Österreichische Versicherer brauchen heute KI, die Fachbereiche entlastet, nicht überfordert. Wie Zelros Studio mit No-Code-Ansatz Agilität in Schaden, Risiko & Vertrieb bringt.
Warum österreichische Versicherer jetzt handeln müssen
Österreichische Versicherer stehen 2025 unter massivem Druck: Klimarisiken treiben die Schadenskosten, Inflation frisst Margen, und Kund:innen erwarten digitale Services auf Bank- und E‑Commerce-Niveau. Viele Häuser reagieren mit immer neuen Projekten, aber: Die IT-Backlogs werden länger, nicht kürzer.
Genau hier setzt das Zelros Studio an – ein No-Code-KI-Studio, das speziell für Banken und Versicherungen gebaut wurde. Kein generisches Tool, das man mühsam passend konfigurieren muss, sondern eine vertikale InsurTech-Lösung, die Fachbereiche in wenigen Wochen produktiv macht.
In dieser Ausgabe der Serie „KI für österreichische Versicherungen: InsurTech“ schauen wir uns an, wie Zelros Studio Agilität in die Fachbereiche bringt, die IT entlastet und wie österreichische Versicherer es konkret für Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife nutzen können.
1. Kernproblem: IT-Engpass bremst Fachbereiche aus
Der Kernpunkt ist klar: Fachbereiche müssen heute wöchentlich statt jährlich anpassen können, aber traditionelle IT-Prozesse sind dafür zu schwerfällig.
Zwei Geschwindigkeiten im Unternehmen
So läuft es aktuell in vielen Häusern in Wien, Graz oder Linz:
- Fachbereiche wollen neue Kampagnen, geänderte Risikoregeln, neue Tarife
- IT hat volle Roadmaps, strenge Release-Zyklen, begrenzte Ressourcen
- Änderungen dauern Wochen oder Monate
Das ist ein Problem, wenn Sie zum Beispiel:
- kurzfristig auf Starkregen- oder Hagelereignisse reagieren wollen
- Inflation in der Prämien- oder Leistungslogik abbilden müssen
- auf neue FMA‑Vorgaben oder IDD-Anforderungen reagieren
- gezielt Bestandskund:innen mit Up- und Cross-Selling ansprechen möchten
Das Resultat: verpasste Chancen, frustrierte Fachbereiche und mehr manueller Workaround als allen lieb ist.
Wie ein No-Code-Studio hier ansetzt
Zelros geht einen anderen Weg: Marketing-, Produkt- und Vertriebsteams arbeiten direkt im Studio, ohne jede Code-Zeile. IT kĂĽmmert sich um Integration und Governance, aber nicht mehr um jede einzelne Regelanpassung.
Das bedeutet:
- Änderungen an Empfehlungslogiken, Textbausteinen, Kampagnen – direkt im Fachbereich
- Umsetzung in Tagen statt Monaten
- deutlich geringere IT-Kosten pro Änderung
Die Realität ist: Wer KI im Versicherungsbetrieb wirklich nutzen will, braucht Werkzeuge auf Fachbereichsniveau, nicht nur Data-Science-Sandkästen.
2. Was das Zelros Studio konkret kann
Zelros Studio ist kein Baukasten „für alles“, sondern gezielt für Banken und Versicherungen gebaut. Genau das macht es für österreichische Versicherer spannend.
No-Code-Arbeitsplatz fĂĽr Versicherungsexpert:innen
Fachleute aus Underwriting, Schaden, Produktmanagement oder Marketing können im Studio zum Beispiel:
- Empfehlungskataloge aktivieren, anpassen und ĂĽberwachen
- Risikoregeln definieren (z.B. fĂĽr Klima- und Naturgefahrenrisiken)
- Argumentationshilfen fĂĽr Callcenter und Vertrieb bearbeiten
- Marketing- und Digitalkampagnen laufend optimieren
Entscheidend ist: Die Hoheit ĂĽber Inhalt und Logik liegt bei den Versicherungsexpert:innen, nicht nur in der IT.
Ein typischer Ablauf in einem österreichischen Kompositversicherer könnte so aussehen:
- Produktmanagement pflegt ein neues Elementarbaustein-Produkt ins Studio ein
- Risiko-Experten passen Annahmerichtlinien fĂĽr bestimmte Regionen (z.B. Ăśberschwemmungsgebiete) an
- Marketing ergänzt passende Kampagnenlogiken für Bestandskund:innen mit Haus- oder Eigenheimversicherung
- Vertrieb erhält im CRM kontextuelle Empfehlungen, welche Kund:innen angesprochen werden sollen
Alles im selben Studio, ohne klassische IT-Projekte für jede Änderung.
„Magic Answer“: GenAI sicher im Versicherungsalltag nutzen
Sobald Large Language Models verfügbar waren, hat Zelros mit Versicherungspartnern „Magic Answer“ entwickelt – eine auf den Finanzsektor zugeschnittene GenAI-Funktion.
Damit können Versicherer:
- eigene Wissensbasen, Produktunterlagen und Prozesse ins Studio laden
- auf dieser Basis kontextualisierte, nachvollziehbare Antworten generieren
- sowohl Mitarbeitende (z.B. im Callcenter) als auch Kund:innen unterstĂĽtzen
Wichtige Punkte dabei:
- Antworten sind immer mit Quellen hinterlegt
- Qualität wird laufend gemessen und über Feedback-Schleifen verbessert
- komplexe Dokumente (Bedingungen, Klauseln, interne Richtlinien) werden analysiert und transkribiert
So entsteht eine KI-gestützte Auskunftsplattform, die fachlich sauber, prüfbar und regulierungstauglich ist – ein zentraler Punkt für den österreichischen Markt.
3. Konkrete Anwendungsfälle für österreichische Versicherer
Zelros Studio entfaltet seinen Wert dort, wo wiederkehrende, wissensintensive Prozesse dominieren. Also genau in den Bereichen, die wir in dieser Serie betrachten: Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife.
3.1 Schadenbearbeitung: Schnellere Entscheidungen, bessere Steuerung
In der Schadenbearbeitung hilft das Studio an mehreren Stellen:
- Automatisierte Dokumentenklassifikation (Rechnungen, Gutachten, Police, Schriftverkehr)
- Strukturierung von Inhalten fĂĽr nachgelagerte PrĂĽfungen
- KI-gestützte Empfehlungen: weitere Unterlagen nötig, Freigabe, Rückfrage?
- Standardisierte, aber personalisierte Antworttexte fĂĽr Kund:innen
Praktisches Beispiel:
Nach einem Hagelereignis gehen innerhalb von 48 Stunden tausende Kfz-Schäden ein. Zelros Studio klassifiziert und strukturiert die Dokumente, schlägt auf Basis von Regeln und GenAI Entscheidungspfade vor und unterstützt Sachbearbeiter:innen mit „Magic Answer“ bei Spezialfragen zu Deckung und Selbstbehalt.
Ergebnis:
- schnellere Erstentscheidungen
- höhere Durchlaufgeschwindigkeit
- konsistentere Entscheidungen – und weniger Beschwerden
3.2 Risikobewertung: Dynamik statt Excel-Zoo
Risikoregeln sind heute oft über viele Systeme, Excel-Dateien und Dokumente verteilt. Jede Änderung ist schmerzhaft.
Mit Zelros Studio können Underwriting und Aktuariat:
- Annahmerichtlinien zentral im Studio pflegen
- Klima- und Naturgefahrenrisiken laufend einpreisen
- Regeln fĂĽr bestimmte Regionen oder Branchensegmente anpassen
Ein praktischer Anwendungsfall: Anpassung von Sturm- und Hochwasserrisiken nach neuen Erkenntnissen oder Ereignissen. Statt eines mehrmonatigen Projekts werden Regeln im Studio angepasst und nach Freigabe ausgerollt – in Tagen.
3.3 Betrugserkennung: Fachwissen + KI kombinieren
Betrugserkennung funktioniert am besten, wenn fachliche Muster mit algorithmischen Signalen kombiniert werden. Zelros unterstĂĽtzt genau diese Kombination:
- KI-Modelle identifizieren Auffälligkeiten (z.B. Häufung bestimmter Konstellationen)
- Fachbereiche definieren Regeln, wie mit diesen Hinweisen umzugehen ist
- „Magic Answer“ hilft beim raschen Nachschlagen von Richtlinien oder Präzedenzfällen
Spannend ist hier die No-Code-Komponente: Wenn neue Betrugsmuster auftauchen, müssen nicht sofort Data-Science-Teams ran. Fachbereiche können Regeln selbst ergänzen oder anpassen.
3.4 Personalisierte Tarife und Empfehlungen
Im Vertrieb und in Marketingkampagnen punktet Zelros mit zertifizierten Empfehlungskatalogen, die sich in wenigen Klicks aktivieren und ändern lassen.
Typische Szenarien für den österreichischen Markt:
- Cross-Selling von Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung im Rahmen bestehender Lebenspolizzen
- individuelle Angebote für E‑Auto-Fahrer:innen im Kfz-Bereich
- gezielte Ansprache von Kund:innen mit Unterversicherung im Haushalt
Die Logik dahinter ist transparent konfigurierbar:
- Welche Kundensegmente sollen welche Angebote bekommen?
- Welche Ausschlusskriterien gelten (z.B. Bonität, Vorschäden)?
- Welche Argumente soll der Vertrieb verwenden?
So entstehen personalisierte, aber steuerbare Empfehlungen, die sich im Studio jederzeit anpassen lassen.
4. Vertikale Spezialisierung statt generische KI-Tools
Viele Versicherer haben bereits Erfahrungen mit generischen KI- oder Low-Code-Plattformen gemacht – und sind häufig an der Brücke zwischen Technologie und Fachlichkeit gescheitert.
Zelros verfolgt bewusst einen anderen Ansatz: Fokus auf Finanzdienstleistungen.
Warum Vertikal-SaaS im Versicherungsbereich ĂĽberlegen ist
Aus meiner Sicht sprechen für spezialisierte Lösungen wie Zelros Studio mehrere Punkte:
- Regulatorik: FMA-Anforderungen, IDD, DSGVO – alles muss im Design mitgedacht werden
- Domänensprache: Produkte, Prozesse und Datenstrukturen sind komplex und branchenspezifisch
- Use-Case-Bibliothek: Fertige Bausteine fĂĽr Schaden, Underwriting, Vertrieb beschleunigen Projekte enorm
Genau deshalb erzielen vertikale SaaS-Anbieter oft:
- höhere Produktnutzung („Stickiness“)
- niedrigere Churn-Raten
- schnellere Time-to-Value
Zelros wurde nicht zufällig von Gartner als „Cool Vendor“ für GenAI im Finanzsektor genannt – diese Spezialisierung zahlt sich in der Praxis aus.
Kontinuierliche Weiterentwicklung statt Einmalprojekt
Zelros liefert pro Jahr drei größere Updates des Studios. Versicherer bekommen damit:
- laufend neue Features (z.B. verbesserte GenAI-Funktionen)
- Sicherheits- und Compliance-Updates
- Optimierungen auf Basis der Erfahrung mit anderen Versicherern (u.a. AXA, MAIF, Matmut)
Für österreichische Häuser heißt das: Mitwachsen, ohne jedes Mal ein neues Projekt aufzusetzen.
5. Wie der Einstieg für österreichische Versicherer aussehen kann
Der Einstieg in ein No-Code-KI-Studio muss kein GroĂźprojekt sein. Im Gegenteil: Wer klein, fokussiert und messbar startet, erzielt meist die besten Ergebnisse.
Sinnvolle erste Schritte
Ich habe in vielen Projekten gesehen, dass folgende Reihenfolge gut funktioniert:
- Use Case auswählen, der spürbaren Nutzen bringt und klar abgrenzbar ist (z.B. Dokumentenklassifikation im Schaden oder „Magic Answer“ für das Callcenter)
- Daten- und Systemanbindung durch die IT klären (APIs, Rechte, Logging)
- Pilot mit einem Fachbereich durchführen – echte Vorgänge, echte Mitarbeitende
- KPIs definieren: Bearbeitungszeit, Fehlerquote, Kundenzufriedenheit, Kosten pro Vorgang
- Nach erfolgreichem Pilot Stufenplan zur Skalierung auf weitere Bereiche festlegen
Rolle von IT, Fachbereich und Compliance
Ein Punkt, der im österreichischen Markt gern unterschätzt wird: Governance.
Die Aufteilung kann so aussehen:
- IT: Integration, Sicherheit, BetriebsfĂĽhrung, Monitoring
- Fachbereiche: Inhalte, Regeln, Kampagnen, Feedback
- Compliance/Risk: Freigabeprozesse, Dokumentation, Audit-Trails
Da Zelros Studio auf eine starke Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen ausgelegt ist (inkl. Quellenangaben und Versionierung), lässt sich diese Governance sehr gut abbilden – ein wichtiges Argument gegenüber Vorstand, Betriebsrat und FMA.
Fazit: Von KI-Pilotprojekten zu greifbarer Wertschöpfung
Österreichische Versicherer haben in den letzten Jahren viele KI-Piloten gestartet. Was jetzt zählt, ist der Schritt in den skalierbaren Betrieb – ohne jedes Mal die IT zu überlasten.
Zelros Studio zeigt, wie das gehen kann:
- No-Code statt IT-Stau: Fachbereiche steuern Inhalte und Regeln selbst
- Vertikale Spezialisierung: Banking- und Versicherungs-Know-how ist eingebaut, nicht auf der PowerPoint-Folie
- GenAI mit Sicherheitsnetz: „Magic Answer“ kombiniert moderne Sprachmodelle mit Quellen, Governance und Feedback-Loops
Wer Schadenbearbeitung beschleunigen, Risikobewertung dynamisieren, Betrugserkennung schärfen und personalisierte Tarife ausspielen will, kommt an spezialisierten KI-Studios kaum vorbei.
Die Frage ist weniger, ob österreichische Versicherer diesen Schritt gehen, sondern wann und mit welchem Partner. Je früher Sie echte Fachbereichs-Use-Cases produktiv bringen, desto schneller zahlt sich KI nicht nur in Präsentationen, sondern direkt in Ihrer GuV aus.