Wie Tallence Versicherer fit für KI und BPM macht

KI für österreichische Versicherungen: InsurTechBy 3L3C

Österreichische Versicherer stehen unter Druck. Wie BPM, KI und ein Digitalisierungspartner wie Tallence operative Exzellenz, bessere Schadenprozesse und neue Tarife ermöglichen.

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Warum österreichische Versicherer jetzt handeln müssen

Ein Detail sagt alles: Laut europäischen Marktstudien liegen die Prozesskosten pro Polizze im klassischen Bestandsgeschäft oft um 30–40 % höher als bei digital aufgestellten InsurTechs. Genau hier entsteht der Druck – auch in Österreich. Margen sinken, Kund:innen erwarten Echtzeit-Services, Aufsicht und Regulatorik werden strenger. Wer jetzt seine Prozesse und Datenwelt nicht in den Griff bekommt, verliert Anschluss.

Die gute Nachricht: Die Bausteine sind vorhanden. Business Process Management (BPM), Cloud, moderne Integrationsarchitekturen und vor allem skalierbare KI-Anwendungen sind heute Standard – aber kaum ein Haus nutzt sie konsequent entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Im InsurLab Germany zeigt die Tallence AG sehr deutlich, wie ein Digitalisierungspartner Versicherer vom Flickwerk hin zu einer belastbaren, KI-fähigen Architektur führt.

In diesem Beitrag – als Teil unserer Reihe „KI für österreichische Versicherungen: InsurTech“ – schauen wir uns an, wie dieser Ansatz funktioniert, warum er für den österreichischen Markt hochrelevant ist und wo konkrete Einstiegspunkte für Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife liegen.


Tallence als Enabler: Mehr als nur ein IT-Dienstleister

Der Kernpunkt bei Tallence ist klar: Technologie-Exzellenz allein reicht nicht, wenn sie nicht mit Branchenverständnis und Change-Fähigkeit verbunden wird.

„Wir verstehen uns als verlässlicher Partner auf Augenhöhe – vom agilen InsurTech bis hin zum etablierten Versicherer mit kritischer Infrastruktur.“

Was Tallence im Versicherungsumfeld konkret macht

Aus dem Interview im InsurLab Germany und aus Projekterfahrung lässt sich das Leistungsprofil gut auf den Punkt bringen:

  • Integration & Migration: Altsysteme sauber an neue Plattformen anbinden, Datenströme strukturieren, Schnittstellen stabilisieren.
  • Legacy-Modernisierung: Monolithische Kernsysteme schrittweise in modulare, API-fähige Landschaften überführen.
  • Cloud-Plattformen: Skalierbare, sichere Umgebungen für KI, Analytics und digitale Services aufbauen.
  • Business Process Management (BPM): Fachprozesse modellieren, automatisieren und messbar optimieren.
  • Identity & Access Management (IAM): Rechte- und Rollenkonzepte, sichere Zugänge, regulatorisch sauber.
  • KI-gestützte Lösungen: Von der intelligenten Schadenprüfung bis zu Next-Best-Offer-Modellen entlang der Customer Journey.

Genau diese Kombination ist für österreichische Versicherer interessant, die oft mit starken Legacy-Landschaften, gewachsenen Maklerstrukturen und nationalen regulatorischen Anforderungen (z. B. FMA, DSGVO, IDD) zu kämpfen haben.


Operative Exzellenz: BPM als Fundament für jede KI-Strategie

Operative Exzellenz ist kein Buzzword, sondern eine klare Zielgröße: weniger Medienbrüche, weniger manuelle Arbeit, mehr Dunkelverarbeitung – bei gleichbleibender oder besserer Compliance.

Tallence setzt beim Business Process Management an. Das ist für KI-Projekte entscheidend, weil schlecht definierte oder inkonsistente Prozesse jede KI-Anwendung ausbremsen.

Warum BPM vor KI kommen sollte

Wer zuerst seine Prozesse aufräumt, profitiert mehrfach:

  1. Standardisierte Abläufe: KI-Modelle lassen sich nur dann robust trainieren, wenn klar ist, was ein „guter Prozess“ überhaupt ist.
  2. Saubere Datenbasis: Automatisierte Prozesse produzieren konsistentere Daten – das erhöht die Modellqualität.
  3. Messbarkeit: Durchlaufzeiten, Fehlerquoten, STP-Quote (Straight Through Processing) werden transparent. So lässt sich exakt nachweisen, was KI bringt.

Viele Häuser machen den Fehler, Pilot-KI in chaotische Prozesse zu werfen. Das sorgt für Frust in den Fachbereichen, weil Ergebnisse inkonsistent sind und Mehrwert schwer belegbar ist. BPM schafft hier die Grundlage.

Praxisbeispiel: Schadenbearbeitung motor / Haushalt

Nehmen wir einen österreichischen Kompositversicherer:

  • Heute: Erstanzeige per E-Mail oder Portal, manuelle Sichtung im Backoffice, Rückfragen per Telefon, Freigabe oft in mehreren Stufen.
  • Zielbild mit BPM & KI:
    • Schadenmeldung wird strukturiert im Portal erfasst.
    • BPM-Engine steuert automatisch den Prozess (Prüfung Deckung, Selbstbehalt, Vorversicherungen).
    • KI-Modell bewertet Plausibilität, Betrugsrisiko und Vorschlag zur Reservenbildung.
    • Unkritische Fälle gehen in Dunkelverarbeitung mit automatischer Auszahlung.

Ergebnis: Kürzere Bearbeitungszeiten, geringere Prozesskosten, bessere Kundenerfahrung – und ein prüfbarer Audit-Trail für Revisor:innen und Aufsicht.


KI-Skalierung: Vom Pilot zum produktiven Ökosystem

Die meisten Versicherer in Österreich haben bereits KI-Piloten gestartet: Textklassifikation im Posteingang, einfache Chatbots, erste Risk-Scoring-Modelle. Das Problem: Sie bleiben im Experimentierstatus hängen.

Tallence adressiert im InsurLab Germany genau diese Lücke: KI-Skalierung und -Anwendung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Was heißt „KI skalieren“ im Versicherungsumfeld?

Skalierung bedeutet, KI nicht als Einzelprojekt, sondern als wiederverwendbare Fähigkeit in der Organisation zu verankern:

  • Gemeinsame Daten- und Modellplattform für verschiedene Sparten (Leben, Sach, Kfz, Gesundheit).
  • Standardisierte MLOps-Prozesse: Training, Deployment, Monitoring, Re-Training mit klaren Verantwortlichkeiten.
  • Rechtssichere Governance: Dokumentation, Erklärbarkeit der Modelle, Umgang mit Bias, DSGVO-konforme Verarbeitung.
  • Fachliche Produktisierung: KI-Ergebnisse sind als Services verfügbar – z. B. risk_score, fraud_score, churn_score.

Für österreichische Versicherer ist vor allem das Thema Compliance und Erklärbarkeit sensibel, etwa bei KI-gestützter Risikoprüfung in der Lebens- oder Krankenversicherung. Ein Partner wie Tallence, der KI ausdrücklich „praxisnah, sicher und compliance-konform“ ausrichtet, schafft hier Vertrauen bei Vorstand, Aufsichtsräten und Betriebsrat.

Konkrete Use Cases für den österreichischen Markt

  1. Risikobewertung und Underwriting

    • Vorprüfung von Anträgen anhand von Kundendaten und externen Datenquellen.
    • Empfehlung von Tarif- und Produktkombinationen.
    • Reduktion manueller Vorprüfungen um z. B. 30–50 %.
  2. Betrugserkennung im Schaden

    • KI-Modelle erkennen Muster aus historischen Betrugsfällen.
    • Anomalieerkennung bei Serien von Kleinschäden.
    • Priorisierung für erfahrene Sachbearbeiter:innen statt Vollprüfung aller Fälle.
  3. Personalisierte Tarife und Next Best Offer

    • Nutzung von Verhaltens- und Interaktionsdaten, um passende Zusatzdeckungen vorzuschlagen.
    • Bessere Konversionsraten im Online-Vertrieb und im Maklergeschäft.
  4. Service- und Kommunikations-KI

    • Intelligente Assistenten im Kundenportal, die Fragen zu Polizzen, Deckung und Schadenstatus beantworten.
    • Entlastung von Call-Centern und Steigerung der Erreichbarkeit, auch abends und am Wochenende.

Cross-Industry-Know-how: Warum Branchenmix ein Vorteil ist

Tallence bringt Erfahrungen u. a. aus Telekommunikation, Finanzsektor und Mobilität in die Versicherungswelt. Das ist kein nettes Add-on, sondern ein echter Beschleuniger.

Hier ein paar Beispiele, wie sich das auf österreichische Versicherer übertragen lässt:

Telekommunikation: Umgang mit Massendaten und Echtzeitprozessen

Telkos sind gezwungen, Millionen von Transaktionen täglich in Echtzeit zu verarbeiten. Die dort erprobten Patterns helfen auch Versicherern:

  • Event-getriebene Architekturen (z. B. Echtzeit-Benachrichtigung bei Schadenstatusänderung).
  • Flexible Produktsysteme, die Tarifvarianten schnell abbilden können.
  • Self-Service-Portale mit hoher Usability – ein Gebiet, auf dem Versicherungen traditionell schwächer sind.

Finanzsektor: Regulatorik und Risikomanagement

Banken und Versicherungen teilen viele Anforderungen: strenge Aufsicht, hohe Datenschutzstandards, komplexe Risikomodelle. Erfahrungen aus Banking-Projekten helfen bei:

  • Aufbau von Data Governance-Strukturen.
  • Einführung von KI-Risikomodellen unter regulatorischer Beobachtung.
  • Konsistenter Dokumentation für interne und externe Prüfungen.

Mobilität: Ökosysteme und Partnerschaften

Versicherungsprodukte sind immer häufiger Teil größerer Mobilitäts-Ökosysteme (z. B. Pay-per-use, Carsharing, E-Scooter). Das verlangt:

  • saubere API-Schnittstellen,
  • flexible Pricing-Modelle,
  • Echtzeit-Polizzenerstellung und Schadenabwicklung.

Ein Digitalisierungspartner mit Cross-Industry-Know-how kann österreichischen Versicherern helfen, sich in solche Ökosysteme glaubwürdig einzuklinken – statt nur reiner Risikoträger im Hintergrund zu sein.


Was bedeutet das konkret für österreichische Versicherer?

Die Frage ist nicht mehr, ob KI und BPM in der Assekuranz ankommen, sondern wie schnell und wie strukturiert man das Thema angeht. Aus dem Tallence-Ansatz lassen sich klare Handlungsschritte ableiten.

1. Status quo schonungslos analysieren

  • Welche Kernprozesse (Schaden, Bestand, Inkasso, Vertrieb) bremsen aktuell am stärksten?
  • Wo ist der Medienbruch besonders groß (Papier, E-Mail, Fax vs. Portal und API)?
  • Welche Daten liegen zwar vor, werden aber nicht sinnvoll genutzt?

Ohne diese Bestandsaufnahme entstehen KI-Projekte nach dem Gießkannenprinzip.

2. BPM-Roadmap vor KI-Projekten definieren

  • Kritische End-to-End-Prozesse identifizieren.
  • Zielgrößen setzen (z. B. +20 % Dunkelverarbeitung, -30 % Durchlaufzeit).
  • BPM-Tools und Governance festlegen.

Erst wenn klar ist, wie ein Zielprozess aussieht, lohnt sich der Einsatz von KI in diesem Prozess.

3. KI-Use-Cases fokussiert priorisieren

Statt 15 Piloten parallel zu fahren, haben sich 3–5 strategische Leuchtturmprojekte bewährt, etwa:

  • KI-gestützte Schadenklassifikation,
  • Betrugs-Scoring in Kfz,
  • personalisierte Tarifvorschläge im Online-Abschluss.

Hier können Digitalisierungspartner wie Tallence helfen, Business-Impact, technische Machbarkeit und regulatorische Risiken strukturiert gegeneinander abzuwägen.

4. Organisation und Menschen mitnehmen

Technologie ist nur die halbe Miete. Erfolgreiche Versicherer:

  • schulen Fachabteilungen in Daten- und KI-Kompetenz,
  • bauen interdisziplinäre Teams aus IT, Fachbereich, Aktuariat und Compliance auf,
  • etablieren klare Rollen für Data Owner, Product Owner und KI-Verantwortliche.

Gerade im österreichischen Markt mit oft langjährigen Mitarbeitenden ist klare Kommunikation und Beteiligung entscheidend, um Skepsis gegenüber KI abzubauen.


Fazit: Vom Projektdenken zur digitalen Partnerschaft

Die Tallence AG positioniert sich im InsurLab Germany als Digitalisierungspartner für Versicherungen, der nicht nur einzelne Tools einführt, sondern Versicherer über Jahre hinweg auf ihrem Weg zur daten- und KI-getriebenen Organisation begleitet. Genau diese Art von Partnerschaft wird auch für österreichische Häuser entscheidend sein.

Wer Schadenbearbeitung, Risikobewertung, Betrugserkennung und personalisierte Tarife ernsthaft modernisieren will, braucht:

  • ein stabiles BPM-Fundament,
  • eine klar strukturierte Daten- und KI-Architektur,
  • Cross-Industry-Erfahrung,
  • und Partner, die auf Augenhöhe mit IT, Fachbereich und Management sprechen.

Die Frage für österreichische Versicherungen lautet daher: Bleiben KI und BPM Einzelprojekte – oder werden sie zum festen Bestandteil der Unternehmens-DNA?
Wer diesen Schritt jetzt konsequent geht, wird in ein paar Jahren nicht nur niedrigere Kosten und schnellere Prozesse haben, sondern vor allem eines: Kund:innen, die bleiben, weil der digitale Service einfach funktioniert.

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