen, wo Sie beim Thema KI und Gästeerleben stehen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, eine klare Standortbestimmung zu machen – bevor der Wintersportgast 2026 mit deutlich höheren digitalen Erwartungen anreist.