KI im E-Commerce: Warum Schweizer zur eBay OPEN sollten

KI im Einzelhandel und E-Commerce••By 3L3C

KI im E-Commerce wird 2026 zur Pflicht. Warum die eBay OPEN für Schweizer Händler*innen konkrete KI-Impulse, Tools und Partnerwissen liefert.

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KI im E-Commerce: Warum Schweizer zur eBay OPEN sollten

Wer im E-Commerce 2026 wachsen will, braucht zwei Dinge: bessere Daten und bessere Entscheidungen. Genau da setzt Künstliche Intelligenz an – und genau deshalb sind Events wie die eBay OPEN mehr als „nur Networking“. Sie sind ein praxisnaher Ort, an dem man sieht, wie Plattformen KI wirklich einsetzen: im Listing, in der Suche, in der Personalisierung, in Tools für Verkäufer*innen.

Für Schweizer Händler*innen kommt ein zusätzlicher Punkt dazu: Viele stehen aktuell zwischen Marktplatzgeschäft, eigenem Shop, steigenden Logistikkosten und einer Kundschaft, die weniger Geduld und mehr Erwartungen mitbringt (Hallo Gen Z). Der Reflex ist oft: „Wir brauchen zuerst neue Kanäle.“ Ich halte das für einen Denkfehler. Der Engpass ist selten der Kanal – es ist die Fähigkeit, Nachfrage, Marge und Bestand sauber zu steuern.

Die eBay OPEN 2025 (25.09.2025, BrewDog DogTap Berlin, 09:30–22:00 Uhr) bietet dafür eine gute Bühne: KI-Strategie aus erster Hand, Masterclasses mit Praxisbezug und Austausch mit Menschen, die dieselben operativen Probleme lösen müssen.

eBay OPEN aus Schweizer Sicht: Nicht wegen der BĂĽhne, sondern wegen der Hebel

Der wichtigste Nutzen fĂĽr Schweizer Retailer ist der Transfer in den Alltag: Welche KI-Funktionen funktionieren heute schon, welche Daten fehlen, und wie baut man Prozesse, damit KI wirklich messbar hilft.

Gerade im Schweizer Markt sind die typischen Wachstumsbremsen gut bekannt:

  • Kleine Marktgröße → Fehler in Forecasting oder Sortiment fallen schneller auf.
  • Hohe Kostenbasis (Personal, Miete, Logistik) → Prozesse mĂĽssen effizienter sein.
  • Crossborder-Komplexität → Retouren, Versand, Zoll und Lieferzeiten beeinflussen Conversion.
  • Omnichannel-Realität → Online und Filiale konkurrieren nicht nur, sie teilen sich Bestand.

Ein Community-Event wie eBay OPEN bringt hier drei Vorteile zusammen:

  1. Plattform-Insights: Wie entwickelt sich der Marktplatz, welche Tools kommen, was priorisiert das Team?
  2. Peer-Learning: Händler*innen erklären meist ehrlicher als jede Präsentation, was wirklich klappt.
  3. Service-Ökosystem: Drittanbieter-Tools, Versandlösungen, rechtliche Updates – alles an einem Ort.

Wenn du in der Serie „KI im Einzelhandel und E-Commerce“ schon länger mitliest, kennst du das Muster: KI-Projekte scheitern selten an Modellen – sie scheitern an fehlender Prozessintegration. Genau da lohnt sich der Austausch vor Ort.

KI bei Marktplätzen: Was sich 2026 im Alltag wirklich ändert

KI wirkt im Marktplatzgeschäft dort am stärksten, wo sie Reibung entfernt: bessere Sichtbarkeit, schnellere Erstellung von Listings, relevantere Suche, bessere Preis- und Bestandsentscheidungen.

Die eBay OPEN setzt einen klaren Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz – inklusive einer Keynote zur KI-Strategie („Embrace the Future“) und einem seltenen Vorteil: KI-Verantwortliche aus der Plattform selbst sind vor Ort. Das ist wertvoll, weil du nicht nur Feature-Versprechen hörst, sondern über Roadmaps, Datenlogik und Grenzen sprechen kannst.

1) KI im Listing: Von „Produkt einstellen“ zu „Produkt verstehen“

Für viele Händler*innen ist Listing-Arbeit ein stiller Kostenblock: Texte schreiben, Varianten pflegen, Bilder prüfen, Attribute ergänzen. KI kann hier sehr konkret helfen:

  • Automatische Titel- und Beschreibungsvorschläge (kĂĽrzer, klarer, keyword-näher)
  • Attribut-Erkennung (Material, Größe, Kompatibilität) fĂĽr bessere Filterfähigkeit
  • BildprĂĽfung (Hintergrund, Schärfe, Richtlinien) zur Reduktion von Ablehnungen

Mein pragmatischer Maßstab: Wenn KI deine Listing-Zeit pro SKU um 2–5 Minuten reduziert, ist das bei 500 neuen SKUs im Jahr sofort spürbar. Das ist kein „Innovationsprojekt“, das ist operative Marge.

2) KI in Suche & Personalisierung: Sichtbarkeit wird dynamischer

Wenn Plattformen KI stärker in Suche und Empfehlungen einbauen, wird Sichtbarkeit weniger „statisch“. Es reicht nicht mehr, einmal gute Listings zu bauen. Du brauchst einen laufenden Qualitätsprozess:

  • VerfĂĽgbarkeit und Lieferzeiten mĂĽssen stimmen.
  • Retourenquote und Kundenzufriedenheit wirken indirekt.
  • Preis- und Versandlogik beeinflussen Ranking und Conversion.

Für Schweizer Händler*innen bedeutet das: Performance-Daten werden zu einer Art Währung. Wer sie systematisch nutzt, gewinnt Reichweite – wer sie ignoriert, zahlt mit Unsichtbarkeit.

3) KI-Agenten & neue Kundenerwartungen: Gen Z denkt nicht in Kategorien

Dass Gen Z im E-Commerce an Bedeutung gewinnt, ist keine Social-Media-Floskel. Gen Z sucht anders: weniger „Kategorie → Filter → Produkt“, mehr „Intent → Vorschlag → Entscheidung“. KI-Systeme kommen diesem Verhalten entgegen.

Was das fĂĽr dich heiĂźt:

  • Sortimentslogik muss problemorientierter werden (Use Cases statt interne Warengruppen).
  • Produktdaten mĂĽssen sauberer sein (damit KI korrekt matcht).
  • Content muss schneller liefern (kurze Antworten, klare Nutzenargumente).

Events wie eBay OPEN sind nützlich, weil du dort Beispiele siehst, wie Händler*innen ihre Angebote so strukturieren, dass KI sie besser ausspielen kann.

Masterclasses als Praxis-Booster: Diese 5 Fragen solltest du mitnehmen

Wenn du nur einen Tag Zeit hast, brauchst du einen Plan. Masterclasses und Marktausblicke bringen dir am meisten, wenn du mit konkreten Fragen reingehst.

Hier sind fünf Fragen, die ich Schweizer Händler*innen für so ein Event mitgeben würde:

  1. Welche Datenpunkte verbessern nachweislich die Conversion? (z. B. Lieferzeit, Rückgaberegeln, Kompatibilitätsattribute)
  2. Wie kann ich Bestand so verteilen, dass Marktplatz und Shop nicht gegeneinander arbeiten?
  3. Welche Drittanbieter-Tools zahlen wirklich auf Effizienz ein? (Repricing, Versand, PIM, Analytics)
  4. Was sind typische Fehler bei Multichannel-Strategien, die Marge kosten?
  5. Welche KI-Funktionen sind „heute nutzbar“ und welche sind Roadmap-Thema?

Mini-Playbook: KI fĂĽr Forecasting & Bestand (ohne Data-Science-Team)

Viele verbinden Nachfrageprognosen mit großen Datenprojekten. Die Realität? Du kannst klein starten – und trotzdem besser werden.

Schritt 1: Saubere Grunddaten (1 Woche)

  • Abverkauf pro SKU/Woche
  • Stockouts (wann warst du „0“?)
  • Lieferzeiten real (nicht nur im System)

Schritt 2: Einfache Prognose-Logik (2–4 Wochen)

  • Saisonfaktoren (Weihnachten, Black Friday, Wintersport, Schulstart)
  • Promotion-Kalender (auch Marktplatzaktionen)
  • Mindestbestand pro A-SKU

Schritt 3: KI-gestĂĽtzte Entscheidungen (laufend)

  • Vorschlagslogik fĂĽr Nachbestellungen
  • Alerts bei drohendem Stockout
  • Priorisierung nach Deckungsbeitrag statt nur Umsatz

Das klingt banal – ist aber genau das, was viele nicht machen. Und ja: Mit KI kannst du den Schritt von „Excel rückwärts“ zu „System lernt mit“ deutlich beschleunigen.

Networking, das Leads bringt: So machst du aus Kontakten Kundenwissen

Networking ist nur dann wertvoll, wenn es zu Entscheidungen fĂĽhrt. Sonst bleibt es Visitenkarten-Tausch.

Mein Vorschlag für eine einfache, aber wirksame Struktur – gerade wenn du Leads und Partnerschaften suchst:

Vor dem Event: 30-Minuten-Vorbereitung

  • Definiere 1–2 Wachstumsziele (z. B. +15% Umsatz in Kategorie X, -10% Retouren).
  • Notiere die drei größten Prozessbremsen (z. B. Listing-Durchlaufzeit, Versandkosten, Datenqualität).
  • Formuliere einen „Womit kann mir jemand helfen?“-Satz in einem Atemzug.

Während des Events: Gespräche nach Problem-Clustern

Statt „Was verkaufst du?“ lieber:

  • „Wie löst ihr Forecasting ohne Ăśberbestände?“
  • „Welche Kennzahl hat bei euch die Retouren wirklich gedrĂĽckt?“
  • „Wie organisiert ihr PIM/Produktdaten, damit KI-Suche besser greift?“

Nach dem Event: KI als Gedächtnis (wirklich praktisch)

Wenn du sauber notierst (oder direkt strukturierst), kannst du KI intern nutzen, um:

  • Gesprächsnotizen zu clustern („Versand“, „PIM“, „Repricing“, „Gen Z Content“)
  • To-do-Listen zu priorisieren nach Aufwand/Impact
  • eine interne Entscheidungsnotiz zu schreiben („Was setzen wir in 30 Tagen um?“)

So wird aus Networking Customer Insights – und daraus werden Entscheidungen.

30 Jahre eBay: Warum das Jubiläum für Händler*innen relevant ist

Ein Plattform-Jubiläum klingt zuerst nach Party. Für Händler*innen ist es vor allem ein Signal: Stabilität plus Veränderungsdruck.

Stabilität, weil etablierte Marktplätze meist robuste Nachfrage und Infrastruktur bieten. Veränderungsdruck, weil sie KI schneller und tiefer in Prozesse integrieren werden – Suche, Kaufberatung, Betrugsprävention, Content-Erstellung, Service.

Wenn du im Schweizer Handel unterwegs bist, ist das eine gute Nachricht, solange du aktiv mitgehst:

  • Nutze Plattform-Tools, um operative Kosten zu senken.
  • Baue gleichzeitig eigenes Know-how in Datenqualität, Sortiment und Marge.
  • Setze klare Grenzen, wo du unabhängig bleiben musst (z. B. Kundendatenstrategie, Markenaufbau).

Plattformpartnerschaften sind kein Ersatz für Strategie – aber ein Turbo für Umsetzung.

Was du als Schweizer Händler*in konkret als Nächstes tun kannst

Der schnellste ROI kommt aus kleinen KI-Anwendungen entlang deiner Engpässe: Listing, Bestand, Kundenservice, Pricing und Content.

Drei Next Steps, die ich für die nächsten 30 Tage empfehlen würde:

  1. Wähle eine Kategorie für ein „KI-Quick-Win“-Pilotprojekt (z. B. 100 SKUs neu optimieren, A/B-Vergleich der Conversion).
  2. Definiere drei Messgrößen, bevor du etwas änderst: Conversion, Retourenquote, Deckungsbeitrag.
  3. Baue dir einen Daten-Standard, der ĂĽberall gilt (Shop, Marktplatz, ERP): identische Attribute, konsistente Bilder, gleiche Variantenlogik.

Wenn du dann ein Event wie eBay OPEN nutzt, gehst du nicht mit „Inspiration“ nach Hause, sondern mit einem Umsetzungsplan.

Merksatz: KI im E-Commerce ist kein Tool-Thema. Es ist ein Prozess-Thema – und Events sind die schnellste Abkürzung zu erprobten Prozessen.

Die Frage, die ich dir zum Schluss mitgeben möchte: Welche Entscheidung in deinem Handel würdest du heute besser treffen, wenn du deine Daten – und die Tools deiner Plattformpartner – konsequent nutzen würdest?