Libra im Kanzleialltag: So nutzen Sie den KI-Chatbot richtig

KI für deutsche Rechtsanwälte: LegalTech Praxis••By 3L3C

Libra zeigt, wie KI-Chatbots fĂĽr Jurist:innen wirklich produktiv werden: datenschutzkonform, praxisnah und mit klaren Workflows fĂĽr den Kanzleialltag.

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KI-Chatbots fĂĽr Jurist:innen: Warum Libra jetzt spannend wird

Die meisten Kanzleien probieren KI aktuell eher nebenbei aus – mal ein Prompt in ChatGPT, mal eine Recherche mit DeepSeek. Parallel stapeln sich aber weiterhin Fristsachen, E-Mails und Entwürfe. Das passt nicht zusammen.

Hier liegt der Unterschied zwischen „Spielerei“ und echter LegalTech-Praxis: Wer KI nur im Browser nutzt, verschenkt Potenzial und riskiert Datenschutzprobleme. Wer dagegen eine juristisch ausgerichtete Plattform wie Libra sauber in den Kanzleialltag integriert, spart Zeit, reduziert Fehler und bleibt berufsrechtlich auf der sicheren Seite.

In dieser Folge der Reihe „KI für deutsche Rechtsanwälte: LegalTech Praxis“ schauen wir uns an, wie der KI-Chatbot Libra konkret in deutschen Kanzleien eingesetzt werden kann – und warum sich das kommende Webinar mit RA Tom Braegelmann am 11.12.2025 gerade für Einsteiger:innen lohnt.


Was Libra von ChatGPT & Co. unterscheidet

Libra ist kein weiteres „KI-Spielzeug“, sondern eine Plattform, die verschiedene Sprachmodelle bündelt und speziell auf juristische Anforderungen in Deutschland zugeschnitten ist.

Juristisch gedacht statt nur technisch gebaut

Während allgemeine KI-Tools wie ChatGPT oder DeepSeek für alle Branchen offen sind, adressiert Libra genau das, was Rechtsanwält:innen brauchen:

  • Wechsel zwischen mehreren KI-Modellen innerhalb einer Plattform
  • KI-Assistenten anlegbar, z.B. „Arbeitsrecht-Assistent“, „BuĂźgeld-Assistent“, „Insolvenz-Assistent“
  • Dokumenten-Upload fĂĽr Verträge, Schriftsätze, Anlagen, Korrespondenz
  • Oberfläche und Funktionen sind auf juristische Workflows ausgerichtet

Die Realität: Viele Kanzleien kopieren bis heute sensible Inhalte in öffentliche Chatbots. Das ist aus Datenschutzsicht heikel und im Zweifel berufsrechtlich schlicht nicht vertretbar. Libra setzt genau hier an.

Datenschutz und Berufsgeheimnis: der entscheidende Punkt

Für deutsche Rechtsanwält:innen ist Datenschutz keine Fußnote, sondern die Eintrittskarte für jedes KI-Tool. Nach Angaben des Anbieters bringt Libra u.a.:

  • DSGVO-konforme Verarbeitung in Europa
  • BerĂĽcksichtigung des Berufsgeheimnisschutzes
  • ISO 27001-Zertifizierung der technischen Umgebung

Damit adressiert Libra die zwei häufigsten Einwände in Kanzleien:

  1. „Darf ich das Mandat überhaupt in eine KI eingeben?“
  2. „Was passiert mit den Daten danach?“

Wer diese Fragen nicht sauber beantworten kann, wird KI in der Kanzlei nie wirklich produktiv nutzen. Eine rechtskonforme Plattform ist deshalb kein Nice-to-have, sondern Voraussetzung.


Konkrete Anwendungsfälle: So arbeiten Kanzleien mit Libra

Libra wird spannend, wenn es nicht nur als „Chatbot“ verstanden wird, sondern als Arbeitsinstrument für wiederkehrende Aufgaben im Kanzleialltag. Drei Bereiche sind besonders praxisrelevant.

1. Dokumentenmanagement & Vertragserstellung

Libra eignet sich für alles, was mit Dokumenten zu tun hat – und davon gibt es in jeder Kanzlei genug.

Typische Szenarien:

  • Erstentwurf von Verträgen (z.B. Arbeitsvertrag, AGB, Geheimhaltungsvereinbarung) auf Basis Ihrer eigenen Muster
  • Klauselvarianten vorschlagen lassen (z.B. Haftung, Gerichtsstand, Schiedsklausel)
  • Vergleich von Vertragsversionen: „Was wurde in Fassung 2 im Vergleich zu Fassung 1 geändert?“
  • Zusammenfassung langer Verträge fĂĽr Besprechungen mit Mandant:innen

Praktischer Workflow:

  1. Eigenes Muster-Dokument in Libra hochladen.
  2. KI-Assistent „Vertragsentwurf“ anlegen.
  3. Prompt-Beispiel:

    „Erstelle auf Basis des hochgeladenen Musters einen Entwurf für einen B2B-IT-Dienstleistungsvertrag mit einjähriger Laufzeit, deutschem Recht und Haftungsbegrenzung auf die jährliche Vergütung. Bitte markiere Stellen, an denen typische Verhandlungspunkte liegen.“

Die KI ersetzt keine anwaltliche Prüfung. Aber sie bringt Sie von Null auf 70 % – und genau diese 70 % kosten heute meist die meiste Zeit.

2. Fallanalyse und Rechtsrecherche

Gerade in der Erstbewertung von Fällen kann ein spezialisierter KI-Chatbot ein enormer Zeitgewinn sein.

Beispiele aus der Praxis:

  • Fallzusammenfassung: Sie laden Schriftsätze beider Seiten hoch und lassen sich den Streitstand strukturiert zusammenfassen.
  • Argumentationsskizzen: Sie formulieren das Kernproblem, Libra schlägt mögliche Argumentationslinien vor – natĂĽrlich ohne die eigene Subsumtion zu ersetzen.
  • RechercheunterstĂĽtzung: KI fragt nach fehlenden Informationen und strukturiert die Recherche, z.B. im Arbeits-, Miet- oder Insolvenzrecht.

Ein realistischer Prompt könnte lauten:

„Du bist mein KI-Assistent im Zivilprozessrecht. Analysiere die hochgeladene Klageschrift und die Klageerwiderung. Erstelle eine Übersicht über die streitigen und unstreitigen Tatsachen, die Rechtsfragen und die offen gebliebenen Tatsachen, zu denen wir noch vortragen sollten.“

Die Entscheidung, welche Argumente Sie ĂĽbernehmen, bleibt bei Ihnen. Aber Sie gewinnen Struktur und Geschwindigkeit.

3. Mandantenkommunikation ohne Qualitätsverlust

Viele Kanzleien unterschätzen, wie viel Zeit die Kommunikation mit Mandant:innen frisst: Rückfragen erklären, Ergebnisse zusammenfassen, Nachfass-E-Mails schreiben.

Mit Libra lassen sich u.a. vorbereiten:

  • Erklärtexte in Alltagssprache (z.B. zur Wirkung eines Vergleichs oder zur Bedeutung bestimmter Klauseln)
  • E-Mail-EntwĂĽrfe mit Zusammenfassungen von Schriftsätzen oder GerichtsbeschlĂĽssen
  • Mandanten-Infos zu typischen Themen (z.B. Verhalten nach einer KĂĽndigung, Ablauf eines Insolvenzverfahrens)

Wichtig dabei: Sie behalten den Feinschliff und die persönliche Note. Die KI macht den ersten Wurf, Sie machen daraus kanzleitypische Kommunikation.


Erweiterte Funktionen & Praxisbeispiele aus dem Webinar

Im Libra-Webinar am 11.12.2025 (09:30–12:15 Uhr) zeigt RA Tom Braegelmann live, wie solche Workflows wirklich aussehen – nicht im Marketing-Folienmodus, sondern anhand konkreter Fälle.

Spezifische Anwendung fĂĽr verschiedene Rechtsgebiete

Jedes Rechtsgebiet hat eigene Muster, Taktiken und „Pain Points“:

  • Insolvenz- und Restrukturierungsrecht:
    Vorbereitung von Gutachtenstrukturen, Szenarien fĂĽr Sanierungsoptionen, Ăśbersicht ĂĽber Forderungsanmeldungen.
  • Arbeitsrecht:
    Standardisierte Kündigungsschreiben, Abmahnungen, Interessenabwägungen, Vorbereitung von Güteverhandlungen.
  • Gesellschafts- und Handelsrecht:
    Varianten von GesellschafterbeschlĂĽssen, Protokollen, Gesellschaftervereinbarungen.
  • Zivilprozessrecht:
    Strukturierung von Klageanträgen, Vorbereitung von Beweisangeboten, Extraktion des Sachverhalts aus umfangreicher Korrespondenz.

Im Webinar werden genau solche Szenarien Schritt für Schritt demonstriert. Für Einsteiger:innen ist das Gold wert, weil man sieht, welche Prompts funktionieren – und wo Grenzen liegen.

Effiziente Nutzung: Was gute Kanzleien anders machen

Wer KI im Kanzleialltag ernsthaft nutzen will, sollte drei Dinge beachten:

  1. Standardfälle zuerst: Starten Sie mit Vorgängen, die häufig vorkommen und klar strukturiert sind (Standardverträge, Standard-Schreiben, typische Mandantenfragen).
  2. Bibliothek aufbauen: Speichern Sie gelungene Prompts und KI-Assistenten als wiederverwendbare Bausteine – das spart mit der Zeit enorm viel Zeit.
  3. Qualitätssicherung definieren: Legen Sie intern fest, wer KI-Ergebnisse prüft und freigibt, insbesondere bei Berufseinsteiger:innen.

Genau dazu liefert das Webinar Tipps für den täglichen Einsatz: Wie man KI-Ergebnisse schneller prüft, wie man typische Fehler erkennt und wie der Übergang von „Testphase“ zu „produktiver Nutzung“ gelingt.


Wirtschaftlich denken: Test-Account, Rabatt & Business Case

Juristische KI-Tools müssen sich rechnen. Reine Technikbegeisterung trägt eine Kanzlei nicht.

30 Tage testen – sinnvoll genutzt

Libra bietet einen kostenlosen Test-Account fĂĽr 30 Tage. Wer diese Zeit clever nutzt, kann am Ende relativ klar beantworten:

  • Spart uns das Tool konkret Zeit bei Standardaufgaben?
  • Wie intuitiv kommen die Teammitglieder damit zurecht?
  • Welche Risiken sehen wir (z.B. falsche Ausgaben, Prompt-Fehler)?

Mein Tipp fĂĽr solche Testphasen:

  • Zwei bis drei konkrete Use Cases definieren (z.B. „Arbeitsrechtliche KĂĽndigungen vorbereiten“, „ErstentwĂĽrfe von AGB“, „Fallzusammenfassungen im Zivilrecht“).
  • Zeiten messen: Wie lange brauchen Sie ohne KI? Wie lange mit KI plus PrĂĽfung?
  • Nach 30 Tagen ehrlich entscheiden: Lohnt sich das fĂĽr unsere Mandatsstruktur?

Exklusivrabatt fĂĽr Webinar-Teilnehmer:innen

FĂĽr Kanzleien, die ernsthaft einsteigen wollen, ist das Webinar auch wirtschaftlich interessant:
Teilnehmer:innen erhalten 20 % Rabatt auf die Jahreslizenz von Libra. Der Rabattcode wird nach der Anmeldung bereitgestellt.

Gerade kleinere und mittlere Kanzleien können so relativ kostengünstig testen, ob sich KI-gestützte Vertragsanalyse, Rechtsrecherche und Kanzleimanagement in ihren Alltag integrieren lassen.


Warum sich das Libra-Webinar besonders fĂĽr Einsteiger:innen lohnt

Viele Rechtsanwält:innen wollen KI nutzen, scheitern aber an drei Punkten: Unsicherheit, Zeitmangel und fehlenden Praxisbeispielen. Genau dort setzt das Libra-Webinar an.

Das erwartet Sie am 11.12.2025:

  • Klarer Ăśberblick ĂĽber Funktionalitäten und Anwendungsbereiche von Libra
  • Einordnung im Vergleich zu allgemeinen KI-Tools wie ChatGPT oder DeepSeek
  • Erläuterung von Datenschutz, DSGVO, Berufsgeheimnisschutz und ISO 27001 in verständlicher Sprache
  • Live-Demos mit realitätsnahen Fällen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten
  • Praxistipps fĂĽr effiziente Nutzung im Kanzleialltag

Mit RA Tom Braegelmann führt ein Referent durch das Programm, der seit Jahren an der Schnittstelle von Insolvenzrecht, Restrukturierung und Digitalisierung arbeitet – also genau dort, wo Komplexität und Effizienzdruck besonders hoch sind.


Fazit: Von KI-Spielerei zu echter LegalTech-Praxis

Die Erfahrung aus vielen Kanzleien ist eindeutig: Wer KI strukturiert einführt, merkt nach wenigen Wochen, dass bestimmte Aufgaben deutlich schneller erledigt sind. Die Qualität steigt nicht automatisch – aber die verfügbare Zeit für die wirklich anspruchsvollen juristischen Fragen schon.

Libra ist ein spannender Baustein in dieser Entwicklung, weil die Plattform juristisch gedacht, datenschutzkonform und praxisorientiert ist. In unserer Reihe „KI für deutsche Rechtsanwälte: LegalTech Praxis“ steht dieses Webinar exemplarisch für den nächsten Schritt: weg von der unverbindlichen ChatGPT-Spielerei, hin zu produktiver, kontrollierter KI-Nutzung in der Kanzlei.

Wer am 11.12.2025 dabei ist, bekommt nicht nur eine gefĂĽhrte EinfĂĽhrung in Libra, sondern auch eine klare Entscheidungsgrundlage:
Passt dieser juristische KI-Chatbot zu unserer Kanzlei – und wenn ja, in welchen Workflows starten wir konkret?

Die eigentliche Frage lautet deshalb weniger „Ob“ als „Wie“: Wie schnell bringen Sie KI von der PowerPoint-Folie in Ihren Kanzleialltag?