Wie Tallence Versicherer fit fĂĽr KI und BPM macht

KI für österreichische Versicherungen: InsurTech••By 3L3C

Ă–sterreichische Versicherer brauchen 2025 BPM und KI, um Schaden, Risiko und Tarife profitabel zu steuern. Tallence zeigt, wie der Sprung von Pilot zu Skalierung gelingt.

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Warum Versicherer 2025 ohne KI und BPM ins Hintertreffen geraten

Ein Wertpapier-Depot lässt sich heute in unter 10 Minuten online eröffnen, ein Bankkredit in 24 Stunden entscheiden. Ein durchschnittlicher Kfz-Schaden in der DACH-Versicherungswelt dauert dagegen oft noch mehrere Tage bis Wochen – trotz vorhandener Daten, klarer Regeln und wiederkehrender Abläufe.

Genau hier liegt das Problem für viele Versicherer in Österreich: Kund:innen vergleichen nicht mehr nur Versicherer untereinander, sondern mit dem digitalen Erlebnis von Banken, Telkos oder Mobilitäts-Apps. Wer Schadenbearbeitung, Risikoprüfung und Kundenservice nicht konsequent digitalisiert und mit KI sowie Business Process Management (BPM) denkt, verliert – Kunden, Margen und Talente.

Die gute Nachricht: Die Bausteine für eine moderne, KI-gestützte Versicherungswelt sind längst vorhanden. Und Unternehmen wie die Tallence AG zeigen sehr konkret, wie sich diese Bausteine zu einer tragfähigen Architektur verbinden lassen – von der Legacy-Modernisierung bis zur skalierbaren KI-Anwendung.

Dieser Beitrag ordnet das Interview mit Tallence im Kontext unserer Serie „KI für österreichische Versicherungen: InsurTech“ ein und übersetzt es in praktische Leitplanken für österreichische Versicherer, die 2025 wirklich vorankommen wollen.


Tallence als Digitalisierungspartner: Was steckt dahinter?

Tallence ist mehr als ein klassisches IT-Haus. Das Unternehmen kombiniert ĂĽber 25 Jahre Erfahrung in komplexen Transformationsprojekten mit einem klaren Fokus auf Versicherungen und kritische Infrastrukturen. Die Leitidee ist simpel: Technologie-Exzellenz allein reicht nicht, sie muss mit Branchen-Know-how und mutigen Entscheidungen in der Organisation zusammenkommen.

Kernversprechen: Tallence versteht sich als Partner „auf Augenhöhe“ – vom agilen InsurTech bis zum etablierten Versicherer mit historisch gewachsener Systemlandschaft.

Was Tallence im Versicherungsumfeld besonders relevant macht:

  • Interdisziplinäre Teams: Technologie, Strategie, Design und Entwicklung arbeiten gemeinsam an Ende-zu-Ende-Lösungen.
  • Breites Architektur-Know-how: Integration, Migration, Legacy-Modernisierung, Cloud-Plattformen, BPM, Identity & Access Management und KI.
  • Cross-Industry-Erfahrung: Projekte u. a. in Telekommunikation, Finanzsektor und Mobilität – Branchen, die bei digitaler Kundenerfahrung oft zwei Schritte voraus sind.

Für österreichische Versicherer ist genau diese Mischung spannend: Viele Herausforderungen sind ähnlich wie in Deutschland – Solvency II, ESG, steigender Kostendruck, Fachkräftemangel – aber die Märkte sind kleiner und Budgets begrenzter. Ein Partner, der bewährte Muster aus größeren Märkten mitbringt und auf österreichische Rahmenbedingungen adaptieren kann, verschafft klaren Vorsprung.


Operative Exzellenz durch Business Process Management

Operative Exzellenz in der Versicherung beginnt bei stabilen, durchgängigen Prozessen – und nicht bei einer schicken App. Tallence setzt genau da an, wo es wirklich weh tut: in der Prozesslandschaft.

Warum BPM fĂĽr Versicherer 2025 nicht mehr optional ist

Business Process Management ist fĂĽr Versicherungen der Hebel, um:

  • Kosten pro Vorgang zu senken (z. B. Kosten je Schadenfall oder Polizzenerstellung)
  • Bearbeitungszeiten massiv zu verkĂĽrzen (Stichwort: „Straight Through Processing“)
  • Compliance-Anforderungen nachweisbar zu erfĂĽllen
  • Prozesse skalierbar zu machen, etwa bei Unwetterereignissen oder saisonalen Peaks

Ein typisches Beispiel aus der Praxis in Ă–sterreich:

  • Kfz-Schadenmeldung kommt via Online-Formular, E-Mail oder Makler
  • Mitarbeitende ĂĽbertragen Daten manuell in das Kernsystem
  • RĂĽckfragen erfolgen per Telefon oder E-Mail ohne klare Struktur
  • Dokumente liegen verteilt in Ordnern, E-Mail-Postfächern und Tools

Mit BPM und einem klaren Zielbild sieht derselbe Prozess anders aus:

  1. Standardisierte Schadenstrecke mit digitaler Erfassung aller relevanten Daten.
  2. Automatisierte Vorprüfung (Vollständigkeit, Policenprüfung, Deckungsumfang).
  3. Regelbasierte Steuerung an Sachbearbeiter, Partnerwerkstatt oder Gutachter.
  4. Transparente Statusanzeige fĂĽr Kund:innen in Portal oder App.

Wie Tallence BPM in der Praxis denkt

Tallence geht über reine Prozessdigitalisierung hinaus und verfolgt einen „Neudenken statt nur digitalisieren“-Ansatz:

  • Prozesse werden ende-zu-ende analysiert, nicht nur „an der Oberfläche“ automatisiert.
  • MedienbrĂĽche werden systematisch identifiziert und eliminiert.
  • BPM wird mit Cloud, Integration und Identity & Access Management verzahnt.

Für österreichische Versicherer heißt das: Wer heute noch Fachabteilungen „ihre“ Prozesse im stillen Kämmerlein definieren lässt und diese dann 1:1 in ein Workflow-Tool gießt, wird den Wettbewerbsvorteil von BPM nicht heben. Es braucht einen Partner, der Fachlichkeit, IT und Customer Experience zusammen an einen Tisch bringt.


KI-Skalierung: Vom PoC zum produktiven Nutzen in der Assekuranz

KI in Versicherungen rechnet sich erst dann, wenn sie skaliert – also nicht nur in einem Leuchtturmprojekt, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt wird. Genau hier setzt Tallence als „Enabler“ an.

Wo KI österreichischen Versicherern heute schon hilft

Typische KI-Anwendungsfelder, die sich 2025 schnell monetarisieren lassen:

  • Schadenbearbeitung
    • Automatisierte Dokumentenklassifikation (Rechnungen, Gutachten, Fotos)
    • KI-gestĂĽtzte Betrugserkennung bei auffälligen Mustern
    • Priorisierung und Routing von Schäden nach Komplexität
  • Risikobewertung & Underwriting
    • Nutzung externer Datenquellen (z. B. Geodaten, Wetterdaten, Bonitätsinformationen)
    • KI-gestĂĽtzte Modellierung von Risikoprofilen
  • Personalisierte Tarife & Angebote
    • Dynamische Tarifmodelle z. B. in Kfz, Reise oder Kranken-Zusatz
    • Next-Best-Offer-Modelle im Bestandsgeschäft

Für Österreich ist besonders spannend: Durch die oft überschaubareren Bestände lassen sich KI-Anwendungen gut in kontrollierten Piloten testen. Entscheidend ist aber, dass man aus diesen Piloten skalierbare Standards macht – statt jedes Mal neu zu beginnen.

Der Ansatz von Tallence bei KI

Tallence verfolgt einen klaren Kurs: praxisnah, sicher, compliance-konform. KI wird nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Baustein in einer Gesamtarchitektur.

Das bedeutet konkret:

  • Klare Datenstrategie: Ohne saubere, zugängliche Daten ist jedes KI-Projekt von Anfang an limitiert.
  • Governance & Compliance: BerĂĽcksichtigung von Datenschutz, Modelltransparenz, Audit-Fähigkeit.
  • Nahtlose Integration in bestehende Prozesse und Systeme, statt lose „KI-Inseln“.

Ein Versicherer in Österreich, der etwa KI zur Betrugserkennung im Kfz-Schaden einsetzen will, sollte nicht nur ein Modell trainieren lassen, sondern vor allem klären:

  • Wie flieĂźen KI-Entscheidungen in das BPM-System ein?
  • Wer darf KI-Empfehlungen ĂĽbersteuern und wie wird das protokolliert?
  • Welche Erklärbarkeit braucht das Modell gegenĂĽber Revision und Aufsicht?

Genau an diesen Schnittstellen zwischen Fachbereich, IT, Compliance und Aufsichtsratsgremien entscheidet sich, ob KI wirklich produktiv geht – oder als „interessanter PoC“ in der Schublade endet.


Vom InsurTech-Lab zur Umsetzung: Was das InsurLab-Modell fĂĽr Ă–sterreich bedeutet

Tallence ist nicht zufällig Mitglied im InsurLab Germany und unter anderem auch im BITKOM aktiv. Dahinter steckt eine klare Überzeugung: Innovation in Versicherungen entsteht im Netzwerk, nicht im Elfenbeinturm einzelner Häuser.

Für österreichische Versicherer ist das hochrelevant, denn die Ressourcen für eigene große Innovationslabore sind begrenzt. Der Mehrwert solcher Netzwerke lässt sich gut in drei Punkten zusammenfassen:

  1. Gemeinsame Lernkurve

    • Was in Deutschland in einem Use Case funktioniert hat, kann oft mit leichten Anpassungen in Ă–sterreich genutzt werden.
    • Fehler mĂĽssen nicht doppelt gemacht werden.
  2. Cross-Industry-Impulse

    • Erfahrungen aus Telko, Banken oder Mobilität zeigen, wie man groĂźe Kundenzahlen effizient managt.
    • Viele Muster (z. B. Self-Service-Portale, Echtzeit-Status, Authentifizierungsstrecken) sind direkt ĂĽbertragbar.
  3. Skalierbare Partnerschaften

    • Versicherer mĂĽssen nicht jedes Tool und jede Kompetenz selbst aufbauen.
    • Durch Partner wie Tallence lassen sich InsurTech-Lösungen strukturiert integrieren und betreiben.

Für die österreichische InsurTech-Szene heißt das: Wer früh mit erfahrenen Digitalisierungspartnern und branchenübergreifenden Netzwerken kooperiert, muss weniger in „Trial & Error“ investieren und kommt schneller zu tragfähigen Geschäftsmodellen.


Konkrete nächste Schritte für österreichische Versicherer

Die Frage ist nicht, ob KI und BPM in der österreichischen Versicherungswelt ankommen – sondern, wie gut vorbereitet jedes einzelne Unternehmen ist, wenn es ernst wird. Hier ein pragmatischer Fahrplan, der sich aus den Erfahrungen von Tallence und ähnlichen Partnern ableiten lässt.

1. Prozesslandkarte aktualisieren

  • Identifizieren Sie die Top-10-Kernprozesse nach Volumen und Kosten (z. B. Kfz-Schaden, Vertragsänderung, Storno).
  • Bewerten Sie Durchlaufzeiten, MedienbrĂĽche und manuelle Schritte.
  • Priorisieren Sie 2–3 Prozesse mit hohem Automatisierungspotenzial fĂĽr ein erstes BPM-/KI-Programm.

2. Datenbasis klären

  • PrĂĽfen Sie, wo welche Daten liegen (Kernsysteme, DMS, Excel, E-Mail, Maklerportale).
  • Legen Sie Mindeststandards fĂĽr Datenqualität und Zugänglichkeit fest.
  • Etablieren Sie eine Daten-Governance, die auch KI-Anwendungen explizit berĂĽcksichtigt.

3. Zielarchitektur definieren

  • Skizzieren Sie eine Ziel-IT-Architektur, in der BPM, KI, Identity & Access Management und Cloud klar zusammenspielen.
  • Planen Sie, wie Legacy-Systeme schrittweise modernisiert oder entkoppelt werden.
  • Definieren Sie technische und fachliche Schnittstellen fĂĽr InsurTech-Partner.

4. Pilotprojekte starten – aber skalierbar denken

  • Wählen Sie Use Cases, bei denen Erfolg messbar ist (z. B. -30 % Bearbeitungszeit im Schaden, +20 % Dunkelverarbeitungsquote).
  • Setzen Sie von Beginn an auf wiederverwendbare Bausteine (z. B. standardisierte KI-Services fĂĽr Dokumentenklassifikation).
  • Verankern Sie Change Management: Schulungen, Kommunikation, neue Rollenprofile.

5. Den richtigen Partner einbinden

  • PrĂĽfen Sie bei potenziellen Partnern wie Tallence:
    • Erfahrung in kritischen Infrastrukturen und regulierten Branchen
    • Nachweisbare BPM- und KI-Projekte in der Assekuranz
    • Fähigkeit, Fachbereich, IT und Compliance zu moderieren

Wer hier sauber vorgeht, wird seine Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und Tarifgestaltung spürbar verbessern – und zwar messbar, nicht nur im Marketing-Sprech.


Warum jetzt handeln – und nicht im nächsten Strategiezyklus

Versicherer in Österreich stehen 2025 unter Druck: steigende Schadenkosten, volatile Kapitalmärkte, wachsender Wettbewerb durch InsurTechs und internationale Player. Gleichzeitig wächst die Erwartungshaltung der Kund:innen nach digitalen, schnellen und transparenten Services.

Operative Exzellenz durch BPM und skalierbare KI-Anwendungen sind keine „nice to haves“ mehr, sondern die Voraussetzung, um in diesem Markt stabil und profitabel zu bleiben. Genau hier positioniert sich Tallence als Digitalisierungspartner, der bewährte Methoden aus Deutschland und anderen Branchen mitbringt und auf die Bedürfnisse von Versicherern im DACH-Raum zuschneidet.

Wer jetzt

  • seine Prozesslandschaft ernsthaft aufräumt,
  • Daten und Architektur zukunftsfähig aufstellt und
  • KI-Lösungen nicht nur testet, sondern produktiv bringt,

wird in den nächsten Jahren nicht nur Kosten senken, sondern vor allem Kund:innen gewinnen und halten.

Die Frage, die sich jede österreichische Versicherung heute stellen sollte, lautet daher nicht: „Wollen wir KI und BPM einsetzen?“, sondern: „Mit wem und wie schnell bringen wir das auf die Straße?“