Was die OstseebrĂĽcke Scharbeutz dem Handel beibringt

KI im österreichischen Einzelhandel: Retail Innovation••By 3L3C

Was die neue Ostseebrücke Scharbeutz mit KI im österreichischen Handel zu tun hat – und warum stabile Unterbauten über Erfolg oder Scheitern entscheiden.

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Warum eine SeebrĂĽcke fĂĽr den Handel spannend ist

Wenn eine 310 m lange Seebrücke an der Ostsee zurückgebaut werden muss, weil Sturm, Wellen und Salz sie schneller zerstören als geplant, ist das kein Einzelfall – es ist ein Lehrstück. Für Ingenieure, für Kommunen, aber auch für Handelsunternehmen, die heute mit ähnlich rauen „Dauereinwirkungen“ kämpfen: volatile Nachfrage, Preisdruck, Online-Wettbewerb.

Hier liegt die Parallele zur Serie „KI im österreichischen Einzelhandel: Retail Innovation“: Wer Stabilität will, braucht das richtige System unter der sichtbaren Oberfläche. Bei der Ostseebrücke Scharbeutz ist das eine ausgeklügelte Stufendrainage. Im Handel sind es KI-gestützte Prozesse für Bestandsmanagement, Preisoptimierung und Kundenanalyse.

Anhand des Projekts „Erlebnis-Seebrücke Scharbeutz“ lässt sich sehr gut zeigen, wie robuste Infrastruktur geplant wird – und was der österreichische Einzelhandel daraus für seine eigene „Baustelle 4.0“ lernen kann.

Projekt Scharbeutz: Bauen fĂĽr extreme Bedingungen

Die neue Seebrücke im Ostseebad Scharbeutz wurde 2025 fertiggestellt. 310 m lang, höher als ihre Vorgänger und mit einer rund 200 m² großen Treppenanlage als Zugang vom Strand und vom Seebrückenvorplatz. Die Rahmenbedingungen sind hart:

  • unmittelbare Meeresnähe
  • hohe Salzbelastung
  • rund 150 Regentage pro Jahr
  • starke Beanspruchung durch Sturm, Wellen und Besucherströme

Frühere Brückenversionen – zunächst in Holz, später in Stahlbeton – haben gezeigt, wie gnadenlos das Klima ist. Die 1997 erbaute Brücke musste 2022 zurückgebaut werden. Zu starke Beanspruchung, Materialermüdung, Schäden.

Die Konsequenz: Die neue „Erlebnis-Seebrücke“ wurde konsequent auf Dauerhaftigkeit ausgelegt. Dazu gehören nicht nur Dimensionierung und Materialwahl, sondern vor allem eine strukturierte Entwässerungsplanung – mit der Stufendrainage AquaDrain SD und dem Epoxidharz-Drainmörtelsystem MorTec Drain EP.

Die massiven Winkelstufen bringen zum Teil über 7 Tonnen pro Element auf die Waage. Wenn hier Entwässerung, Verlegung oder Lagesicherung nicht stimmen, wird jeder Sturm zur Gefahr.

Die Technik dahinter: Stufendrainage als unsichtbarer Stabilisator

Der Kern des Systems ist schnell beschrieben: Wasser muss kontrolliert abfließen, bevor es Schaden anrichtet. Die Stufendrainage AquaDrain SD Typ 2 wurde genau dafür entwickelt – für Block- und Winkelstufen in extrem beanspruchten Außenbereichen.

Wie die Treppenanlage konstruktiv aufgebaut ist

Unter der sichtbaren Beton-Winkelstufe liegt ein ganzes System:

  1. Betonkonstruktion als tragende Basis
  2. Drainagemörtelstreifen, auf denen die Stufen im Verbund liegen
  3. Stufendrainage AquaDrain SD, die Wasser seitlich und nach unten ableitet
  4. MorTec Drain EP als Epoxidharz-Drainmörtel, um Salz- und Feuchtigkeitsbelastung standzuhalten

Die Drainagemörtelstreifen sorgen für den direkten Verbund mit dem Untergrund. Das ist essenziell, damit sich die bis zu 7 t schweren Stufen bei Flut oder Hochwasser nicht verschieben. Gleichzeitig verhindert die Drainagematte, dass Wasser staut, in Fugen drückt, bei Frost sprengt oder über Salz kristalline Schäden auslöst.

Warum ohne Daten und Planung nichts geht

Bei Projekten wie dieser Seebrücke wird nichts „nach Gefühl“ entschieden. Planer und Hersteller – in diesem Fall unter anderem die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft und Gutjahr Systemtechnik – bewerten:

  • Niederschlagsdaten (z. B. 150 Regentage/Jahr)
  • Belastungsszenarien (Sturm, Hochwasser, intensive Nutzung)
  • Salz- und Korrosionsrisiken
  • Lastannahmen aus Stufengewichten und Personenverkehr

Genau diese datengestĂĽtzte Denkweise ist der Punkt, an dem der Bogen zum KI-Einsatz im Einzelhandel besonders interessant wird.

Was der österreichische Handel konkret daraus lernen kann

Hier ist der Transfer: Die Treppenanlage ist das Kunden-Interface. Die Drainage ist der unsichtbare Prozess dahinter. Im Handel ist es ähnlich – das Schaufenster, der Online-Shop, das Regal sind sichtbar. Doch ob das System funktioniert, entscheidet sich im Unterbau: in Bestandslogik, Preisregeln, Kundensegmentierung und Omnichannel-Prozessen.

1. Erst die Basis, dann der schöne Belag

In Scharbeutz hätten die Planer auch einfach schicke Betonstufen ohne Drainage setzen können. Optisch wäre das kurzfristig identisch. Mittel- bis langfristig wären Schäden, Sperrungen und Sanierungen programmiert.

Ăśbertragen auf den Handel:

  • Ein fancy Online-Shop ohne saubere Bestandsdaten fĂĽhrt zu Fehlbeständen und Frust.
  • Aufwendige POS-Gestaltung ohne Kundenanalyse geht am Bedarf vorbei.
  • Aggressive Promotionen ohne dynamische Preisoptimierung ruinieren Margen.

Die Lehre: Erst die Struktur, dann die Show. Für den österreichischen Einzelhandel heißt das, KI dort einzusetzen, wo sie die Basisrobustheit stärkt:

  • Prognosen fĂĽr Nachfrage und Bestände
  • intelligente Preissteuerung nach Standort, Kanal und Saison
  • Segmentierung und Personalisierung auf Basis echter Kaufdaten

2. Planen für den „Sturm“, nicht nur für Schönwetter

Die alte Scharbeutzer Brücke war für Durchschnittsbedingungen gut – für die Kombination aus Sturm, Wellen und salzhaltiger Luft auf Dauer nicht. Die neue Konstruktion denkt diese Extrembedingungen von Anfang an mit.

Im Handel kennen wir vergleichbare „Stürme“:

  • plötzliche Nachfragepeaks (Feiertage, Kältewellen, Tourismus-Saison)
  • Lieferverzögerungen oder -ausfälle
  • kurzfristige Preisaktionen der Konkurrenz

KI-Systeme helfen, diese Szenarien vorherzusehen statt hinterherzulaufen:

  • Bestandsmanagement: Algorithmen erkennen Muster – etwa, dass in Tourismusregionen an der österreichischen Seenplatte ab bestimmten Temperaturen Getränke, Sonnenschutz und Grillartikel regelhaft anziehen.
  • Omnichannel-Strategien: KI gleicht Lagerbestände zwischen Filialen und Online-Shop ab, um Engpässe zu vermeiden und Reservierungen zu steuern.
  • Preisoptimierung: Systeme simulieren, wie sich unterschiedliche Preisniveaus auf Absatz und Marge auswirken, bevor man sie am Markt ausprobiert.

Die Denkweise ist identisch zum Ingenieurbau: Worst Case zuerst durchrechnen, dann robust bauen.

3. Unsichtbare Systeme sind oft die wertvollsten

Kein Tourist in Scharbeutz wird begeistert erzählen, wie genial die Stufendrainage ist. Die Brücke „funktioniert einfach“. Genau das ist das Ziel – und genau so sollten KI-Systeme im Handel wirken.

Wenn KI für Bestandsmanagement und Kundenanalyse sauber aufgesetzt ist, äußert sich das in ganz banalen Effekten:

  • Der Kunde findet sein Produkt – im Regal, nicht nur im System.
  • Preise fĂĽhlen sich nachvollziehbar und fair an, auch bei dynamischer Anpassung.
  • Marketing wirkt erstaunlich „treffsicher“, ohne zu nerven.

So wie die Drainage Schäden, Risse und Sperrungen verhindert, kann KI folgende Probleme minimieren:

  • Umsatzverluste durch Out-of-Stock
  • Abschriften durch Ăśberbestände
  • Kundenabwanderung wegen inkonsistenter Omnichannel-Erlebnisse

Das Spannende: Viele dieser Verbesserungen sind betriebswirtschaftlich messbar, aber nach außen kaum sichtbar – so wie eine gute Entwässerung.

Praxis-Check: Wie der Handel seine eigene „Drainage“ plant

Wer aus der Seebrücke Scharbeutz lernen will, braucht keinen Ingenieurdiplom – sondern eine klare Vorgehensweise. Ich würde sie für den österreichischen Einzelhandel so strukturieren:

Schritt 1: Belastungen und Risiken ehrlich bewerten

  • Welche Standorte sind besonders volatil (Tourismus, Innenstadt, Grenzregion)?
  • Wo treten regelmäßig Engpässe oder Ăśberbestände auf?
  • Welche Saisoneffekte sind stark (Wintersport, Sommerfrische, Weihnachtsgeschäft)?
  • Wo scheitert heute Ihre Omnichannel-Strategie (z. B. unterschiedliche Preise online/offline, Reservierung nicht verlässlich)?

Ohne diese Analyse ist jede KI-Einführung wie eine Seebrücke ohne Kenntnis der Sturmfluthöhen.

Schritt 2: Kritische „Treppenanlagen“ identifizieren

In Scharbeutz ist die Treppenanlage der sensible Bereich: hoher Verkehr, starke Beanspruchung, sicherheitsrelevant. Im Handel sind das typischerweise:

  • Warengruppen mit hoher Drehzahl und knapper Marge (Lebensmittel, Drogerie, Aktionsware)
  • Omnichannel-Prozesse wie „Click & Collect“
  • Preissensitive Sortimente (Elektronik, Mode, DIY)

Hier lohnt sich der frĂĽheste und fokussierteste Einsatz von KI-gestĂĽtztem Bestandsmanagement und Preisoptimierung.

Schritt 3: Das passende „System unter der Oberfläche“ wählen

Bei der Seebrücke war klar: Normale Verlegung reicht nicht, es braucht ein spezifiziertes Drainagesystem plus salzresistenten Drainmörtel.

Im Handel bedeutet das:

  • Systeme wählen, die Filial- und Online-Daten gemeinsam auswerten
  • KI-Lösungen, die saisonale Muster, regionale Effekte und Aktionen in einem Modell berĂĽcksichtigen
  • Möglichst modular denken: Erst Bestandsprognose, dann Preisoptimierung, dann Personalisierung – statt alles gleichzeitig aufzublasen

Wichtig ist, nicht nur Software zu kaufen, sondern Prozesse „im Verbund“ zu denken – wie die Stufen aus Scharbeutz, die fest mit der Konstruktion verbunden sind.

Schritt 4: Dauerhaftigkeit statt Kurzfristerfolg

Die alte Brücke war nicht schlecht, aber nicht dauerhaft genug. Ähnlich sieht man im Handel oft Pilotprojekte, die ein Jahr laufen und dann versanden.

Für KI im österreichischen Einzelhandel halte ich drei Dinge für unverhandelbar:

  • Datenqualität sichern (Stammdaten, Warengruppen, Filialstrukturen)
  • Fachbereiche einbinden (Einkauf, Vertrieb, Filialleitung, E‑Commerce)
  • Wirkung langfristig messen (z. B. Bestandsreichweiten, Marge, Out-of-Stock-Quote ĂĽber mehrere Saisons)

Nur dann wird KI zum dauerhaften Unterbau – nicht zur kurzlebigen Marketingaktion.

Fazit: Von der Ostsee zur Kassa – robuste Systeme zahlen sich aus

Die neue Ostseebrücke Scharbeutz zeigt sehr plastisch, was passiert, wenn man Extrembedingungen von Anfang an mitplant und die unsichtbare Infrastruktur ernst nimmt. Die Stufendrainage AquaDrain SD und der Drainmörtel MorTec Drain EP sorgen dafür, dass eine 200 m² große Treppenanlage mit tonnenschweren Winkelstufen Wind und Wetter trotzt.

Für die Serie „KI im österreichischen Einzelhandel: Retail Innovation“ ist das ein ideales Sinnbild: Wer heute in KI für Bestandsmanagement, Preisoptimierung, Kundenanalyse und Omnichannel-Strategien investiert, baut seine eigene „Treppenanlage“ so, dass sie auch in stürmischen Marktphasen sicher bleibt.

Die Frage ist weniger, ob der Sturm kommt, sondern wie gut Ihr System entwässert, wenn er da ist. Wer jetzt beginnt, seine unsichtbare Infrastruktur im Handel – Daten, Algorithmen, Prozesse – so konsequent zu denken wie die Ingenieure in Scharbeutz, verschafft sich einen Vorsprung, den man im Alltag kaum sieht, in der Bilanz aber sehr deutlich.

Wenn Sie Ihre eigene „Brücke“ im Handel planen: Starten Sie nicht beim Geländer. Starten Sie bei der Drainage.