BRYTER AI Agents bringen GenAI direkt in Vertragsreview, E-Mail-Standardarbeit und Legal-Workflows – praxisnah, kontrollierbar und ohne Programmierung.
BRYTER AI Agents: Was sie Kanzleien wirklich bringen
2024 war das Jahr, in dem viele Kanzleien gemerkt haben: klassische Legal-Tech-Automation reicht nicht mehr. Generative KI ist da – und Mandanten erwarten spürbare Effizienzgewinne, nicht nur hübsche Dashboards.
Genau hier setzt BRYTER mit seiner neuen Produkt-Suite „AI Agents“ an. Für deutsche und österreichische Rechtsanwälte, die sich fragen, wie sie KI konkret in der täglichen Praxis nutzen können – ohne selbst Entwickler zu werden – ist dieser Launch spannend. Er passt perfekt in unsere Serie „KI für deutsche Rechtsanwälte: LegalTech Praxis“, in der es um praktische, sofort einsetzbare Lösungen geht.
In diesem Beitrag geht es darum, was die BRYTER AI Agents leisten, wie sie sich in eine Kanzlei- oder Rechtsabteilungs-Umgebung integrieren lassen und worauf Sie aus rechtlicher und organisatorischer Sicht achten sollten.
Was sind BRYTER AI Agents – in der Praxis betrachtet?
BRYTER AI Agents sind vorkonfigurierte, spezialisierte KI-Helfer, die typische juristische Routinetätigkeiten automatisch übernehmen: Vertragsprüfung, Standard-E-Mails, Textauswertung, Wissensabfragen. Anders als bei vielen „KI-Spielereien“ stehen hier konkrete Use Cases im Vordergrund.
Kernidee:
Jurist:innen arbeiten weiter im gewohnten Umfeld – die KI erledigt die mühsame Vorarbeit im Hintergrund.
Einige Beispiele, wie BRYTER das abbildet:
- Review Agent: unterstĂĽtzt bei der VertragsprĂĽfung, extrahiert Klauseln, hebt Abweichungen zu Standardpositionen hervor.
- Email Agent: erstellt EntwĂĽrfe fĂĽr wiederkehrende Antwortmails (z.B. an Vertrieb, Einkauf, HR) direkt in Outlook oder Gmail.
- GenAI in Workflows: in der bestehenden No-Code-Plattform können nun generative KI-Funktionen in automatisierte Abläufe integriert werden (z.B. Dokumentenprüfung, Text-Extraktion, intelligentes Intake).
Das Entscheidende: Die Agents sind „out of the box“ nutzbar – also keine monatelangen IT-Projekte, keine eigene Modellentwicklung, kein Coding. Für viele Kanzleien, die mit knappen Ressourcen kämpfen, ist genau diese Hürde bislang das Hauptproblem gewesen.
Warum das fĂĽr Kanzleien und Rechtsabteilungen jetzt relevant ist
Die meisten Kanzleien haben die gleichen drei Baustellen:
- Vertragsarbeit frisst Zeit – einfache NDAs, Standardlieferverträge, SaaS-Agreements werden immer wieder von vorn gelesen.
- Wiederkehrende E-Mail-Anfragen – „Können wir diesen Vertrag unterschreiben?“, „Ist diese Klausel zulässig?“, „Darf ich das so im Marketing verwenden?“.
- Wissenszugang – Know-how steckt in Köpfen, E-Mail-Postfächern und Word-Ordnern, aber nicht in nutzbaren Self-Service-Lösungen.
BRYTER adressiert alle drei Punkte, indem es seine bisherige No-Code-Automationsplattform – die bereits von Häusern wie Linklaters, Ashurst, McDonald’s oder ING Bank genutzt wird – mit GenAI und nun konkret mit AI Agents erweitert.
FĂĽr deutschsprachige Kanzleien und Rechtsabteilungen bedeutet das:
- Weniger manuelle Kleinarbeit, mehr Zeit fĂĽr Strategie, Verhandlung und komplexe Beratung.
- Bessere Service-Erwartung der Mandanten: schnellere Reaktionszeiten, insbesondere bei Standardanfragen.
- Messbare Effizienz – etwa durch reduzierte Bearbeitungsdauer bei Standardverträgen oder Ticket-Anfragen aus dem Business.
Wer im Jahr 2025 noch komplett ohne KI arbeitet, sendet Mandanten mittlerweile ein klares Signal: „Wir arbeiten langsamer und teurer als nötig.“
Wie AI Agents im Kanzlei-Alltag konkret eingesetzt werden können
Die Frage „Was kann man damit wirklich machen?“ entscheidet darüber, ob eine KI-Lösung im Alltag bleibt oder nach zwei Wochen in der Schublade verschwindet. Hier einige praxisnahe Szenarien.
1. VertragsprĂĽfung mit dem Review Agent
Die Vertragsanalyse ist einer der naheliegendsten Anwendungsbereiche fĂĽr KI in der juristischen Praxis.
Ein mögliches Setup:
- Der Review Agent erhält den Standardvertrag der Kanzlei/Kundin als Referenz.
- Eingehende Verträge werden hochgeladen oder über einen Workflow eingespielt.
- Die KI erkennt Klauseltypen (z.B. Haftung, Gewährleistung, Gerichtsstand, IP, Datenschutz) und markiert Abweichungen von den Standards.
- Ergebnis: eine strukturierte Übersicht mit „Red Flags“ und Vorschlägen, wie Formulierungen angepasst werden können.
Vorteil: Die juristische Bewertung – „akzeptabel oder nicht?“ – bleibt bei Ihnen. Aber die Filterung, Strukturierung und Vorarbeit übernimmt die KI. Gerade bei großvolumigen Review-Projekten (z.B. M&A Due Diligence oder konzernweiten Vertrags-Rollouts) kann das etliche Stunden pro Tag sparen.
2. Standard-Kommunikation mit dem Email Agent
Rechtsabteilungen und Kanzleien verbringen unzählige Stunden mit ähnlichen Antworten:
- „Bitte nutzt nur die aktuelle NDA-Vorlage aus dem Intranet.“
- „Die Klausel XY ist aus folgenden Gründen problematisch…“
- „Für diese Vertragsart brauchen wir noch die Freigabe von…“
Der Email Agent erzeugt auf Basis Ihrer definierten Policies und Vorlagen EntwĂĽrfe fĂĽr solche Antworten:
- direkt im E-Mail-Client,
- personalisiert an Anfragende,
- abgestimmt auf Unternehmens- oder Kanzleirichtlinien.
Sie prüfen nur noch, passen ggf. minimal an und senden. Das reduziert die Bearbeitungszeit typischer „Standardfragen“ von fünf bis zehn Minuten auf eine Minute – hochgerechnet auf den Monat ein relevanter Effizienzfaktor.
3. Intelligentes Legal Intake und Self-Service
Viele Inhouse-Teams setzen bereits auf Self-Service-Lösungen für einfache Themen (z.B. NDA-Generatoren, Marketing-Freigaben, einfache Einkaufsverträge). BRYTER war hier mit seiner No-Code-Plattform schon früh im Markt.
Mit GenAI-Funktionen lassen sich diese Workflows auf ein neues Niveau bringen:
- Mitarbeitende stellen im Portal eine Freitextfrage.
- Die KI strukturiert die Anfrage, ordnet sie einem Thema zu und fragt fehlende Informationen nach.
- Am Ende steht entweder ein automatisierter Output (z.B. NDA, Standardklauseln) oder ein cleanes, strukturiertes Ticket fĂĽr das Legal-Team.
Das Ergebnis: Weniger Ping-Pong-Mails, weniger Nachfragen, klarere Mandate – und eine deutlich bessere Wahrnehmung der Rechtsabteilung im Unternehmen.
Kontrolle, Transparenz und Sicherheit: funktioniert das im Rechtskontext?
GenAI im Recht stößt immer auf die gleichen (berechtigten) Einwände:
- „Ich brauche Kontrolle, was die KI tut.“
- „Ich will keine Halluzinationen in juristischen Texten.“
- „Ich habe strenge Datenschutz- und Geheimhaltungspflichten.“
BRYTER positioniert seine AI Agents deshalb ausdrücklich als „sicheren und reifen Raum“ für den Einsatz von Sprachmodellen:
- Transparenz: KI wird in definierte Workflows eingebettet, nicht als freier Chatbot, der beliebig antwortet.
- Steuerbarkeit: Sie bestimmen, welche Datenbasis genutzt wird, welche Dokumente einflieĂźen und welche Outputs erlaubt sind.
- Revisionssicherheit: Workflows und KI-Schritte sind nachvollziehbar dokumentiert.
Für deutsche und österreichische Kanzleien bleibt trotzdem einiges zu prüfen:
- Mandatsgeheimnis: Welche Daten werden wohin übertragen? Ist der Anbieter vertraglich und technisch so aufgestellt, dass § 43a BRAO, § 9 RAO etc. eingehalten werden können?
- Datenlokation & Auftragsverarbeitung: Wo werden Modelle gehostet? Welche Standardvertragsklauseln, TOMs und DPAs gibt es?
- Berufsrecht & Haftung: Wer trägt die Verantwortung bei fehlerhaften KI-Ergebnissen? (Spoiler: am Ende immer die Anwältin bzw. der Anwalt.)
Meine klare Meinung: KI darf nie „allein“ entscheiden. Aber in einem klar definierten, kontrollierten Rahmen kann sie Jurist:innen massiv entlasten, ohne die berufsrechtlichen Leitplanken zu gefährden.
So starten Kanzleien sinnvoll mit BRYTER AI Agents
Viele Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern am Setup. Wer AI Agents einfĂĽhrt, sollte strukturiert vorgehen.
1. Mit einem klaren Pilot-Use-Case starten
Bewährt haben sich:
- Standard-Vertragsreview (z.B. NDAs, einfache Lieferverträge)
- E-Mail-Standardantworten fĂĽr Vertrieb/ Einkauf
- Marketing- oder Datenschutz-Freigaben mit klarem Regelwerk
Wichtig: Ein Use Case, der oft vorkommt, klaren Mehrwert bringt und geringes Risiko hat.
2. Fachliche Leitplanken definieren
Bevor Sie die Technik konfigurieren, sollten Sie inhaltlich festlegen:
- Was ist der Rechts- und Risikostandard der Kanzlei/Abteilung?
- Welche Klauseln sind „No-Go“, welche „Nice to have“?
- Wie soll die KI formulieren: konservativ, pragmatisch, eher wirtschaftsnah?
Diese Leitplanken werden dann in den AI Agents abgebildet – etwa als Prompts, Richtlinien, Standardklauseln oder Entscheidungsbäume.
3. Juristische Qualitätssicherung fest einbauen
KI-Ausgaben mĂĽssen geprĂĽft werden. Punkt.
Sinnvoll ist ein Workflow, in dem:
- die KI zunächst nur Entwürfe generiert (Vertragsmarkierungen, E-Mail-Entwürfe, Zusammenfassungen),
- eine/juristische:r Bearbeiter:in freigibt, anpasst oder verwirft,
- Feedback genutzt wird, um die Qualität der Agents im Zeitverlauf zu verbessern.
So steigt die Time-to-Value, ohne die Qualität zu kompromittieren.
4. Change Management nicht vergessen
Neue Tools scheitern oft an der Kultur, nicht an der Technik. FĂĽr eine erfolgreiche EinfĂĽhrung:
- Partner & Führungskräfte müssen das Projekt sichtbar unterstützen.
- Mitarbeitende brauchen kurze, praxisnahe Schulungen, keine 3-Tage-Seminare.
- Erfolge sollten messbar gemacht werden (z.B. 40 % Zeitersparnis bei NDA-Reviews, schnellere Antwortzeiten fĂĽr das Business).
Einordnung in die LegalTech-Landschaft 2025
BRYTER ist nicht neu im Markt – die Plattform ist seit 2018 im Einsatz und in vielen internationalen Kanzleien und Rechtsabteilungen verankert. Neu ist, dass GenAI und klassische Workflow-Automation konsequent zusammengeführt werden.
Die Tendenz ist klar:
- Reine „KI-Chatbots für Anwälte“ wirken 2025 oft zu generisch.
- Reine No-Code-Tools ohne KI wirken zu langsam und manuell.
Der Wettbewerbsvorteil liegt dort, wo KI eingebettet ist:
- in strukturierte Abläufe,
- mit klaren fachlichen Regeln,
- und messbaren Ergebnissen fĂĽr Mandanten.
Gerade im deutschsprachigen Markt, in dem Datenschutz, Berufsrecht und Qualitätsanspruch besonders hoch sind, sind Anbieter gefragt, die Kontrolle, Präzision und Transparenz ernst nehmen. Genau hier positioniert sich BRYTER nach eigener Aussage mit seiner neuen AI-Agent-Suite.
Fazit: KI-Assistent statt „Roboter-Anwalt“
Wer KI in der Kanzlei ernsthaft etablieren will, braucht keine Science-Fiction, sondern verlässliche Assistenten für den Alltag. BRYTER AI Agents zielen genau darauf: schnelleres Vertragsreview, automatisierte Standardkommunikation, intelligente Intake-Prozesse – alles eingebettet in eine vorhandene No-Code-Plattform.
Für die Serie „KI für deutsche Rechtsanwälte: LegalTech Praxis“ lässt sich daraus eine klare Empfehlung ableiten:
- Starten Sie mit einem eng gefassten, risikoarmen Pilotfall.
- Nutzen Sie AI Agents als Werkzeuge, nicht als Entscheidungsträger.
- Bauen Sie Qualitätssicherung, Datenschutz und Berufsrecht von Anfang an ein.
Wer diese Punkte beherzigt, wird feststellen: Die Diskussion um „KI ersetzt Anwälte“ ist die falsche Frage. Die bessere lautet:
Welche Kanzleien schaffen es, KI so zu nutzen, dass sie fĂĽr Mandanten spĂĽrbar schneller, klarer und wirtschaftlicher arbeiten?
BRYTER AI Agents sind ein Baustein, um genau dort anzusetzen – gerade für Kanzleien und Rechtsabteilungen im deutschsprachigen Raum, die 2025 mehr als nur mitreden wollen, wenn es um LegalTech und künstliche Intelligenz geht.