Warum Microsoft für KI-Versicherungen der ideale Partner ist

KI für österreichische Versicherungen: InsurTechBy 3L3C

Warum Microsoft für KI in der Versicherungswirtschaft ideal ist – und wie österreichische Versicherer davon für Schaden, Risiko, Betrug und Tarife konkret profitieren.

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Warum Microsoft für KI-Versicherungen der ideale Partner ist

Österreichische Versicherer investieren 2025 so viel in KI wie nie zuvor – laut Branchenumfragen fließen bei großen Häusern bereits 30–40 % der IT-Innovationsbudgets in Themen wie Schadenautomatisierung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife. Doch die meisten Projekte scheitern nicht an Use Cases, sondern an der Frage: Auf welcher Plattform und mit welchem Partner bauen wir diese KI-Lösungen eigentlich sicher und skalierbar auf?

Genau da setzt diese Folge unserer Reihe „KI für österreichische Versicherungen: InsurTech“ an. Wir schauen uns an, warum das InsurTech Zelros seine KI-Plattform konsequent auf Microsoft Azure aufgebaut hat – und was österreichische Versicherer konkret daraus lernen können, wenn sie eigene KI-Initiativen starten oder ausbauen wollen.

Ich gehe dabei bewusst über die ursprüngliche Zelros-Story hinaus und übersetze sie in eine pragmatische Entscheidungsgrundlage für CIOs, CDOs und Fachbereiche in der heimischen Versicherungslandschaft.


1. Die eigentliche Herausforderung: Nicht KI-Modelle, sondern Infrastruktur

Der wichtigste Punkt zuerst: Das größte Risiko in KI-Projekten ist selten das Modell, sondern die Basisplattform.

Für österreichische Versicherer bedeutet das konkret:

  • Die Aufsicht (FMA, EIOPA) verlangt Nachvollziehbarkeit, Datenschutz und Resilienz.
  • Kund:innen erwarten nahtlose, digitale Services – vom Online-Abschluss bis zur Echtzeit-Schadenmeldung.
  • Fachbereiche wollen schnelle Experimente mit KI, ohne monatelange IT-Projekte.

Ohne robuste Plattform führt das zu typischen Problemen:

  • Insellösungen: einzelne Chatbots hier, ein Pilot zur Betrugserkennung dort – alles auf unterschiedlichen Technologien.
  • Vendor-Lock-in bei Nischenanbietern ohne langfristige Roadmap.
  • Sicherheits- und Compliance-Fragen, die Projekte in der Rechtsabteilung festfahren.

Die Realität: Wer KI in der Versicherungswirtschaft ernsthaft skalieren will, braucht zuerst eine saubere Entscheidung für einen Cloud- und Technologie-Stack – und erst dann Use Cases.

Zelros hat diese Entscheidung früh getroffen: Die komplette Empfehlungstechnologie für Versicherer wurde auf Microsoft Azure aufgebaut. Genau dieses Vorgehen ist hochrelevant für österreichische Versicherungen, die 2025 in die nächste KI-Ausbaustufe gehen.


2. Warum Microsoft für Versicherungen so gut passt

Zelros hat seine Wahl strukturiert getroffen – entlang von Kriterien, die auch für österreichische Versicherer gelten. Übertragen auf den hiesigen Markt ergeben sich sechs Kernargumente.

2.1 Kein direkter Wettbewerb mit Versicherern

Für Finanz- und Versicherungsunternehmen ist klar: Ein Cloud-Partner darf nicht gleichzeitig im Kerngeschäft zum Konkurrenten werden.

Zelros schließt deshalb Anbieter aus, die eigene Versicherungsprodukte oder Vergleichsplattformen aufbauen. Microsoft dagegen:

  • konzentriert sich auf Infrastruktur, Plattformen und Produktivitätstools,
  • kooperiert mit Versicherern, statt als Produktanbieter in den Markt zu gehen,
  • stärkt gezielt das Partner-Ökosystem (InsurTechs, Systemintegratoren, Beratungen).

Für österreichische Versicherungen heißt das: Sie behalten die Kundenschnittstelle und Produktkompetenz, während Microsoft Technologie liefert.

2.2 Starke Marke in einer risikoaversen Branche

Versicherung ist Vertrauensgeschäft – nicht nur gegenüber Kund:innen, sondern auch gegenüber Technologiepartnern. Microsoft bringt hier handfeste Vorteile:

  • langjährige Präsenz im Enterprise-Segment,
  • klare Roadmap im Finanzsektor,
  • anerkannte Zertifizierungen und Audits.

Gerade in Gremiendiskussionen (Vorstand, Aufsichtsrat, Betriebsrat) ist es schlicht einfacher, ein KI-Vorhaben auf einem global etablierten Player zu argumentieren als auf einem unbekannten Spezial-Cloud-Anbieter.

2.3 Globale Präsenz und regionale Datenhaltung

Österreichische Versicherungsgruppen sind oft in CEE aktiv. Gleichzeitig gelten strenge lokale Vorgaben zur Datenlokalisierung.

Microsoft bietet:

  • Rechenzentren in Europa inkl. „EU Data Boundary“,
  • Optionen für regionale Datenhaltung, die mit DSGVO und den Anforderungen der Aufsicht harmonieren,
  • konsistente Services über Ländergrenzen hinweg – wichtig für Konzernverbünde.

Wer heute KI für Schadenbearbeitung, Risikoprüfung oder Pricing konzernweit ausrollen will, braucht genau diese Kombination aus "globaler Plattform" und "lokaler Compliance".

2.4 Compliance und Datenschutz – gerade in Europa

Der Versicherungsbereich arbeitet mit hochsensiblen Daten: Gesundheitsdaten, Bonität, Fahrverhalten, Telematik, Smart-Home-Sensorik. Fehler beim Datenschutz sind hier existenzbedrohend.

Microsoft adressiert diese Anforderungen u. a. durch:

  • umfangreiche Zertifizierungen (ISO, SOC, branchenbezogene Standards),
  • Funktionen für Verschlüsselung, Key Management und Zugriffskontrolle,
  • Werkzeuge zur Protokollierung und Nachvollziehbarkeit von KI-Workflows.

Zelros konnte durch den Azure-Stack schneller nachweisen, dass KI-Lösungen für Versicherer prüfbar, sicher und auditierbar funktionieren – ein entscheidendes Argument, damit Fachbereiche und Compliance gemeinsam an Bord sind.

2.5 Vollständiger Tech-Stack statt Flickenteppich

Aus Sicht von CIOs und CDOs in Österreich ist ein Punkt besonders wichtig: Die KI-Plattform muss mehr können als nur „Modelle hosten“.

Azure bietet u. a.:

  • Data Lake, Data Warehouse und Streaming-Services für große Datenmengen,
  • MLOps-Funktionalitäten für das Training, Versionieren und Ausrollen von Modellen,
  • Managed Services für Conversational AI, Computer Vision und Dokumentenverarbeitung,
  • Security-, Monitoring- und Governance-Werkzeuge in einem konsistenten Ökosystem.

Zelros nutzt diese Bausteine, um sich auf das zu konzentrieren, was den Unterschied macht: versicherungs­spezifische Logik, Empfehlungssysteme, Agentencoaching, Next-Best-Action im Vertrieb.

Genau hier liegt auch die Chance für österreichische Versicherer: Weniger Energie in das Bauen von Basis-IT stecken, mehr in Fach-Use-Cases wie

  • automatisierte Schadenbearbeitung,
  • KI-gestützte Betrugserkennung,
  • dynamische, personalisierte Tarife,
  • intelligente Unterstützung von Makler:innen und Agent:innen.

2.6 Sicherheit auf Bankenniveau

Versicherung ist informationsintensiv – täglich werden sensible Kundendaten verarbeitet. Ein KI-Stack muss deshalb Security-by-Design mitbringen:

  • Zero-Trust-Ansätze,
  • fein granulare Rollen- und Rechtekonzepte,
  • kontinuierliche Überwachung und Incident Response.

Zelros betont, dass gerade diese Sicherheitsarchitektur einer der Gründe war, sich für Azure zu entscheiden. Für österreichische Versicherer, die ohnehin eng mit Banken und Finanzdienstleistern verzahnt sind, ist dieses Sicherheitsniveau ein Muss.


3. Die „Bonus-Effekte“: Wie Microsoft KI-Innovationen beschleunigt

Neben der soliden Technologie-Basis gibt es Effekte, die vielfach unterschätzt werden – für InsurTechs wie Zelros, aber genauso für große Versicherungsgruppen.

3.1 Partnerprogramme und Co-Innovation

Zelros war Teil des AI Factory Program bei Microsoft und wurde später mehrfach ausgezeichnet. Relevanter als die Titel sind aber die Inhalte solcher Programme:

  • Zugang zu technischen Expert:innen,
  • Co-Selling mit Microsoft-Vertriebsteams,
  • gemeinsame Brancheninitiativen (z. B. für Insurance-Cloud-Referenzarchitekturen).

Übertragen auf Österreich: Versicherer können gezielt von Branchenfokus-Programmen und lokalen Microsoft-Teams profitieren – etwa für:

  • Pilotierungen im Bereich Generative AI im Kundenservice,
  • schnelle MVPs für KI-gestützte Risikoprüfung,
  • gemeinsame Referenzprojekte, die auch gegenüber der FMA Vertrauen schaffen.

3.2 Schnellere Innovation bei KI-Services

Zelros beschreibt einen interessanten Effekt: Alle 6–12 Monate bringt Microsoft weiterentwickelte KI-Basisdienste auf den Markt – z. B.

  • bessere Natural Language Understanding (NLU) für Chat- und Voicebots,
  • leistungsfähigere Dokumentenverarbeitung (Form Recognizer, Cognitive Services),
  • optimierte Pipelines für Computer Vision.

Für Versicherer heißt das:

Die eigene KI-Lösung wird kontinuierlich besser, obwohl intern gar kein Großprojekt läuft – weil sich die darunterliegende Plattform weiterentwickelt.

Genau das braucht man, wenn man nicht jedes Jahr die komplette Architektur neu denken möchte.

3.3 Investitionen in Generative AI und LLMs

Mit der massiven Beteiligung an OpenAI und dem Aufbau sicherer Infrastrukturen für Large Language Models (LLMs) hat Microsoft einen klaren Weg markiert: KI wird in den nächsten Jahren tief in alle Versicherungsprozesse wandern.

Praktische Anwendungsszenarien für österreichische Versicherer:

  • KI-Assistenten für Schadenregulierer, die Akten sichten, Fälle zusammenfassen und Handlungsvorschläge machen,
  • automatische Erstellung von leicht verständlichen Policen- oder Leistungszusammenfassungen für Kund:innen,
  • intelligente Unterstützung im Vertrieb, die aus Kundendaten und Gesprächsnotizen konkrete Cross- und Upselling-Angebote vorschlägt.

Zelros nutzt genau solche LLM-Fähigkeiten, um seine Empfehlungssysteme für Versicherungen laufend zu verfeinern – österreichische Häuser können diese Fähigkeiten direkt nutzen, statt sie mühsam selbst aufzubauen.


4. Politik, Daten-Souveränität und europäischer Anspruch – pragmatisch gelöst

Spätestens seit DSGVO und Diskussionen rund um den CLOUD Act steht eine Frage im Raum: Kann eine europäische Versicherungsgruppe auf eine US-geführte Cloud setzen und gleichzeitig Datenschutz und Souveränität sicherstellen?

Zelros geht hier einen pragmatischen Weg:

  • politisch wünscht man sich starke europäische Player,
  • praktisch entscheidet der beste Weg zur Umsetzung der eigenen Mission,
  • regelmäßig wird geprüft, ob die getroffene Wahl weiterhin die beste Option ist.

Für österreichische Versicherer ist die Situation ähnlich:

  • Die FMA erwartet ein klares Cloud Risk Assessment und stringentes Auslagerungsmanagement.
  • Kund:innen erwarten hohen Datenschutz – aber auch komfortable, moderne Services.
  • Interne Stakeholder wollen keine „Religionen“, sondern belastbare Entscheidungen.

Die Erfahrung aus dem Zelros-/Microsoft-Setup zeigt: Mit

  • europäischer Datenhaltung,
  • klaren Vertragswerken,
  • technischer Trennung und Verschlüsselung,
  • und gut dokumentierter Governance

kann man KI in der Cloud betreiben und regulatorische Anforderungen erfüllen.

Wesentlich ist, dass diese Fragen früh adressiert werden – idealerweise, bevor das erste KI-Pilotprojekt live geht.


5. Was österreichische Versicherer konkret tun sollten

Aus der Zelros-Erfahrung lassen sich fünf sehr konkrete Schritte ableiten, die in der heimischen Versicherungslandschaft 2025 den Unterschied machen.

5.1 KI-Strategie an Use Cases UND Plattform koppeln

  • Nicht nur „KI im Schaden“ oder „KI im Vertrieb“ planen, sondern parallel die Cloud- und Datenplattform entscheiden.
  • Prüfen, ob Azure (oder eine andere große Hyperscaler-Plattform) als Standard gesetzt werden soll – statt pro Projekt neu zu entscheiden.

5.2 Partner-Ökosystem bewusst aufbauen

  • InsurTechs wie Zelros, Systemintegratoren und Beratungen früh einbinden.
  • Partner wählen, die bereits auf Azure und im Versicherungsbereich referenziert sind.
  • Gemeinsame Zielbilder entwickeln: Welche Prozesse sollen in 24–36 Monaten KI-unterstützt laufen?

5.3 Schnell starten, aber sauber absichern

  • Mit klar begrenzten Piloten beginnen, z. B.:
    • KI-gestützte Schadenklassifikation
    • Betrugsscreening vor manueller Prüfung
    • Next-Best-Offer im Onlinevertrieb
  • Gleichzeitig: Governance, Datenschutz, MLOps und Monitoring von Anfang an mitdenken – nicht erst bei der dritten Ausbaustufe.

5.4 Generative AI gezielt in Kundenschnittstellen testen

  • Chat- oder Mail-Assistenten für einfache Kundenanfragen aufbauen.
  • interne Assistenten für Sachbearbeiter:innen (z. B. Zusammenfassung von Dokumenten, Vorschläge für Schreiben) pilotieren.
  • immer mit menschlicher Kontrolle („human in the loop“) starten, um Qualität und Haftungsfragen im Griff zu behalten.

5.5 Regelmäßig hinterfragen, aber nicht blockieren

  • Die Wahl des Technologiepartners ist keine Entscheidung „für die Ewigkeit“, aber eine Entscheidung „für die nächsten Jahre“.
  • Governance etablieren, die jährlich prüft:
    • Passen Sicherheit, Compliance und Kosten noch?
    • Bietet die Plattform neue Services, die wir nutzen sollten?
    • Gibt es Alternativen, die besser zu unserer Strategie passen?

Wer so vorgeht, kommt aus der Endlosschleife von „noch mehr Studien, noch mehr Vergleiche“ heraus und kommt ins Umsetzen.


Fazit: KI-Erfolg in der Versicherung beginnt mit der richtigen Partnerschaft

Der Weg von Zelros zeigt sehr klar: Die Wahl von Microsoft als Plattformpartner war weniger eine IT- als eine Geschäftsentscheidung. Sie hat ermöglicht, sich voll auf versicherungs­spezifische Wertschöpfung zu konzentrieren – von personalisierten Produktempfehlungen über effizientere Schadenbearbeitung bis hin zu datengetriebener Betrugsprävention.

Für österreichische Versicherer, die heute in KI-Initiativen investieren, gilt dasselbe: Wer KI für Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife ernsthaft skalieren will, braucht eine starke, vertrauenswürdige Plattform und ein belastbares Partner-Ökosystem.

Wer Azure – wie Zelros – als Fundament nutzt, kauft sich nicht nur Technologie ein, sondern auch:

  • laufende Innovationssprünge bei KI-Services,
  • Unterstützung bei komplexen Enterprise-Deals,
  • und die Option, Generative AI sicher in hochregulierten Prozessen einzusetzen.

Wenn Sie in Ihrer Organisation gerade vor der Frage stehen, wie Sie KI von einzelnen Piloten in die Fläche bringen, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Plattformfrage konsequent zu klären – und Partner zu wählen, die diese Reise bereits gegangen sind.


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